Katzenfiguren säumen den Zugang

Viele Kulturen haben schon vor Jahrtausenden ihre Heiligtümer gegen Eindringlinge geschützt. Wir haben uns dafür entschieden, die Aufgabe der Tempelwächter von Katzen erledigen zu lassen, zumal sie in Ägypten ohnehin als Gottheiten verehrt wurden. Wer als Taucher zum Tempel ‘Atlantis’ schwimmen will, der kommt automatisch an dieser Katzenallee vorbei.

Drei Meter hoch sind diese Riesentiere. Unter den Tauchplätzen wird die östliche Seite dieses Tempelbezirkes beim ersten Tauchgang gern ‘übersehen’. Auch dort steigen die Felswände senkrecht auf und gehen dann in einen schrägen Hang über.

Tempelwächter
Hier zeigen wir in Kürze ein 3 D Panorama
Drei Meter hohe Katzen bilden eine Allee zum Tempel.
Der Abstand in der Reihe sind 3m, zwischen den Reihen 5 m.
Zwischen den Skulpturen kreisen oft über 20 Störe.
Manche dieser urigen Gestalten sind fast 1,5 m lang.
Aussehen und Bewegungen dieser Riesenfische erinnern an Haie.
Störe haben jedoch ein Saugmaul und sind harmlos.
Wenn man sich ruhig verhält, sind sie überhaupt nicht scheu.
Man kann sie in aller Ruhe aus kurzer Entfernung beobachten.
Wer sie anfaßt oder scheucht, hat hier zum letzten Mal getaucht.
Hetzen ist auch nicht erforderlich, denn sie kommen freiwillig.
Man kann den Kontakt mit den großen Fischen ganz ruhig genießen...
... und hat genug Zeit, sie zu fotografieren - aber ohne Blitz!
Die Katzen-Skulpturen hat ein Bildhauer als Negativ in Sand modelliert.
Jede Figur ist daher ein sorgfältig ausgearbeitetes Unikat.
Anschließend haben wir die Hohlformen mit Spezialbeton ausgegossen.
Nach dem Aushärten wurden sie aus dem Sandbett herausgehoben ...
... und zum Grund des Sees gefahren, wo sie eingebaut wurden
Sie stehen heute auf der Tempelplatte, die wie ein Steinplattenweg wirkt.
Der Grund: Am Anfang konnte sich der Grundwasserdruck auf ca. 3000 m² verteilen. Mit Einbau der Felswände konzentrierte sich der Druck auf die letzten 200 m².
Nach Ausfall mehrerer Pumpen hat das Wasser innerhalb weniger Stunden die Betonplatte hochgedrückt und den Peilstab schräg gestellt.
Wir hatten die Situation zwar schnell unter Kontrolle, doch Risse im Beton blieben. Wir haben dort deshalb zur besseren Lastverteilung die Betonsohle verstärkt.
Bei richtiger Beleuchtung wurde die Szenerie zu einem mystisch angehauchten Ort.
Doch das steigende Wasser hat den Tempelbezirk verschwinden lassen.
Inzwischen ist die Tempelanlage nur noch für Taucher zu besichtigen.