Teichpflanzen übernehmen die Nährstoffkontrolle - effizienter als jede Technik. Ein Filtergraben ist die wirksamste Methode, um Teiche dauerhaft stabil und algenarm zu halten. Viele Teichbesitzer versuchen, die Selbstreinigung über flache Pflanzzonen zu erreichen - doch dort findet kaum Austausch mit dem nährstoffreichen Teichwasser statt.
Erst ein gezielt gesteuerter Wassertransport zu spezialisierten Unterwasserpflanzen ermöglicht eine effektive biologische Reinigung. Der NaturaGart-Filtergraben wurde seit den 1980er-Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und bietet heute den effizientesten, sichersten und wirtschaftlichsten Weg, einen Gartenteich biologisch zu stabilisieren.
Ein Filtergraben ist ein separates, bepflanztes Nebengewässer, in dem das nährstoffhaltige Tiefenwasser aus dem Teich langsam durch ein Dickicht aus Unterwasserpflanzen strömt. Diese Pflanzen entziehen dem Wasser Nitrat, Ammonium und andere Nährstoffe - genau die Stoffe, die sonst Algen verursachen.
In modernen Teichen - besonders Schwimmteichen, Fischteichen und großen Naturteichen - fehlen untergetauchte Pflanzen oft, weil sie gefressen werden oder wegen der Nutzung nicht wachsen können. Der Filtergraben übernimmt diese Funktion außerhalb des Hauptteiches.
Flachwasserzonen sind keine funktionierende biologische Kläranlage, weil:
Ein Filtergraben sorgt dagegen für kontrollierten Wasseraustausch und bringt das nährstoffreiche Teichwasser zuverlässig an die Unterwasserpflanzen.
Ein Filtergraben ist besonders wirksam bei:
Ein Filtergraben ist ein separater, bepflanzter Wasserbereich, der über Leitungen unterhalb des Wasserspiegels mit dem Teich verbunden ist. Er funktioniert nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren.
Wichtig: Da das Wasser ohne Zerkleinerung durch eine Pumpe in den Filtergraben gelangt, können sich die Sedimente am Boden des Grabens sammeln - genau dort, wo sie später leicht entfernt werden können.
Die optimale Größe hängt ab von:
Grundregeln aus NaturaGart-Erfahrung:
Ein Filtergraben kann technisch zu kurz, aber nicht "zu lang" sein - zu lange Filtergräben brauchen nur etwas feinere Steuerung des Zuflusses.
Erfahrungswerte aus über 70.000 Projekten:
Schon 3 m Länge reduzieren die Sedimentfracht um ca. 70 %.
Dann gelangen mehr Schwebstoffe zurück in den Teich. Die Lösung:
Typische Anzeichen für optimale Funktion:
Die Vegetation selbst zeigt den "Fingerabdruck" des Wasserstroms.
NaturaGart-Empfehlung:
Jährlich / im Herbst
Alle 5-15 Jahre (je nach Belastung)
Nein - im Gegenteil.
Frühjahrs-Algen sind ein wichtiger Partner:
Nur bei extrem dichten Algenteppichen muss man eingreifen, um Lichtmangel zu vermeiden.
In vielen Fällen ja - aber abhängig von den Anforderungen (z.B. der gewünschten Sichttiefe).
Nur bei:
Der Trommelfilter kann dann am Anfang des Filtergrabens stehen und reduziert dann die Sedimentlast im Filtergraben um >90 %. Für normale Teiche ist das allerdings nicht erforderlich - da reicht der Filtergraben aus.
Empfehlung nach NaturaGart-Standard:
Sand (für alle Pflanzterrassen)
Kies (nur an Vorfiltern/Pumpenschacht)
Über das Prinzip der kommunizierenden Röhren:
Die NaturaGart-Zielsaugtechnik steuert exakt, welcher Teichbereich wie stark abgesaugt wird.
Es lagert sich kontrolliert auf den ersten Metern ab.
Das ist gewollt und wichtig, denn:
Das hängt stark von Teichbelastung und Sedimentfracht ab.
Typisch sind sehr lange Reinigungsintervalle - häufig nur alle 5-15 Jahre, bei gutem Vorfilter auch deutlich länger.
Wichtig sind:
In fast allen Teichen ja.
NaturaGart hat seit den 1980ern zahlreiche Nachrüstlösungen entwickelt - besonders für:
Der Filtergraben ist deshalb zentrales Element im NaturaGart-System.
Das geht, ist aber die deutlich schlechtere Lösung, weil das sedimenthaltige Wasser erst durch die Pumpe zerrieben wird.
Die von NaturaGart entwickelte Technik stellt die Pumpe ans Ende des Wassertransportweges. Die Pumpe ist dort durch Kiesschichten vom Freiwasser getrennt, Molche, Libellenlarven etc. können deshalb nicht angesaugt werden. Der Filtergraben ist das einzige Verfahren, das bis zur Größenklasse der Wasserflöhe alle Tiere schützt.
Für die eigentliche Wasserbehandlung sind in erster Linie die Unterwasserpflanzen zuständig.
Die aus dem Wasser ragenden Sumpfpflanzen nehmen ihre Nährstoffe aus dem abgesetzten Sediment.
Dadurch wird Schlamm indirekt in die Pflanzen eingebaut, die Schlammdicke wird geringer.
Die Blätter können im Spätherbst abgemäht werden. Damit reduziert man die Nährstoffmenge im Teich und behält klares Wasser.
Mankann sie im Herbst abmähen und auf diese Weise die Nährstoffe aus dem Teich entnehmen.
Mehr sehen Sie in diesem ? Video über die Unterwasserpflanzen-Ernte im NaturaGart-Unterwasserpark