Die Hauptwindrichtung treibt Schwimmstoffe überwiegend auf eine Seite des Teiches. Dort sacken Laub, Blütenblätter etc. ab - und werden zu Sediment. Schon deshalb ist der Schlamm nicht gleichmäßig im Teich verteilt.
Man muss also meist mit unterschiedlicher Intensität absaugen. Bei manchen Verfahren müssen Sie dafür in den Teich steigen. Beim Naturagart-System wird das Wasser zu einem Schacht geführt, in dem man die Aufteilung regelt.
Durch die Hauptwindrichtung werden Schwimmstoffe wie Laub oder Blütenblätter überwiegend an eine Teichseite gedrückt. Dort sinken sie ab und werden zu Sediment. Deshalb lagert sich der Schlamm nicht gleichmäßig ab, und verschiedene Bereiche benötigen unterschiedliche Absaugleistung.
Alle Absaugleitungen führen in einen Sammelschacht (Saugsammler / Pumpsammler). In diesem Schacht befinden sich mehrere Schieber, mit denen sich die Wassermengen der einzelnen Leitungen einstellen lassen. So kann man die Absaugung bequem vom Ufer aus anpassen - ohne in den Teich steigen zu müssen.
Jede Sedimentfalle ist mit einer eigenen Leitung an den Sammelschacht angeschlossen. Beispiel: Fördert die Pumpe 100 l/min, kann man z. B. 50 l/min an einer Falle, 30 l/min an einer zweiten und 20 l/min an einer dritten einstellen. Die Aufteilung lässt sich jederzeit über die Schieber ändern.
Der Sammelschacht ist ein Kunststoffkasten, in dem alle relevanten Saug- und Skimmer-Leitungen zusammenlaufen. In seiner Grundversion hat er drei Eingänge:
Darin sitzen Schieber, mit denen die Wassermengen gezielt geregelt werden.
Ja. An den Schmalseiten des Kastens können bis zu zwei weitere Eingänge ergänzt werden. Oft ist es jedoch sinnvoller, einen zusätzlichen Schacht einzubauen, um die Saugstrecken kurz und hydraulisch günstig zu halten.
Sedimentfallen mit Rückspülung reduzieren den Wartungsaufwand. Der Saugsammler ermöglicht die gezielte Regelung der Ansaugstellen. Über den Filtergraben werden Wasserqualität und Natur-Vielfalt im Teich optimal unterstützt.
Ein gepanzerter, ebener Boden ohne Folienfalten lässt sich leicht sauber halten und wirkt dennoch sehr natürlich. In solchen Teichen können:
optimal eingesetzt werden. Der Filtergraben übernimmt gleichzeitig die biologische Stabilisierung des Systems.
Saugsammler der ZST-Reihe (Ziel-Saug-Technik) bündeln mehrere regelbare Ansaugpunkte.
Ja. In diesem Fall kommt der Saugsammler als Pumpsammler zum Einsatz. Die Pumpe steht dann direkt im Schacht (nicht im Filtergraben) und transportiert das Wasser zur mechanischen Filteranlage. Skimmer und Bodenabsaugungen mit Vorfiltern werden in den Schacht geführt, und die Regelung erfolgt wie beim System mit Filtergraben.
Eine offen im Teich liegende Pumpe wird schnell von Sediment und Algen bedeckt. Das ist störanfällig und schlecht zu warten. Im Sammelschacht ist die Pumpe geschützt, besser zugänglich und kann weiterhin mit mehreren regelbaren Ansaugpunkten betrieben werden.
Die schlechteste Lösung ist eine Pumpe im Teich ohne feinen Vorfilter. Dabei werden Wassertiere geschädigt oder zerhackt und Nährstoffe nur im Teich verteilt, statt sie gezielt auszutragen. In manchen Fällen ist sogar gar keine zusätzliche Wasserbewegung besser als diese Variante.
Akzeptabel ist eine Pumpe im Teich mit feinem Vorfilter. Diese Lösung ist naturverträglicher, braucht aber regelmäßige Reinigung. Ein länger ausgeführter Vorfilter vergrößert das Volumen und verlängert die Intervalle zwischen zwei Reinigungen.
Dann ist ein Mini-Filtergraben die bessere Variante als gar kein Filtergraben. Er verbessert die Wasserqualität und kann z. B. einen kleinen Bach oder Naturteich unterstützen, auch wenn ein völlig sedimentfreier Boden dort nicht das Ziel ist.
Ein Sammelschacht kann um zwei weitere Einläufe erweitert werden. Die Öffnungen sind bereits vorgebohrt und mit Blindstopfen verschlossen. Bei Bedarf werden Blindstopfen entfernt und zusätzliche Einlauf-Stutzen montiert.
Zum Aus- und Umbau gehören zum Beispiel:
Im Vordergrund stehen:
Die Teichschlamm-Absaugung soll dauerhaft zuverlässig arbeiten und sich gleichzeitig an die reale Schlammbildung im Teich anpassen lassen.