Dieses Video zeigt, warum Sedimente die größte Gefahr für die Teichbiologie sind und wie ein Filtergraben dabei hilft, Nährstoffe dauerhaft aus dem Wasser zu entfernen.
Teichthemen stehen seit vielen Jahren bei den Natur- und Gartenmessen im Vordergrund. Der Park bietet dafür ein einmaliges Präsentationsgelände.
Viele Besucher interessieren sich besonders für die Stabilität von Teichen. Das NaturaGart-Filtergrabenkonzept spielt dabei eine wichtige Rolle.
Norbert Jorek erläutert in diesem Teil seines Referates, wie sich stabile Lebensbedingungen für die Teichbiologie schaffen lassen und woran man Stabilität erkennt.
Auf dem Teichgrund entstehen Sedimentschichten. Darin leben Wasserflöhe, Würmer und weitere kleine Organismen. Gleichzeitig wird dabei immer wieder Organik aus dem Schlamm nach oben gebracht.
Diese Organik erkennt man daran, dass viele Bakterien darauf sitzen - sie machen das Wasser grau.
Wenn ein solcher Teich gleichzeitig als Schwimmteich oder Fischteich genutzt werden soll, muss das Sediment frühzeitig aus dem System entfernt werden.
Sediment verursacht rund 90 Prozent aller Probleme im Teich.
Solange sich nur wenig Sediment am Boden befindet, ist das noch akzeptabel. Wird es jedoch mehr, wird es beim Schwimmen oder durch Bewegung im Wasser aufgewirbelt.
Dann gelangen die darin gebundenen Nährstoffe wieder ins Wasser.
Auf dem Sediment wachsen kleine Algen, in denen sich oft Luftblasen bilden. Dadurch steigen Teile des Sediments nach oben und schwimmen im Frühjahr auf der Wasseroberfläche.
Das sieht unschön aus und ist ein Zeichen dafür, dass das Sediment aus dem Teich entfernt werden muss.
Wenn Blütenstaub oder andere organische Stoffe ins Wasser fallen und abgebaut werden, werden dabei Nährstoffe frei.
Oft wird empfohlen, Schilf oder andere Pflanzen am Ufer zu setzen. Das allein reicht aber nicht aus, weil die Pflanzen zu weit vom Wasser entfernt sein können.
Darum gilt: Nicht die Pflanzen zum Wasser bringen, sondern das Wasser zu den Pflanzen.
Genau dafür wurde das Filtergrabenkonzept entwickelt. Das Wasser wird durch einen lang gestreckten, dicht bewachsenen Filtergraben geleitet.
Dort hat jeder Wassertropfen intensiven Kontakt mit den Pflanzen. Diese entziehen dem Wasser Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat.
Dadurch wird das Wasser biologisch gereinigt und der Teich bleibt stabiler.
Ein Teil der Unterwasserpflanzen wächst erst bei höheren Temperaturen richtig an. Im Frühjahr übernehmen deshalb oft Fadenalgen im Filtergraben diese Reinigungsfunktion.
Sie wachsen auf den Pflanzenresten des Vorjahres und verbrauchen die überschüssigen Nährstoffe.
Dadurch bleibt der Teich klar, auch wenn im Filtergraben zunächst die Algen die Hauptarbeit leisten.
Wie das praktisch aussieht, zeigen die Anlagen im Park. Dort fließt das Wasser durch den Filtergraben und düngt die Pflanzen im Reinigungsbereich gezielt.
Die Pflanzen im direkten Wasserstrom wachsen deutlich kräftiger als solche außerhalb dieses Nährstoffstroms.
Das zeigt, wie effektiv ein Filtergraben überschüssige Nährstoffe aus dem Teichwasser aufnehmen kann.
Weitere Videos im Internet zeigen, wie das System im Detail funktioniert. Hier konnte das Thema nur grob umrissen werden.
Ein Teich bleibt nur dann langfristig stabil, wenn sein ökologisches System im Gleichgewicht bleibt. Die größte Gefahr für diese Stabilität sind Sedimente. Sie entstehen, wenn Blütenstaub, Laub, Fischfutter und andere organische Stoffe ins Wasser fallen, auf den Grund sinken und dort vermodern.
Die Folge: Nährstoffe werden freigesetzt, das Wasser verfärbt sich milchgrau und die Wasserqualität verschlechtert sich. Wird das Sediment zusätzlich aufgewirbelt, gelangen noch mehr Nährstoffe ins Wasser und fördern Algenwachstum. Genau deshalb ist die Kontrolle und Entfernung von Sedimenten entscheidend für die Sicherheit der Teichbiologie.
Sediment ist nicht nur ein optisches Problem. In ihm sammeln sich organische Stoffe und Bakterien, die das Wasser belasten. Vor allem in Schwimm- und Fischteichen führt das schnell zu Instabilität, weil das Sediment durch Nutzung immer wieder aufgewirbelt wird.
Je mehr Nährstoffe am Boden gespeichert werden, desto größer ist die Gefahr, dass das ökologische Gleichgewicht kippt.
Nach dem NaturaGart-Konzept wird das sedimenthaltige Wasser in einen separaten Filtergraben geleitet. Dort strömt es durch ein dichtes Dickicht aus Unterwasserpflanzen, die dem Wasser überschüssige Nährstoffe entziehen.
Das gereinigte Wasser wird anschließend in den Teich zurückgepumpt. So entsteht ein biologischer Reinigungsprozess, der direkt an der Ursache ansetzt und das System nachhaltig stabilisiert.
Der Filtergraben funktioniert, weil das Wasser dort intensiv mit den Pflanzen in Kontakt kommt. Statt darauf zu hoffen, dass Uferpflanzen in einiger Entfernung Nährstoffe aufnehmen, wird das Wasser gezielt zu den Pflanzen geführt.
Gerade im Frühjahr können auch Fadenalgen im Filtergraben einen Teil der Reinigungsleistung übernehmen. Dadurch bleibt die Nährstoffbelastung aus dem Hauptteich herausgehalten und die Teichbiologie wird geschützt.
Wer Sediment frühzeitig aus dem System heraushält, schafft die Grundlage für einen klaren, stabilen und langfristig pflegeleichten Teich.
Im Sediment sammeln sich organische Stoffe und Nährstoffe. Werden diese wieder ins Wasser eingetragen, verschlechtert sich die Wasserqualität und Algenprobleme nehmen zu.
Ein Filtergraben leitet das belastete Wasser durch dicht wachsende Unterwasserpflanzen. Diese entziehen dem Wasser Nährstoffe und reinigen es biologisch.
Weil die Pflanzen oft keinen direkten Kontakt mit dem belasteten Wasser haben. Der Filtergraben ist effektiver, weil das Wasser gezielt durch den Pflanzenbereich geführt wird.
Ja. Im Frühjahr übernehmen oft Fadenalgen im Filtergraben einen Teil der Reinigungsfunktion, bis die eigentlichen Wasserpflanzen wieder voll aktiv sind.
NaturaGart TV ist die Videoredaktion von NaturaGart. Hier entstehen praxisnahe Filme rund um Gartenteiche, Schwimmteiche, Wasserpflanzen und naturnahe Gartengestaltung.
Die Videos zeigen, wie Teiche geplant, gebaut und gepflegt werden - basierend auf über 40 Jahren Erfahrung und mehr als 70.000 realisierten Teichen.
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