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So senken Sie die Kosten für Bau und Unterhaltung von Teichen

Optimieren Sie Ihren Teich, Teil 3

Dieses Video zeigt, wie sich Bau- und Betriebskosten eines Teiches durch gute Planung, hochwertige Materialien und effizient eingesetzte Technik dauerhaft senken lassen.

Einleitung: Lebenszeitkosten von Teichen

Die Teich- und Gartenmesse 2017 fand wieder im NaturaGart-Park statt. Thema war die Optimierung des Baus und die Unterhaltung von Teichen. Es geht darum, wie sich die Lebenszeitkosten (Lifetime) eines Teiches optimieren lassen.

Entstehungskosten und Folienbedarf

Die Folie wird für die Tiefe und für die Befestigung am Ufer benötigt. Aus 20 Quadratmetern Folie ergeben sich etwa vier Quadratmeter Wasserfläche, der Rest wird für den Weg in die Tiefe gebraucht. Ist man einmal unten, bringt jeder weitere Quadratmeter Folie annähernd einen Quadratmeter Wasseroberfläche. Sehr kleine Teiche sind daher unwirtschaftlich: Sie verbrauchen viel Folie, ohne entsprechend Wasserfläche zu bieten. Ein Teich braucht eine bestimmte Kubikmeterzahl, damit das System überhaupt stabil wird. Bei kleinen Teichen wird oft zu früh aufgehört; es wird viel Geld ausgegeben, am Ende steht jedoch vor allem ein Problem.

Folienmaterial und Kältefestigkeit

Maßgeblich ist die Kälteknickfestigkeit der Folie. Sie gibt an, bis zu welcher Temperatur die Folie knickbar bleibt, ohne zu brechen. Mit der Zeit wird Kunststoff spröde, sodass dieser Wert sinkt, etwa von minus 20 auf minus 15 Grad, was in Deutschland in fast jedem Winter erreicht wird. Dann bricht die Folie. Eine Folie hält so typischerweise 10 bis 15 Jahre.

Viele Folien, die derzeit angeboten werden, haben nur eine Kältefestigkeit von minus 10 Grad. Solche Folien halten teils nicht einmal den ersten Winter. Eine Folie mit deutlich höherer Kältefestigkeit, etwa NaturaGart grün mit minus 45 Grad, bringt dagegen eine Lebenserwartung von eher 50 Jahren, bis der kritische Bereich erreicht ist.

Wer wirtschaftlich bauen will, sollte bedenken, dass die Sanierung eines Teiches deutlich aufwendiger ist als die Neuanlage. Eine Ersparnis von einem Euro bei der Folie ist daher unwirtschaftlich, denn die billigere Folie muss womöglich mehrfach gekauft werden, und die Arbeit fällt entsprechend mehrfach an.

Vlies und Selbstreparatur

Ein Vlies erhöht die Lebensdauer. Normales Baustellenvlies, wie es unter Baustraßen verwendet wird, lässt Regenwasser nur durch. Das hier entwickelte Vlies besteht aus sehr vielen feinen Fasern. Tritt irgendwann ein Loch in der Folie auf, strömt Wasser hindurch, nimmt Partikel mit und setzt das Vlies zu. Ein 5-mm-Loch ist so in ein bis zwei Minuten verschlossen. Dieses System wurde beim Unterwasserpark eingebaut, wo später niemand mehr an Schadstellen herankommt: Er liegt vier Meter unter dem Grundwasserspiegel und ist mit 20.000 Tonnen Steinen und 4.000 Kubikmetern Beton belastet.

Sicherungsfolie und Sandwich-Bauweise

Eine Sicherungsfolie unter der Teichfolie wird in der Bauphase benötigt und kann in der Grube verbleiben. Bodenbakterien können Kunststoffe abbauen; Folie, die etwa in einem Komposthaufen lag, wird deutlich leichter. Liegt die Sicherungsfolie unten, darüber das Vlies und darauf die eigentliche Teichfolie, werden die Bodenorganismen von den Nährstoffen im Boden abgeschirmt, sodass sie kaum aktiv werden können. Diese Sandwich-Bauweise erhöht die Haltbarkeit deutlich.

Wenn ein klarer Teich gewünscht ist, besteht das Risiko, dass UV-Licht bis nach unten gelangt. Dagegen kann oben eine Verbundmatte und eine Mörtelschicht aufgebracht werden.

Wassertechnik: Leitungsquerschnitte und Förderhöhe

Ein Vergleich mit drei baugleichen Pumpen und unterschiedlich großen Schläuchen zeigt: Der dicke Schlauch fördert ein Vielfaches der Wassermenge des kleinen. Die Pumpen verbrauchen gleich viel Strom und kosten gleich viel, bei dünnen Leitungen wird jedoch nur ein Bruchteil der Wassermenge gefördert. Ausreichend dicke Leitungen verhindern, dass Geld verschwendet wird.

Ebenfalls Geld verschwendet wird, wenn die Förderhöhe größer ist als nötig. Druckverluste kosten Energie, denn die Wassermenge selbst ist nicht teuer, der Druck dagegen schon. Es empfiehlt sich, die Förderhöhe zu begrenzen.

Pumpen: Verkalkung und Stromverbrauch

Moderne Pumpen sind passgenauer gebaut und werden dadurch schlechter durchspült, was zu Verkalkungen führt. Früher konnte eine Pumpe zehn Jahre im Teich bleiben; heute muss sie gelegentlich entkalkt werden, sonst kann die Laufeinheit kaputtgehen.

Viele Pumpen sind elektronisch gesteuert. Ist eine alte Pumpe verkalkt, erhöht sie die Stromaufnahme, um das gewünschte Wasserbild zu halten, statt die Fontäne absacken zu lassen. Aus 50 Watt können so 250 Watt werden, und das über 365 Tage im Jahr. Die Geräte verbrauchen nicht die Leistung, die auf dem Etikett steht, sondern so viel, wie sie für das Ergebnis benötigen.

Der Stromverbrauch lässt sich mit Geräten wie dem Garden Control überwachen. Damit lassen sich Zykluszeiten einstellen und die Betriebskosten der Pumpenanlagen deutlich senken.

Ein Vergleich: Eine NaturaGart-Pumpe kostet 200 Euro, hat 48 Watt und eine Laufzeit von 25.000 Stunden; mit Stromkosten ergeben sich insgesamt etwa 559 Euro. Typische Baustellenpumpen mit 500 Watt und einer Lebenserwartung von 2.000 Stunden kosten zwar nur 50 bis 80 Euro, kommen über 25.000 Stunden aber auf fast 4.500 Euro.

Zusammenfassung

Kleine Miniteiche sind teuer und instabil. Man sollte eine bestimmte Größe überschreiten. Zum Abdichten sollte eine kältefeste Folie gewählt werden, damit der Teich über Jahrzehnte hält.

  • Vlies schützt die Folie von unten und kann durch Feinfasern kleine Löcher selbst reparieren.
  • Die Sicherungsfolie darunter schirmt die Folie gegen Bodenmikroben ab.
  • Die Sandwichbauweise schützt die Teichfolie auch von oben.
  • In der Wassertechnik auf ausreichende Leitungsquerschnitte achten, die Förderhöhe begrenzen, Pumpen regelmäßig entkalken, den Stromverbrauch überwachen und die Betriebszeiten optimieren.

Kosten für Bau und Unterhaltung von Teichen dauerhaft senken

Teil 3 des Referates auf der Teich- und Gartenmesse 2017 zeigt, wie sich Kosten beim Bau, bei der Pflege und bei der Instandhaltung von Teichen dauerhaft reduzieren lassen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Anschaffungspreis, sondern vor allem die Summe aller Kosten über die gesamte Lebensdauer des Teiches.

Ein Teich ist eine langfristige Investition. Deshalb sollte er von Anfang an so geplant werden, dass spätere Reparaturen und teure Nachrüstungen möglichst vermieden werden. Besonders hilfreich ist dazu ein Blick auf Teichbeispiele und Preise, um Größen, Systeme und Kosten besser einordnen zu können.

Hochwertige Materialien senken die Lifetime-Kosten

Wer wirtschaftlich bauen möchte, sollte vor allem bei der Teichabdichtung nicht an der falschen Stelle sparen. Entscheidend ist die Qualität der Folie - insbesondere ihre Kältefestigkeit. Hochwertige Teichfolie bleibt auch bei Frost langfristig flexibel und muss nicht schon nach wenigen Jahren saniert werden.

Zusätzlich erhöhen Teichvlies und Sicherungsfolie die Lebensdauer der Teichdichtung. Das Vlies schützt vor mechanischen Schäden und kann im Ernstfall sogar kleine Leckagen abdichten. Eine weitere Schutzschicht gegen UV-Licht und Belastungen entsteht durch die Kombination aus Verbundmatte und Teichmörtel.

Mehr dazu: So panzern Sie Ihren Teich

Teichpumpen und Leitungen richtig auslegen

Auch die Wassertechnik beeinflusst die Betriebskosten stark. Nicht allein die Wassermenge entscheidet über den Stromverbrauch, sondern vor allem der erforderliche Pumpendruck. Je höher das Wasser gefördert werden muss, desto größer wird der Energieaufwand.

Wichtig ist deshalb, ausreichend große Leitungsquerschnitte zu verwenden und unnötige Förderhöhen zu vermeiden. So kann die gleiche Pumpe deutlich effizienter arbeiten und es wird weniger Strom verbraucht.

Regelmäßige Pflege spart Stromkosten

Eine Teichpumpe sollte regelmäßig entkalkt werden. Moderne Pumpen kompensieren Verkalkungen oft unbemerkt durch eine höhere Stromaufnahme. Der Teichbesitzer merkt das meist erst an der Stromrechnung.

Hier hilft ein gutes Strommanagement. Steuerungen wie die Garden Control machen den Energieverbrauch sichtbar und ermöglichen es, Betriebszeiten und Zyklen gezielt zu optimieren. Das senkt die laufenden Kosten erheblich.

Früh planen statt später teuer sanieren

Sanierungen sind oft aufwendiger und teurer als ein Neubau. Deshalb lohnt es sich, schon in der Planungsphase alle wichtigen Faktoren zu berücksichtigen - von der Materialqualität bis zur passenden Pumpen- und Leitungsauslegung.

Wer den Teich richtig plant, spart nicht nur beim Bau, sondern auch über viele Jahre im laufenden Betrieb.

FAQ zu Teichkosten und Betriebskosten

Wie lassen sich Teichkosten langfristig senken?

Vor allem durch gute Planung, hochwertige Materialien und eine effizient ausgelegte Technik. Entscheidend sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern die Kosten über die gesamte Lebensdauer des Teiches.


Warum sollte man bei der Teichfolie nicht sparen?

Weil eine minderwertige Folie schneller altert und früher saniert werden muss. Eine hochwertige, kältefeste Folie hält deutlich länger und ist über viele Jahre wirtschaftlicher.


Welche Rolle spielt die Teichpumpe bei den Betriebskosten?

Eine falsch ausgelegte oder verkalkte Teichpumpe kann sehr viel Strom verbrauchen. Mit passenden Leitungsquerschnitten, geringer Förderhöhe und regelmäßiger Entkalkung lassen sich die Kosten deutlich senken.


Warum sind sehr kleine Teiche oft unwirtschaftlich?

Weil sie viel Material und Folie benötigen, aber nur wenig Wasserfläche bieten. Gleichzeitig sind sie oft instabiler und bringen mehr Probleme als Nutzen.


Videos von NaturaGart TV


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