Teichfolie vor UV-Licht schützen: Panzern für Schwimm-, Fisch- und Naturteiche
Ein klarer Teich ist das Ziel der meisten Teichbesitzer. Für die Folie, die den Teich abdichtet, hat er aber ein Risiko: UV-Strahlung. Das Video zeigt, wie die Alterung entsteht und wie sich die Teichfolie schützen lässt. Hier lesen Sie die wichtigsten Punkte nach.
Lichtspiel und UV-Risiko
Kleine Wellen bündeln das Licht und erzeugen am Grund ein Lichtmuster. Ein Teil des Lichtes ist ultraviolette Strahlung, die wir nicht sehen. Nach den Angaben im Video schädigt UV insbesondere Kunststoffe.
Beispiel: Teichfolie nach 15 Jahren
Im Video zeigt NaturaGart einen Teich in der eigenen Gärtnerei, der vor 15 Jahren gebaut wurde. Das Ufer konnte damals aus Zeitgründen nicht fertiggestellt werden. Die Aufnahmen zeigen die Folie damals und heute.
Wie UV-Licht ins Wasser eindringt
Ein Teil des Sonnenlichts wird an der Wasseroberfläche reflektiert, ein großer Teil dringt ein. Die langwelligen Rotanteile verschwinden schnell, der kurzwellige blaue Anteil dringt tief ein. Der UV-Anteil erreicht nach den Angaben im Video den Teichgrund in fast voller Intensität. Bei Folien zerstört UV die Struktur der Wirkstoffe, die Folie altert.
Schutz durch Pflanzen: Naturteich, Schwimmteich und Fischteich
Im Naturteich ist das selten ein Problem, denn dichte Teichpflanzen schirmen die UV-Strahlen ab. Im Schwimmteich bleibt der mittlere Bereich frei von Pflanzen. Im Fischteich fressen viele Fische die Pflanzen. Wer klares Wasser möchte, bekommt damit mehr Licht am Grund, und das Risiko für die Folie wächst. Mehr zum Folienschutz für Schwimmteiche finden Sie auf der Seite dazu.
Folienrezeptur und Grenzen der UV-Stabilisierung
Die Rohstoffe einer Teichfolie sorgen für Flexibilität, Farbe, Kältefestigkeit und UV-Beständigkeit. Nach den Angaben im Video lassen sich diese Eigenschaften nicht beliebig kombinieren. Ein guter Industriestandard stabilisiert eine Folie gegen etwa 3000 Sonnenstunden. Eine stärkere UV-Stabilisierung geht auf Kosten anderer Wirkstoffe, zum Beispiel der Kältefestigkeit. Gegen Kälte lässt sich nichts tun, gegen Sonnenlicht dagegen schon: Schatten hilft. Mehr dazu auf der Seite Eigenschaften von Teichfolien.
Drei Wege zu längerer Haltbarkeit
Nach den Angaben im Video gibt es drei Wege: ein Pflanzendickicht, eine grüne Algensuppe oder das Abschirmen der Folie. Die ersten beiden sind oft nicht gewünscht oder nicht möglich. Für das Ufer hat NaturaGart schon in den 80er Jahren die Ufermatte entwickelt, die zusammen mit dem Uferband eine sichere Uferbefestigung ergibt und sich bepflanzen lässt. Unter Wasser braucht die Abdeckung eine glatte, belastbare Oberfläche, die sich sauber halten lässt. Beim Bau des Unterwasserparks wurde die gesamte Folie mit einer Betonschicht bedeckt, der Tragschicht für die Felskonstruktionen. Für normale Teiche reicht nach den Angaben im Video eine dünne Mörtelschicht.
Sandwich-Bauweise: von unten und von oben geschützt
Auf den weitgehend steinfreien Sandboden kommt eine dünne Sicherungsfolie. Sie schützt die Baugrube gegen Erosion und später die Folie gegen Bodenmikroben (mehr zu Erosion und Bodenmikroben). Darüber liegt ein extrem festes Schutzvlies, das Lasten von unten abfängt, dann die Teichfolie. Auf der Folie wird punktuell eine Verbundmatte verklebt, in die eine dünne Mörtelschicht eingeschlemmt wird. Eine dünne Mörtelschicht direkt auf der Folie würde nach dem Erhärten brechen. Die Verbundmatte verhindert das: Die lockeren Fasern der Oberseite werden vom Mörtel umflossen, auf der Rückseite kleben spezielle Streifen die Matte auf die Folie.
Mörtel mit Druckluft in die Verbundmatte
Am besten geeignet ist nach den Angaben im Video der extra dafür entwickelte NaturaGart-Teichbau-Mörtel, dessen Farbton sich einstellen lässt. Die Mischung wird mit normalen Putzmaschinen in die Baugrube transportiert und dort mit Druckluft in die Verbundmatte geschossen. Genannt werden etwa eine Tonne Mörtel pro Stunde, das sind etwa 30 bis 35 Quadratmeter, dazu etwa zwei Stunden für Einrichten und Reinigen der Maschine. Teichbaustellen von 200 Quadratmetern sind deshalb eine gute Tagesleistung. Wer will, mischt Sand und Zement von Hand: Die erste Schicht wird dünn eingeschlemmt, wenig später folgt eine etwas festere zweite. So entstehen Teiche, bei denen man keine Folie mehr sieht.
Fazit: Panzern gegen vorzeitige Alterung
Die dünne Mörtelschicht schützt nach den Angaben im Video vor UV-Licht und vor mechanischer Belastung, zum Beispiel durch die Krallen von Hunden, Wildtieren und Geflügel. Die ausführliche Anleitung steht unter Panzern der Teichfolie, das Video zum Panzern zeigt die Arbeitsschritte. Bei Fragen zu Ihrem Teich helfen die Teichberater von NaturaGart.