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Referat von Dr. Holger Kraus: NaturaGart-Messe 2019 - Teil 2

Durch Wasseranalysen kann man sehen, wie sich Probleme über die Zeit aufbauen. Oft sind es Details, die sich ungünstig auswirken können.

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Ob Algen im Teich oder milchiges Wasser: es gibt typische Ursachen, die Probleme im Teichwasser auslösen. Das zeigen die Wasseranalysen des NaturaGart Beratungsdienstes für Teiche.

Probleme im Teichwasser und ihre Ursachen

Bei den Vorbereitungen für den diesjährigen Vortrag bei der Natur- und Gartenmesse hat der Biologe Dr. Holger Kraus rund 200 Wasseranalysen ausgewertet, die vom Beratungsdienst für Teiche erstellt worden sind. Dabei zeigte sich: zumeist sind die Probleme im Teichwasser sehr ähnlich gelagert und beruhen auf denselben Ursachen. Ein typischer Auslöser von Teichproblemen sind Nährstoffüberschüsse.

Wer Probleme mit seinem Teichwasser hat, sollte deshalb mit einem geeigneten Verfahren eine Wasseranalyse durchführen, um die im Wasser vorhandenen Komponenten zu ermitteln. Denn er benötigt eine zuverlässige Datenbasis, um geeignete Schritte zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wasserqualität einleiten zu können.

Bei der von NaturaGart angebotenen Wasseranalyse werden die im Teich entnommenen Proben von einem spezialisierten Partnerlabor ausgewertet, das sehr umfangreiche Analysemöglichkeiten hat und darum sehr exakte Werte liefert.

Zu viele Nährstoffe verursachen Probleme im Teichwasser

In den meisten Fällen werden Probleme im Teichwasser von Nährstoffüberschüssen verursacht. Die Nährstoffe gelangen auf verschiedenen Wegen in den Teich. Sie können sogar im Auffüllwasser enthalten sein. Wenn es sich dabei um ein Trinkwasser handelt, das hohe Nitrat-Werte aufweist, dauert es eine gewisse Zeit, bis die Pflanzen des Filtergrabens das Wasser so weit gereinigt haben, dass der Nitrat-Anteil sich senkt. Darum ist es ratsam, das Wasser, mit dem ein Teich gefüllt werden soll, vorab per Wasseranalyse auf seine Eignung hin überprüfen zu lassen.

Auch zu hohe Werte in Bezug auf die Stickstoffverbindung Ammonium sind schädlich. Dieses Problem ist oft in Teichen mit hohem Fischbesatz anzutreffen. Wer hier Abhilfe schaffen will, braucht sehr genaue Daten. Denn der Grat zwischen "fischtoxisch" und "unbedenklich für die Fische im Gartenteich" ist äußerst schmal.

Auch Baufehler können im Nachhinein die Wasserqualität beeinträchtigen. Wenn die schützende Betonschicht der Teichpanzerung an heißen Tagen aufgetragen wird, kann das unerwünschte Folgen nach sich ziehen. Denn dann besteht die Gefahr, dass der Mörtel falsch abbindet, und der pH-Wert dadurch in die Höhe schnellt.

Ebenso kann übertriebene Sauberkeit in der Frühphase des Gewässers die Ursache zukünftiger Probleme im Teichwasser sein, denn das ökologische System im Teich braucht eine gewisse Anlaufzeit. Nur kräftige Unterwasserpflanzen sind in der Lage, die Nährstoffüberschüsse wirkungsvoll zu beseitigen. Die Vegetation unter der Wasseroberfläche muss wachsen und braucht dafür hinreichend Nahrung und Kohlendioxid. Darum ist das Auftreten von Algen im Gartenteich zu diesem Zeitpunkt nicht besorgniserregend.

Problematisch hingegen ist es, wenn die jungen Unterwasserpflanzen keine Nahrung finden. Denn dann gedeihen sie nicht. Und zukünftige Nährstoffüberschüsse samt der sich daraus ableitenden Probleme im Teichwasser sind vorprogrammiert.