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406 Quadratmeter Teichfolie alleine verlegt

Teichfolie verlegen: Wie ein 600-Kilo-Folienpaket Stück für Stück in die Grube kommt und wie viele Helfer man

Eine Teichfolie von fast 600 Kilogramm macht vielen Teichbauern Sorge. Im Video verlegt NaturaGart-Geschäftsführer Norbert Jorek 406 Quadratmeter Folie fast allein und zeigt, wie sich die Arbeit portionieren lässt.

Einleitung und Ausgangslage

Das Verlegen einer mehrere hundert Kilogramm schweren Teichfolie wird gelegentlich zur Zitterpartie. Das muss aber nicht sein, beruhigt NaturaGart-Geschäftsführer Norbert Jorek.

Unsere Kunden vermuten im Vorfeld der Folienverlegung immer Probleme und haben Angst, es alleine nicht zu schaffen. Jorek wollte das selbst ausprobieren. Er habe den Kollegen gesagt, sie sollten ihm Bescheid geben, wenn wieder einmal ein 100 bis 200 Quadratmeter großes Loch anfalle. Das hat nicht ganz geklappt, denn die Grube hinter der NaturaGart-Gärtnerei ist etwas mehr als 400 Quadratmeter groß.

Teich hinter der Gärtnerei und Projektzweck

Der neue Teich wird Teil der Pflanzenkläranlage, die das Abwasser von jährlich 120.000 Parkbesuchern reinigt. Schon heute ist das mit dem NaturaGart-System gereinigte Wasser besser als das gülleverseuchte Grundwasser im Boden. Mit der Teicherweiterung will NaturaGart eine noch weitergehende Verbesserungsidee testen.

Grube und Folienlieferung

Die Grube ist 41 Meter lang und meist etwa 10 Meter breit. Sie ist mit einem weißen Vlies ausgekleidet, das die Folie von unten schützt. Die fast 600 Kilogramm schwere NaturaGart-Folie wird auf einer 2 Meter breiten Palette geliefert. Der aufgeklebte Folienplan zeigt die Form der verschweißten Bahnen und den Startpunkt. Ein Radlader stellt die Palette an den vereinbarten Startpunkt.

Abrollen der Folie in Querrichtung

Der erste Kraftakt ist, die Folie in Querrichtung abzurollen. Dabei hilft der eingelegte Gurt. Die Hangneigung erleichtert das Abrollen, und es geht besser als gedacht. Ideal wäre waagerechter Boden, doch dafür ist hier kein Platz. Alleine wird es jedoch zu schwer, weshalb Jakob mit anpackt. Zu zweit geht es gut, bis der Zaun im Weg ist. Die Folie muss deshalb etwas zurückgerollt werden. Dabei liegt alles doppelt, was im weiteren Verlauf aber nur wenig stört.

Auseinanderziehen über 41 Meter

Bis hierhin haben Positionieren und Abrollen etwa 14 Minuten gedauert. Jetzt kommt der schwierigere Teil: Die über 400 Quadratmeter Folie müssen über eine Strecke von 41 Metern auseinandergezogen werden. Ein freies Ende liegt obenauf und muss auf die andere Seite gebracht werden. Mit der Zeit entsteht durch Reibung so viel Bodenhaftung, dass sich die Folie nicht mehr ziehen lässt. Deshalb muss man versuchen, etwas Luft unter der Folie zu halten, indem man sie immer wieder unterwedelt.

Die ersten zwei Meter gehen leicht, dann stockt das Abziehen an einer Falte. Etwas untergewedelte Luft löst das Problem, ebenso die nächste Falte. Irgendwann wird es jedoch zu schwer, und die Folie ist außerdem von den Seiten in die Grube gerutscht. Allein lässt sich keine Luft mehr unterwedeln. Die Lösung ist, das Gewicht der Folie auf die gesamte Fläche zu verteilen. Dafür wird die Folie wieder zu den Teichufern hochgezogen.

Folie zu den Ufern zurückziehen und Segmentierung

Mit steifen Folien wäre das sehr viel schwerer. Diese Premium-Plus-Folie ist jedoch extrem geschmeidig und flexibel. NaturaGart hat sie mit der BASF entwickelt. Sie enthält ungiftige, phthalatfreie Weichmacher und erfüllt damit schon heute Anforderungen an Langlebigkeit und Umweltschutz, die sich erst in vielen Jahren durchsetzen werden.

Mit jedem Arbeitsschritt zieht man die Folie ein Stück weiter. Wie groß die Segmente sind, kann jeder selbst entscheiden. Große Segmente kosten mehr Kraft, kleine erfordern dafür mehr Laufwege oder mehr Helfer. Nach etwa einem Drittel ist ein Teil der Folie drin. Das ging allein besser als erwartet: Die etwa 150 Quadratmeter große Folie war in rund 5 Minuten in der Grube. Insgesamt sind nach 19 Minuten bereits einige Schritte geschafft.

Die nächsten Falten werden herausgezogen und jeweils ein Stück auf die andere Seite gebracht. Liegt die Folie dort übereinander, wird sie ein Stück zurückgezogen, damit die untere besser weitergezogen werden kann. Immer so viel, wie gut zu handhaben ist, etwa 40 bis 50 Kilo. Um ein Zurückrutschen in die Grube zu verhindern, werden Sandsäcke am Ufer verteilt, die die NaturaGart-Kollegen vorbereitet haben.

Einsatz von Sandsäcken

Körperliche Belastung und Pausen

Der Rest ist kräftezehrende Fleißarbeit: Folienfalte herausziehen, Seite wechseln, die nächsten Meter weiterziehen, Sandsäcke neu positionieren. Wegen der Belastung gibt es alle zehn Minuten eine Pause. Nach eineinhalb Stunden zeigen sich erste Erosionsspuren. Handschuhe sind dabei keine gute Wahl, denn sie schützen die Haut nicht ausreichend. Die Knöchel sind danach verletzt, doch der Schaden bleibt überschaubar.

Ausrichtung der Mittelachse

Zeit, das große Ganze im Auge zu behalten. Die Mittelachse liegt nicht genau dort, wo sie liegen soll, sondern etwa 30 Zentimeter zu weit rechts. Die gesamte Folie muss daher 30 Zentimeter nach links verschoben werden. Rechts ist genug Material vorhanden, und unten liegen Falten, die genau in diese Richtung zeigen und herausgezogen werden können. Bis auf ein paar Falten in der Mitte sieht es danach gut aus, und es sind nur noch wenige Meter übrig.

Fortschritt bei sinkenden Temperaturen und Abschluss

Es ist kühler geworden, und die Folie wird deutlich steifer, sodass alles mehr Kraft braucht. Seit einer halben Stunde steht fest, dass die Kraft reichen wird. Die Pausen werden kürzer, die Arbeitsphasen länger. Nach zweieinhalb Stunden ist die Folie verlegt.

Fazit: Personalbedarf und Portionierung

Auch ein fast 600 Kilogramm schweres Folienpaket lässt sich notfalls allein verlegen. Eine Faustregel lautet: Für die ersten 100 Quadratmeter reichen zwei Personen, für jeweils weitere 100 Quadratmeter ist ein weiterer Helfer sinnvoll. Die Standardempfehlung für diese 406 Quadratmeter wären also fünf Personen, die Verlegung würde dann nur etwa zehn Minuten dauern.

Man muss allerdings nie die vollen 600 Kilo allein bewegen. Alles lässt sich so portionieren, dass man es notfalls auch allein schaffen kann.

Teichfolie verlegen: Ablauf, Helfer und Praxistipps aus dem Video

Das Verlegen einer mehrere hundert Kilogramm schweren Teichfolie wird gelegentlich zur Zitterpartie. Viele Kunden vermuten im Vorfeld Probleme und haben Angst, es allein nicht zu schaffen. NaturaGart-Geschäftsführer Norbert Jorek wollte das selbst ausprobieren und hat eine Folie von über 400 Quadratmetern verlegt, mit Unterstützung von einem Kollegen beim Abrollen und sonst weitgehend allein. Hier lesen Sie den Ablauf nach.

Die Ausgangslage

Die Grube hinter der NaturaGart-Gärtnerei ist 41 Meter lang und meist etwa 10 Meter breit und mit einem weißen Vlies ausgekleidet, das die Folie von unten schützt (mehr dazu unter Vlies). Die fast 600 Kilogramm schwere NaturaGart-Folie wird auf einer 2 Meter breiten Palette geliefert. Ein Radlader stellt die Palette am vereinbarten Startpunkt ab. Der aufgeklebte Folienplan zeigt die Form der verschweißten Bahnen und den Startpunkt.

Abrollen in Querrichtung

Der erste Kraftakt ist, die Folie quer zur Messachse abzurollen. Dabei hilft ein eingelegter Gurt. Ideal wäre waagerechter Boden, hier erleichterte die Hangneigung das Abrollen. Zu zweit ging es gut, bis der Zaun im Weg war und die Folie etwas zurückgerollt werden musste. Positionieren und Abrollen dauerten zusammen etwa 14 Minuten.

Folie über 41 Meter auseinanderziehen

Jetzt kommt der schwierigere Teil: Die über 400 Quadratmeter müssen über eine Strecke von 41 Metern auseinandergezogen werden. Ein freies Ende liegt obenauf und muss auf die andere Seite gebracht werden. Mit der Zeit entsteht durch Reibung so viel Bodenhaftung, dass sich die Folie nicht mehr ziehen lässt. Deshalb sollte man immer wieder Luft unter die Folie wedeln, das verringert die Reibung. Irgendwann wird es dennoch zu schwer. Die Lösung ist, das Gewicht der Folie auf die gesamte Fläche zu verteilen und die Folie dazu wieder zu den Teichufern hochzuziehen.

Portionieren statt Kraftakt

Mit steifen Folien wäre das deutlich schwerer. Die im Video verwendete Premium-Plus-Folie ist nach den Angaben im Video geschmeidig und flexibel, sie wurde mit der BASF entwickelt und enthält phthalatfreien Weichmachern. Mit jedem Arbeitsschritt zieht man die Folie ein Stück weiter, die Größe der Segmente kann jeder selbst wählen: Große Segmente kosten mehr Kraft, kleine erfordern mehr Laufwege oder mehr Helfer. Ein guter Wert sind etwa 40 bis 50 Kilo, die man auf einmal bewegt. Eine Folie von rund 150 Quadratmetern war auf diese Weise in etwa 5 Minuten in der Grube. Falten werden herausgezogen und jeweils ein Stück auf die andere Seite gebracht.

Sandsäcke gegen das Zurückrutschen

Damit die Folie nicht wieder in die Grube rutscht, werden Sandsäcke am Ufer verteilt. Sie sichern auch Stufen und Kehlen an den Hängen, bis die Folie endgültig liegt.

Belastung, Pausen und Ausrichtung

Der Rest ist kräftezehrende Fleißarbeit: Folienfalte herausziehen, Seite wechseln, die nächsten Meter weiterziehen, Sandsäcke neu positionieren. Wegen der Belastung gab es alle zehn Minuten eine Pause. Zwischendurch muss man das große Ganze im Auge behalten: Die Mittelachse lag etwa 30 Zentimeter zu weit rechts, deshalb wurde die gesamte Folie um 30 Zentimeter nach links verschoben. Im Lauf des Nachmittags wurde es kühler, die Folie wurde deutlich steifer, und alles erforderte mehr Kraft. Nach zweieinhalb Stunden war die Folie verlegt.

Wie viele Helfer braucht man?

  • Für die ersten 100 Quadratmeter reichen nach der Faustregel von NaturaGart zwei Personen.
  • Für jeweils weitere 100 Quadratmeter ist ein weiterer Helfer sinnvoll.
  • Für die 406 Quadratmeter wären das fünf Personen. Die Verlegung würde dann nach den Angaben im Video nur etwa zehn Minuten dauern.

Man muss nie die vollen 600 Kilo allein bewegen: Alles lässt sich so portionieren, dass man es notfalls auch allein schaffen kann. Mit mehreren Personen geht es aber deutlich leichter und schneller. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Teichfolie verlegen, bei Fragen helfen die Teichberater von NaturaGart.

Häufige Fragen zum Verlegen von Teichfolie

Kann man eine Teichfolie von 600 Kilogramm allein verlegen?

Nach den Angaben im Video ja, notfalls: Man muss nie die vollen 600 Kilo allein bewegen, weil sich alles so portionieren lässt, dass man es auch allein schaffen kann. Im Video dauerte es mit etwas Unterstützung beim Abrollen zweieinhalb Stunden. Mit mehreren Helfern geht es deutlich leichter und schneller.


Wie viele Helfer braucht man zum Verlegen einer Teichfolie?

Als Faustregel gilt: Für die ersten 100 Quadratmeter reichen zwei Personen, für jeweils weitere 100 Quadratmeter ist ein weiterer Helfer sinnvoll. Für 406 Quadratmeter wären das fünf Personen.


Wie zieht man eine große Folie durch die Teichgrube?

Ein freies Ende liegt obenauf und wird auf die andere Seite gebracht. Weil durch Reibung am Boden die Folie irgendwann nicht mehr zu ziehen ist, hält man mit Wedeln immer wieder Luft unter der Folie. Zusätzlich zieht man die Folie portionsweise, etwa 40 bis 50 Kilo auf einmal.


Wozu dienen Sandsäcke beim Verlegen?

Sandsäcke verhindern, dass die Folie wieder in die Grube rutscht. Sie werden am Ufer verteilt und bei Bedarf neu positioniert.


Bei welcher Temperatur lässt sich Teichfolie am besten verlegen?

Flexible, geschmeidige Folien und eine Temperatur von mindestens 15 Grad erleichtern das Verlegen, so die Angabe von NaturaGart. Im Video wurde die Folie bei sinkenden Temperaturen deutlich steifer, und alles brauchte mehr Kraft.


Wofür dient der Folienplan?

Der aufgeklebte Folienplan zeigt die Form der verschweißten Bahnen und den Startpunkt. Der Startpunkt liegt meist in einer Ecke.


Wie lange dauert das Verlegen einer großen Teichfolie?

Im Video dauerten Positionieren und Abrollen etwa 14 Minuten, das gesamte Verlegen mit weitgehend einer Person zweieinhalb Stunden. Mit der empfohlenen Besetzung von fünf Personen würde es nach den Angaben im Video etwa zehn Minuten dauern.


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