Wenn der Filter nicht am Ende der Leitung steht

Wenn der Filter z.B. unterwegs in einen Schacht eingebaut werden soll. Die Gehäuse stehen dann unter Druck - das macht sie teuer beim Kauf und durch den Stromverbrauch.

Teich-Druckfilter

FAQ zu Teich-Druckfiltern - Einsatzbereiche, Dimensionierung & Grenzen der Technik

Wann ist ein Teich-Druckfilter überhaupt sinnvoll?

Ein Druckfilter wird dann interessant, wenn der Filter nicht am Ende der Leitung stehen kann, sondern:

  • in einem Schacht unterwegs in der Leitung sitzt
  • unterhalb der Wasseroberfläche aufgestellt werden soll
  • das gereinigte Wasser anschließend noch höher liegende Bachläufe oder Wasserfälle speisen soll

Weil das Gehäuse unter Druck steht, kann der Filter das Wasser auch bergauf weiterleiten. Genau dafür ist diese Bauweise gedacht - nicht als Standardlösung für jeden Gartenteich.


Wie funktioniert ein Teich-Druckfilter technisch?

Ein Druckfilter:

  • hat ein druckfestes, geschlossenes Gehäuse mit wasserdicht verschraubtem Deckel
  • kombiniert mechanische und biologische Filterung mit einer integrierten UVC-Lampe
  • kann fast komplett im Boden eingegraben werden
  • steht beim Betrieb unter Druck, weil die Pumpe das Wasser in das geschlossene Gehäuse hineinpresst

Über Ein- und Ausgänge (meist 1½" und 2") wird das Wasser in den Filter hinein und anschließend zum höher liegenden Auslauf geführt.


Welche Nachteile hat ein Druckfilter im Vergleich zu modularen NaturaGart-Filtern?

Die Druckfiltertechnik hat einige systembedingte Nachteile:

  • höherer Kaufpreis, da das Gehäuse druckfest und technisch aufwendiger ist
  • höherer Stromverbrauch, weil die Pumpe gegen Druck und Förderhöhe arbeiten muss
  • begrenzt erweiterbar - man kann nicht so flexibel ausbauen wie beim Modulfiltersystem
  • komplexere Technik (UVC, Ventile, Easy-Clean-Mechanik), die mehr Wartung und Aufmerksamkeit erfordert

Darum empfiehlt sich ein Druckfilter eher als Speziallösung, wenn die Einbausituation es erfordert - nicht als Standardfilter für jeden Teich.


Für welche Teichgrößen sind die angebotenen Druckfilter geeignet?

Die FiltoClear-Modelle decken einen Bereich von kleinen bis mittelgroßen Gartenteichen ab:

  • für Teiche von ca. 5 m³ bis hin zu etwa 31 m³
  • je nach Modell unterschiedlich belastbar bei Fischbesatz und speziell bei Koi
  • die maximal empfohlene Teichgröße reduziert sich deutlich, sobald viele Fische oder Koi gehalten werden

Wichtig ist daher immer der Blick auf Teichvolumen und Fischbesatz - nicht nur die "maximale Teichgröße" ohne Fische.


Warum sollten Druckfilter nur mit Vorfilter an der Pumpe betrieben werden?

Aus Naturschutz- und Betriebsgründen wird dringend empfohlen, einen Vorfilter an der Pumpe zu verwenden:

  • Grobe Partikel und Kleintiere werden bereits vor dem Druckfilter abgefangen
  • die UVC-Einheit arbeitet gezielter auf Schwebalgen und Keime, nicht auf grobe Schmutzfrachten
  • die Standzeit der Filterschäume im Druckfilter wird verlängert
  • weniger Organik landet im geschlossenen Gehäuse und belastet das System

Das schützt die Teichbiologie und reduziert Wartungsaufwand und Energieverbrauch.


Wo ist der beste Einbauort für einen Druckfilter?

Druckfilter sind ideal, wenn sie:

  • in einem Technikschacht oder im Boden nahezu unsichtbar verschwinden sollen
  • unterhalb des Wasserspiegels stehen, aber über die Leitung höher gelegene Ausläufe versorgen
  • so platziert werden, dass der Deckel gut zugänglich bleibt (für Reinigung, UVC-Kontrolle, Schaumtausch)

Der Einbauort sollte immer so gewählt werden, dass Wartung ohne Grabarbeiten möglich ist.


Was ist bei Wartung und Reinigung eines Teich-Druckfilters zu beachten?

Die FiltoClear-Druckfilter besitzen:

  • eine Easy-Clean-Technologie, die eine Reinigung der Filtermedien ohne vollständiges Öffnen ermöglicht
  • ein 2-Wege-Drehventil für Umschaltung zwischen Filterbetrieb und Reinigungsmodus
  • einen separaten Schmutzwasserauslauf, über den das mit Schmutz belastete Wasser abgeleitet wird
  • eine Kontrolllampe zur Überwachung der UVC-Funktion, häufig mit Temperaturwächter

Trotz Easy-Clean gilt:

  • UVC-Lampen müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden
  • Schäume und Filtermaterial sollten gelegentlich visuell geprüft werden
  • Dichtungen und Verschraubungen sind auf Dichtigkeit und Funktion zu kontrollieren

So bleibt die Druckfilteranlage zuverlässig - gerade weil sie technischer und druckbelasteter ist als ein offener Durchlauffilter.


Teich-Druckfilter von NaturaGart finden Sie in Teichtechnik-Produkte unter Komplettfilter