Das Thema wird oft unnötig kompliziert dargestellt. Richtig ist: Kleinere Dächer lassen sich meist ohne Vorkenntnisse begrünen. Die Folien dafür sind fertig verschweißt, Verbindungen werden einfach verschraubt.
Hier zeigen wir Ihnen, worauf es ankommt: Wir beschreiben wichtige Rahmenbedingungen und Lösungswege. Unter jedem Thema gibt es dann auch jeweils einen FAQ-Bereich mit Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.
Schon ein Jahr nach der Bepflanzung haben die Dachstauden größere Polster gebildet.
Hohe Temperaturen sorgen dafür, dass Öle und Weichmacher aus Bitumenbahnen und Folien verdunsten – das Material wird spröde.
Intensive Sonneneinstrahlung hat einen hohen Anteil an aggressiver UV-Strahlung. Dadurch werden Wirkstoffe zerstört – die Abdichtung wird spröde.
Kälte bildet Eispfützen, direkt daneben kann eine dunkle Folie 30°C wärmer sein - das Ergebnis sind Spannungsrisse in der Abdichtung. Eine kahle Abdichtung altert daher immer viel schneller - deshalb hat man das früher auch mit mit Kies abgedeckt. Doch oft platzen Splitter ab, die man beim Betreten in die Folie treten kann.
Das sind 2 - 4 cm Neigung pro Meter. Das baut man auch auf Parkplätzen ein, damit das Wasser abfließen kann. Je größer die Fläche, desto geneigter. Bei völlig flachen Dächern läuft das Wasser bei Dauerregen sehr langsam ab - und oft führen Baufehler dazu, dass der Ablauf nicht an der tiefsten Stelle ist.
Bei einer Neigung über 5% kann die Abdichtung, Drainage und Erde schon durch das Begehen verrutschen. Bei noch steileren Dächern braucht man zusätzliche "Schubschwellen", um Verlagerungen und Erosion zu vermeiden. Darüber hinaus steigt Ihr Absturzrisiko - beachten Sie bitte die Sicherheitshinweise.
Die eigentliche Dachdichtung liefert NaturaGart in einem Stück. Es hängt von dem Untergrund ab, welche Folie dafür geeignet ist. Sehr oft setzen wir EPDM-Kautschuk ein. Auf neu angelegten Dächern ohne Bitumen/Teer-Abdichtung ist auch eine preisgünstigere PVC-Folie möglich. Die Folie wird in der Regel mit einer Vliesschicht vom Untergrund getrennt.
Da manche Pflanzenwurzeln sehr aggressiv nach Wasser suchen, sollte man die Nähte zusätzlich sichern. Die seit vielen Jahren bewährte Lösung ist eine 0,5 mm dünne Wurzelabwehrbahn, die über der eigentlichen Dichtung liegt und die Wurzeln ableitet.
Die richtigen Dachstauden können zwar wochenlang ohne Wasser durchhalten, sie reagieren jedoch sehr empfindlich auf Staunässe. Erforderlich ist daher eine Drainage-Matte, die unter der Erdschicht liegt und das Wasser abführt. Man kann bei kleineren Neben-Gebäuden das Wasser entweder einfach abtropfen lassen, in eine Dachrinne leiten oder zu einem innerhalb der Dachfläche liegenden Ablauf. Dort wird die Abdichtungsfolie einfach mit ein paar Schrauben eingeklemmt. Die Drainmatte wird mit einem Randvlies gegen seitliche Erdeinspülungen gesichert.
Die richtigen Dachstauden sind Spezialisten, die in Felsspalten und auf Geröll wachsen können. Die Anforderungen sind einfach zu erfüllen: Die Pflanzerde darf nicht viel Lehm enthalten, sondern muss durch mehr Sandanteil wasserdurchlässig sein. Das Regenwasser darf sich nicht stauen, sondern muss an die tiefer liegende Drainmatte abgeleitet werden. Sandig gemachter Mutterboden reicht dafür fast immer aus. Eine Schichtdicke von etwa 5 cm reicht für diese Pflanzen aus und macht das Dach pflegeleicht. Unerwünschte Ansaaten wie Birken etc. vertrocknen dann. Anspruchsvollere Pflanzen brauchen andere Substrate.
Bei vielen Befestigungssystemen kommen Klebstoffe zum Einsatz. Der Nachteil: Klebstoffe können sich über die Jahre verändern. Auch für kleine Reparaturen müssen solche Klebestellen dann oft aufgebrochen werden - ein kleiner Schaden wird größer.
NaturaGart bevorzugt Schraub- und Klemmverbindungen. Die altern nicht und können ganz einfach wieder gelöst werden. Die Technik-Abteilung von NaturaGart hat zahlreiche Aluminiumprodukte konstruiert. Die energieintensive Produktion erfolgt mit 100% Ökostrom. Die Profile gibt es in vielen verschiedenen Farben und mit Holz-Dekor.
Sie müssten ausmessen, wie groß Ihr Dach ist und anhand der Beispiele entscheiden, wie der Dachrand und der Ablauf geregelt sind. Mit dem Dachbegrünungs-Konfigurator oder ggf. auch einem klärenden Telefonat mit NaturaGart können Sie den Bedarf und die Kosten der Baumaterialien ermitteln.
Wenn Sie wenig Erfahrung haben, sollten Sie und etwaige Helfer das Thema "Absturzsicherung" im Auge behalten. Dazu gibt es Anleitungen. Auf der Baustelle werden alle wichtigen Verbindungen geschraubt und nur punktuell mit etwas Kleber fixiert. Dafür reichen auch nur geringe handwerkliche Fähigkeiten aus.
Bei genehmigungsfreien Anlagen (z.B. Gartenhütten) können die Eigentümer allein entscheiden, was sie tun. Auch bei vereinfachten Genehmigungsverfahren prüft die Bauverwaltung meist nur Grenzabstände und Sicherheits-Risiken.
Bei größeren Bauten regeln Architekten mit den Bauämtern, was gemacht werden soll. Dafür gibt es in jedem Bundesland - und oft auch in jeder Gemeinde - andere Regeln. Und die kennen nur die vor Ort zugelassenen Architekten. Ergebnis: kompliziert und teuer. Deshalb: Bei Nebengebäuden kein Problem, aber beim Neubau von großen Häusern kann, will und darf NaturaGart nicht beraten!
Kahle Dächer sind extremen Belastungen ausgesetzt:
Früher hat man solche Dächer oft mit Kies abgedeckt. Das schützt zwar, birgt aber neue Risiken: Kies kann absplittern, und beim Betreten des Dachs werden scharfe Kanten in die Folie gedrückt.
Eine Dachbegrünung ersetzt den Kies durch eine lebendige Schutzschicht:
Dadurch bleibt die Abdichtung deutlich länger dicht - in der Praxis oft Jahrzehnte länger als ohne Begrünung.
Ideal ist ein Gefälle von 2-4 % , also etwa 2-4 cm Höhenunterschied pro Meter Dachlänge. Das entspricht auch den Gefälle-Empfehlungen für die Entwässerung.
Bei völlig flachen Dächern ist eine sehr saubere Entwässerung besonders wichtig, damit sich kein Wasser staut.
Bei stärker geneigten Dächern muss die Begrünung gegen Abrutschen gesichert werden, z. B. durch passende Rand- und Halteprofile.
Eine Dachbegrünung funktioniert dauerhaft nur, wenn Abdichtung, Wurzelschutz und Entwässerung sauber aufeinander abgestimmt sind.
Wichtig ist:
Im NaturaGart-System sind diese Schichten so ausgelegt, dass sie miteinander funktionieren und sich im Selbstbau sicher verarbeiten lassen.
Beide Materialien sind für Dachbegrünungen geeignet, wenn sie fachgerecht verarbeitet und geschützt werden.
EPDM ist sehr elastisch, alterungsbeständig und gilt als besonders langlebig. PVC lässt sich sehr gut verschweißen und wird häufig bei vorkonfektionierten Abdichtungen eingesetzt.
Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern die saubere Ausführung von Nähten, Anschlüssen und Durchdringungen - und der dauerhafte Schutz durch Wurzelschutz, Vlies und Begrünung.
Dachabläufe sind kritische Punkte, weil hier Wasser gezielt abgeleitet wird und zugleich Abdichtung, Drainage und Begrünung zusammentreffen.
Im NaturaGart-System werden dafür Gully-Manschetten und passende Randlösungen verwendet, damit der Ablaufbereich dauerhaft kontrollierbar bleibt.
Der Dachrand ist ein stark beanspruchter Bereich und sollte langlebig und wartungsfreundlich sein.
NaturaGart setzt daher auf unverrottbare Aluminium-Profile :
Klebeverbindungen verändern sich im Laufe der Jahre und erschweren Reparaturen oft erheblich. Schraubverbindungen sind kontrollierbar, lösbar und langlebig.
Ja, mit guter Planung und einem sinnvollen System reichen geringe handwerkliche Fähigkeiten aus.
Was Sie brauchen:
Damit bleibt die Dachbegrünung auch für weniger geübte Heimwerker gut machbar.
Sehr gut geeignet sind Flachdächer wie Carports, Garagen, Gartenhäuser oder einfache Anbauten.
Grenzen ergeben sich vor allem bei:
Mit passenden Profilen und sauberer Planung sind aber auch komplexere Dächer machbar.
Das Gewicht hängt von Aufbauhöhe, Substratmenge und Wassersättigung ab. Entscheidend ist immer das Gewicht im nassen Zustand.
Vor der Umsetzung sollte geklärt werden, ob die Dachkonstruktion diese Last dauerhaft tragen kann.
Bei Carports, Garagen und Gartenhäusern ist die Tragfähigkeit häufig ausreichend, aber nicht immer - hier ist die Prüfung besonders wichtig.
Eine dauerhafte Dachbegrünung basiert auf einem klaren Schichtsystem:
Jede Schicht erfüllt eine Funktion - fehlt sie oder ist sie falsch ausgeführt, entstehen langfristig Schäden (Staunässe, Durchwurzelung, Undichtigkeiten).
Drainage verhindert Staunässe, Erosion und Verschlammung. Ohne Drainage kann Wasser im Substrat stehen bleiben und die Abdichtung dauerhaft belasten.
Eine gute Drainage sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser kontrolliert abfließen kann, während ein Teil der Feuchtigkeit im System verbleibt.
Für extensive Begrünungen eignen sich robuste, trockenheitsverträgliche Pflanzen, die mit wenig Substrat auskommen.
Wichtig ist eine Mischung, die schnell schließt, Wind und Hitze verträgt und dauerhaft stabil bleibt.
Extensive Dachbegrünungen sind pflegearm. Trotzdem sollte man mindestens 1-2× jährlich kontrollieren:
In längeren Trockenphasen kann einmaliges Wässern beim Anwachsen sinnvoll sein, später sind Sedumflächen in der Regel sehr robust.
Häufige Fehler bei Dachbegrünungen sind:
Ein abgestimmtes System aus Abdichtung, Schutzlagen, Drainage und Randprofilen reduziert diese Risiken deutlich.
In vielen Städten und Gemeinden gibt es Förderprogramme für Dachbegrünung (z. B. über Umwelt- oder Klimaanpassungsprogramme). Die Bedingungen unterscheiden sich regional.
Oft werden Gründächer auch als Maßnahme zur Regenwasserbewirtschaftung und als ökologische Ausgleichsfläche anerkannt.
Bei fachgerecht ausgeführtem Aufbau kann eine Dachbegrünung sehr lange halten. Sie schützt die Abdichtung vor UV-Strahlung, Temperaturspitzen und mechanischer Belastung - das verlängert die Lebensdauer der Dachhaut deutlich.