Für den Park war das bisher ein sehr erfolgreiches Jahr. Für viele Teichkunden gibt es nach einigen Frustjahren neue Perspektiven.
Für den Park war das bisher ein sehr erfolgreiches Jahr. Für viele Teichkunden gibt es nach einigen Frustjahren neue Perspektiven.Grund genug für ein neues Nachrichten-Video:1,5 Mio Tulpen und Narzissen: Die Blütenshow bot deutlich mehr als eine normale Bundesgartenschau.Nachfolge-Blüten im Startloch: 15.000 Dahlien wurden vorkultiviert und werden derzeit gepflanzt.Wasser und Klimawandel: Teiche helfen bei Trockenheit und Super-RegenAlgen im Teich: 2 von 3 Teichen haben ein Nachfüll-Problem
Von Mitte März bis Mitte Mai sieht die Landschaft jeden Tag anders aus. Immer neue Farbflächen entstehen. Hunderte verschiedener Tulpen- und Narzissensorten zeigen die ganze Vielfalt der Natur. Hinzu kommt noch eine Vielzahl anderer Frühlingsblüher.Im Abstand weniger Tage aktualisieren wir das Video der Woche, täglich konnte man die Entwicklung auch auf den WebCams verfolgen.Inzwischen sind die meisten Tulpen und Narzissen verblüht, nur auf dem neuen Aussichtspunkt der Berglandschaft leuchtet die Farbenpracht der Anemonen. Etwas später als die Tulpen blühen jetzt auch verschiedene Prärielilien und Lauch-Arten. Sie stehen auf Beeten mit einer immer wiederkehrenden Dauerbepflanzung.Die Tulpenflächen hingegen werden derzeit ausgesiebt. Diese Hochzucht-Tulpen brauchen meist mehrere Jahre, bis die Brutzwiebeln wieder blühen - so lange kann der Park nicht warten. Die entstehende Blühpause wird von Blauregen und Blütensträuchern geschlossen.
Die Folgepflanzung haben wir Anfang März gestartet. Die Dahlien sind inzwischen zum Teil kniehoch - die ersten blühen bereits.Wenn die Tulpen gerodet sind, geht es sofort mit der Pflanzung der Dahlien weiter.
Hinter uns liegt ein sehr trockenes Frühjahr - im letzten Jahr gab es in der Zeit Dauerregen und Überflutungen. Welche Auswirkungen hat das auf die Teiche?Sehen wir uns heute die Starkregen-Ereignisse an:
In den meisten Siedlungsgebieten muss man für versiegelte Flächen Abgaben bezahlen, wenn die öffentliche Kanalisation genutzt wird. Wenn man nachweisen kann, dass das Wasser auf dem eigenen Grundstück bleibt oder nur langsam abgegeben wird, wird man davon befreit.Viele speichern das Wasser unterirdisch in Zisternen. Das ist bautechnisch relativ teuer, zumal man für Starkregen ein zusätzliches Speichervolumen einbauen muss. Das fängt einen Überschuss auf und läuft im Laufe der nächsten Tage langsam wieder leer. So ist immer Platz für den nächsten Regen.
An der Stelle kommen Teiche ins Spiel: Die haben nämlich auch eine Anstaureserve und können in gleicher Weise eine Hochwasserspitze vermeiden. Jeder Zentimeter zusätzliche Anstauhöhe speichert 10 Liter pro m². Ein Teich mit 50 m² Wasseroberfläche kann durchschnittlich 4 cm Anstauhöhe speichern - das sind immerhin 2 m³. Für ein 100 m²-Dach sind das 20 Liter Regen pro m². Würden das alle so bauen, wäre das Hochwasser-Problem gelöst.
In einem Blogbeitrag https://www.naturagart.de/Infos/NaturaGart-Blog/Gartenteiche-als-dezentrale-Rueckhaltebecken/ habe ich gezeigt, wie man mit einem etwas anderen Uferprofil den Teich zu einem temporären Wasserspeicher umbauen kann. Das verursacht Mehrkosten von ein paar Quadratmetern Teichfolie - kann aber pro Jahr Hunderte von Euro einsparen. Dadurch kann man sogar letztlich die gesamte Teichanlage refinanzieren.
Früher wurde die Antwort entscheidend durch den "sauren Regen" bestimmt. Da ist bei Regen durch Luftverschmutzung Schwefel- und Salpetersäure entstanden, z.T. mit einem pH-Wert von 3.Aus der Zeit stammen die Empfehlungen, jährlich einen Teil des Teichwassers zu wechseln und auf Regenwasser zu verzichten. Da die Luft inzwischen sauberer ist, haben wir diese Warnung schon vor etlichen Jahren wieder aufgehoben.
Die verbleibenden Risiken sind Nährstoff-Importe durch viel Blütenstaub und Vogelkot sowie durch laubgefüllte Dachrinnen. Die Auswirkungen kann man aber gering halten, wenn man das Wasser langsam in einen Filtergraben einleitet. Es durchläuft dann den gleichen Reinigungsprozess, wie z.B. der Blütenstaub, der direkt auf die Wasseroberfläche fällt.
Sowohl die öffentlichen Wasserversorger als auch private Bohrlöcher liefern oft viel mehr Nährstoffe an. Und das passiert dann in vielen Teichen.Es gibt das normale niedrige Nährstoffniveau des Teiches. Algen sind dann kein Problem. Wenn viel Wasser verdunstet oder das Ufer nicht gut gebaut ist sinkt der Wasserspiegel ab.Wenn man das dann wieder auffüllt, vermehren sich in vielen Teichen wenig später sprunghaft die AlgenWenn man stattdessen nur wenig auffüllt, überschreitet man nicht die Nährstoffmenge, bei der Algenwachstum einsetzt.
Wieviel man maximal nachfüllen sollte, kann man ausrechnen, wenn man das Nährstoffniveau des Teiches und des Nachfüllwassers kennt und wenn die Wassermenge im Teich bekannt ist. Ich habe eine Software geschrieben, die genau ausrechnet, wie viel Sie nachfüllen können ohne einen Schwellenwert für Algenwachstum zu überschreiten.Wenn Sie also mit der Wasserqualität Ihres Teiches unzufrieden sind, empfehle ich Ihnen eine Analyse sowohl für das Teichwasser als auch für das Nachfüllwasser. In zwei von drei Teichen finden wir genau dort ein Problem.Hier steht mehr dazu: https://www.naturagart.de/Teiche/Mein-Teich/Rat-bei-Teich-Problemen/
Das NaturaGart-Aquarium zeigt, welche Sichtweiten erreichbar sind, wenn man das konsequent macht. 10 m Sichtweite waren am letzten Wochenende zumindest gut genug für ein abendliche Candle-Light-Dinner. Das nächste folgt Anfang Juli, zwischendurch gibt es noch ein Abendbuffet am See. Eine Übersicht finden Sie hier: https://www.naturagart.de/NaturaGart-Park/Veranstaltungen/Auch im Unterwasserpark schaffen wir in 35.000 m³ Wasser Sichtweiten von über 5 m. Das geht auch in Ihrem Teich.
Wir wissen, dass sich viele Teichbesitzer mehr Sichtweite in ihrem Teich wünschen. Wo es Probleme gibt, gibt es oft ganz einfache Lösungen. Ist immer gut, wenn man jemanden kennt, der mit solchen Themen 50 Jahre Vorsprung hat.
Insofern: Es gibt Regeln dafür, wie mehr Natur und Lebensqualität in Ihren Garten kommt.Wir kennen ganz viele davon - und helfen Ihnen gern weiter.