In Schwimmteichen und vielen Fischteichen übernimmt der Filtergraben den größten Teil der Wasserreinigung. Er sorgt für stabile Wasserwerte, klares Wasser und langfristige Funktion - unabhängig davon, ob gebadet wird oder Fische im Teich leben.
Der Filtergraben ist keine eigenständige Teichart, sondern ein zentrales Funktionsprinzip. Seine Auslegung, Größe und Anbindung bestimmen maßgeblich die Qualität und Stabilität des gesamten Teichsystems.
Ein Filtergraben ist ein separates, bepflanztes Nebengewässer, in dem das nährstoffhaltige Tiefenwasser aus dem Teich langsam durch ein Dickicht aus Unterwasserpflanzen strömt. Diese Pflanzen entziehen dem Wasser Nitrat, Ammonium und andere Nährstoffe - genau die Stoffe, die sonst Algen verursachen.
In modernen Teichen - besonders Schwimmteichen, Fischteichen und großen Naturteichen - fehlen untergetauchte Pflanzen oft, weil sie gefressen werden oder wegen der Nutzung nicht wachsen können. Der Filtergraben übernimmt diese Funktion außerhalb des Hauptteiches.
Flachwasserzonen sind keine funktionierende biologische Kläranlage, weil:
Ein Filtergraben sorgt dagegen für kontrollierten Wasseraustausch und bringt das nährstoffreiche Teichwasser zuverlässig an die Unterwasserpflanzen.
Ein Filtergraben ist besonders wirksam bei:
Ein Filtergraben ist ein separater, bepflanzter Wasserbereich, der über Leitungen unterhalb des Wasserspiegels mit dem Teich verbunden ist. Er funktioniert nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren.
Wichtig: Da das Wasser ohne Zerkleinerung durch eine Pumpe in den Filtergraben gelangt, können sich die Sedimente am Boden des Grabens sammeln - genau dort, wo sie später leicht entfernt werden können.
Die optimale Größe hängt ab von:
Grundregeln aus NaturaGart-Erfahrung:
Ein Filtergraben kann technisch zu kurz, aber nicht "zu lang" sein - zu lange Filtergräben brauchen nur etwas feinere Steuerung des Zuflusses.
Erfahrungswerte aus über 70.000 Projekten:
Schon 3 m Länge reduzieren die Sedimentfracht um ca. 70 %.
Mit unterschiedlichen Profilierungen / Terassen auf -55 cm und -20 cm.
Dann gelangen mehr Schwebstoffe zurück in den Teich. Die Lösung:
Typische Anzeichen für optimale Funktion:
Die Vegetation selbst zeigt den "Fingerabdruck" des Wasserstroms.
NaturaGart-Empfehlung:
Jährlich / im Herbst
Alle 5-15 Jahre (je nach Belastung)
Nein - im Gegenteil.
Frühjahrs-Algen sind ein wichtiger Partner:
Nur bei extrem dichten Algenteppichen muss man eingreifen, um Lichtmangel zu vermeiden.
In vielen Fällen ja - aber abhängig von den Anforderungen (z.B. der gewünschten Sichttiefe).
Nur bei:
Der Trommelfilter kann dann am Anfang des Filtergrabens stehen und reduziert dann die Sedimentlast im Filtergraben um >90 %. Für normale Teiche ist das allerdings nicht erforderlich - da reicht der Filtergraben aus.
Empfehlung nach NaturaGart-Standard:
Sand (für alle Pflanzterrassen)
Kies (nur an Vorfiltern/Pumpenschacht)
Über das Prinzip der kommunizierenden Röhren:
Die NaturaGart-Zielsaugtechnik steuert exakt, welcher Teichbereich wie stark abgesaugt wird.
Es lagert sich kontrolliert auf den ersten Metern ab.
Das ist gewollt und wichtig, denn:
Das hängt stark von Teichbelastung und Sedimentfracht ab.
Typisch sind sehr lange Reinigungsintervalle - häufig nur alle 5-15 Jahre, bei gutem Vorfilter auch deutlich länger.
Wichtig sind:
In fast allen Teichen ja.
NaturaGart hat seit den 1980ern zahlreiche Nachrüstlösungen entwickelt - besonders für:
Der Filtergraben ist deshalb zentrales Element im NaturaGart-System.
Das geht, ist aber die deutlich schlechtere Lösung, weil das sedimenthaltige Wasser erst durch die Pumpe zerrieben wird.
Die von NaturaGart entwickelte Technik stellt die Pumpe ans Ende des Wassertransportweges. Die Pumpe ist dort durch Kiesschichten vom Freiwasser getrennt, Molche, Libellenlarven etc. können deshalb nicht angesaugt werden. Der Filtergraben ist das einzige Verfahren, das bis zur Größenklasse der Wasserflöhe alle Tiere schützt.
Für die eigentliche Wasserbehandlung sind in erster Linie die Unterwasserpflanzen zuständig.
Die aus dem Wasser ragenden Sumpfpflanzen nehmen ihre Nährstoffe aus dem abgesetzten Sediment.
Dadurch wird Schlamm indirekt in die Pflanzen eingebaut, die Schlammdicke wird geringer.
Die Blätter können im Spätherbst abgemäht werden. Damit reduziert man die Nährstoffmenge im Teich und behält klares Wasser.
Man kann sie im Herbst abmähen und auf diese Weise die Nährstoffe aus dem Teich entnehmen.
Mehr sehen Sie in diesem ? Video über die Unterwasserpflanzen-Ernte im NaturaGart-Unterwasserpark
Eine 12-Volt Pumpe im Filtergraben eines Schwimmteiches muss nicht durchgehend laufen. Es reicht wenn die Pumpe tagsüber läuft - also ca. 12 Stunden am Tag. Wenn eine mechanischer Filteranlage und eine UV- Anlage betrieben wird, muss die Teichpumpe jedpoch durchgehend betrieben werden.