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Biologische Abläufe und Prozesse

Wer den Gartenteich naturnah baut, kann später biologische Abläufe und Prozesse bei der Wasseraufbereitung und Teichwartung nutzen. Das reduziert den Aufwand für die Unterhaltung des Teiches erheblich. Ein Beispiel ist der Filtergraben, in dem die Teichpflanzen die Nährstoffüberschüsse vertilgen und so für ideales, klares Wasser im angrenzenden Teich sorgen. Den Weg dorthin zeigt Norbert Jorek in diesem Video-Referat.

Der Filtergraben: Komposthaufen des Gartenteichs

Alle Lebewesen müssen sich ernähren. Dadurch entstehen (organische) Abfälle. Das haben der Gartenteich und die Speisezubereitung in der Küche gemeinsam, erläutert NaturaGart-Geschäftsführer Norbert Jorek. Er vergleicht den Filtergraben in seinem Referat „Der einfachste Weg zu klarem Wasser“ mit dem Komposthaufen im Garten. Zum ihm werden die gesammelten Speiseabfälle gebracht, damit sie das Bild der sauberen Küche nicht stören. Im Gartenteich nehmen die Sedimente die Rolle der Küchenabfälle ein. Sie sind sehr nährstoffreich und entstehen, wenn welke Blätter, vertrocknete Zweige, Blütenstaub – und in Fischteichen natürlich auch Kot und Futterreste - auf den Grund des Gewässers sinken und dort vermodern.

Die Pumpe setzt den Kreislauf der Wasseraufbereitung in Gang

Natürlich gibt es auf dem Teichgrund keine Abfalleimer, die als Sammelstelle dienen. Aber dafür die so genannten Sedimentfallen, Ansaugpunkte die sich an verschiedenen Stellen des Teichgrunds befinden. Von dort wird das sedimenthaltige Wasser über Leitungen zum Filtergraben transportiert, wo es ein dichtes Unterwasserpflanzendickicht durchläuft. Dabei werden ihm die Nährstoffe entzogen. Das klare, gefilterte Wasser wird anschließend in den Teich zurückbefördert. Damit dieser Kreislauf funktioniert, wird das Wasser durch eine Pumpe am Ende des Filtergrabens in Bewegung gesetzt. Es wird zu einer Quelle gepumpt, von wo es in den Gartenteich zurückfließt. Da der Teich und der Filtergraben miteinander verbunden sind, fließt umgehend sedimenthaltiges Wasser in den Filtergraben nach.

Die Vegetation spiegelt den Wasserfluss im Filtergraben wieder

Das Wasser, das den Filtergraben durchläuft, hinterlässt eine Spur, die sich am Wachstum der dortigen Vegetation ablesen lässt. Zum Beispiel am Riesenhechtkraut. Wenn es im Hauptförderstrom wächst, schießt es kräftig in die Höhe, am Rand des Filtergrabens hingegen wirkt es wie ein Bodendecker. Es ist empfehlenswert, die Pflanzen des Filtergrabens in regelmäßigen Abständen abzuernten, da die nachwachsende Vegetation die Nährstoffe besser abbaut als die alten, schon weitgehend gesättigten Gewächse. Die abgeernteten Wasserpflanzen eignen sich hervorragend als Dünger im Garten.

Unterwasserpflanzen müssen sich im Frühjahr regenerieren

Im Frühling treten im Filtergraben vielfach Algen auf. Das hat klimatische Ursachen. Die Unterwasserpflanzen haben sich in der kalten Jahreszeit weit unter das Eis zurückgezogen und müssen sich erst wieder regenerieren, damit sie ihre vorgesehene Funktion erfüllen können. Das bietet den Algen Lebensraum. Sie wachsen erheblich schneller und ernähren sich gleichfalls von Nährstoffüberschüssen. Darum ist im April ist oft ein grüner Teppich im Filtergraben zu sehen. Er verschwindet im Laufe der Zeit, denn die Unterwasserpflanzen wachsen und verdrängen bis Ende Juni nach und nach die Algen.
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