Viele Teichbesitzer merken zu spät, dass sich ungeeignete Teichfolien nicht oder nur sehr eingeschränkt reparieren lassen. Was am Anfang keine Rolle zu spielen scheint, wird im Schadensfall schnell zum Problem.
Manche Folien sind bei einer Beschädigung ein Totalschaden, andere lassen sich auch nach vielen Jahren noch zuverlässig kleben. Auf dieser Seite erklären wir, welche Reparaturen sinnvoll sind, welche Materialien Probleme machen - und wie Sie richtig vorgehen.
Hochwertige PVC-Teichfolien lassen sich in der Regel sehr gut reparieren. Die Oberfläche wird durch geeignete Kleber angelöst und wieder flüssig. Alte und neue Folie können dadurch dauerhaft miteinander verschmelzen.
PE-Teichfolien sind deutlich schwieriger zu reparieren. Zwar lassen sich fabrikneue Folien kurzfristig verschweißen, diese Eigenschaft geht jedoch mit den Jahren verloren. Viele angebotene Klebelösungen sind in der Praxis nicht dauerhaft haltbar.
EPDM-Folien sind in der Praxis nur eingeschränkt reparierbar. Es existieren zahlreiche Varianten mit jeweils eigenen Klebekonzepten, die oft nicht verfügbar oder nur begrenzt lagerfähig sind.
Schneiden Sie ein kleines Stück ab: PVC schwimmt nicht. Ein seitlicher Einschnitt lässt sich kaum weiter aufreißen. Die Oberfläche wird durch Kleber wieder weich und gut verbindbar.
PE schwimmt auf Wasser. Reparaturen sind meist nicht dauerhaft möglich. Selbst stark haftende Kleber lassen sich oft wieder abziehen.
EPDM lässt sich seitlich sehr leicht weiter aufreißen. Für eine sichere Reparatur ist meist ein hoher Aufwand nötig, und die Klebestelle darf oft lange nicht bewegt werden.
Alte Folien sind häufig ungleichmäßig gedehnt. Diese Dehnungen gehen nicht mehr vollständig zurück. Wird eine neue Folie angesetzt, entstehen in der Nahtzone Falten, die später zu Undichtigkeiten führen können.
Solche Falten lassen sich theoretisch mit großen Flicken absichern, sind in der Praxis aber schwer zuverlässig zu beheben.
Alte Folien sind oft steifer und durch UV-Strahlung vorgeschädigt. Ein einfacher Test: Legen Sie ein Folienstück in die Tiefkühltruhe und prüfen Sie, ob beim Knicken Risse entstehen.
Treten Risse bereits bei Raumtemperatur auf, ist ein Austausch meist sinnvoller als eine Reparatur.
Oft gibt es heute deutlich bessere Lösungen als zum Zeitpunkt des ursprünglichen Teichbaus. Bevor in wenigen Jahren erneut repariert werden muss, kann ein dauerhafter Neubau sinnvoller sein.
Viele Teichbesitzer nutzen diese Gelegenheit, um den Teich an neue Lebenssituationen anzupassen. Hier gibt es ein paar Ideen für den Neustart.
Das Klebe-Gel löst die Folienoberfläche an. Beide Seiten werden zähflüssig und verschmelzen beim Andrücken miteinander. Wichtig ist ein vorheriges Anschleifen und Reinigen der Klebestelle.
Testen Sie die Klebung an kleinen Mustern. Je nach Temperatur ist die Verbindung nach wenigen Minuten belastbar.
Mit Heißluft lässt sich die Oberfläche lokal aufschmelzen. Die Temperatur muss hoch, die Einwirkzeit aber sehr kurz sein. Diese Methode funktioniert nicht bei allen Folien dauerhaft.
Nein. Hochwertige PVC-Teichfolien lassen sich meist gut reparieren. PE- und EPDM-Folien sind dagegen oft nur eingeschränkt oder gar nicht dauerhaft klebbar.
Wenn die Folie stark versprödet ist, bereits bei leichtem Knicken reißt oder großflächig UV-geschädigt ist, ist ein Austausch meist sinnvoller.
Das ist problematisch, da alte Folien oft ungleichmäßig gedehnt sind. In der Nahtzone entstehen Falten, die sich nur schwer dauerhaft abdichten lassen.