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Schichtdicken und Druckverhältnisse

Wie dick die Mörtelschicht beim Panzern sein sollte und warum der Wasserdruck die Panzerung nicht belastet

Wie kann eine dünne Mörtelschicht das Gewicht eines Teiches tragen? Das Video erklärt Druckausgleich und Risse, nennt Schichtdicken für Teichsohle, Terrassen und Hangflächen und zeigt, wie das Verfahren aus dem Unterwasserpark entstand.

Betonüberdeckung der Teichfolie beim Unterwasserpark

1999 hat NaturaGart mit dem Bau des Unterwasserparks begonnen. Die gesamte Teichfolie wurde damals mit einer Betonschicht überdeckt. Diese Schicht wirkt als Lastverteilung für die oft sechs bis sieben Meter hohen Steinkonstruktionen. Die Teichdichtung wird durch die Steinschicht unangreifbar.

Übertragung des Verfahrens auf kleinere Teichanlagen

2003 hat NaturaGart damit begonnen, das Verfahren auf kleinere Teichanlagen zu übertragen. Über der Folie entsteht eine dünne Mörtelschicht. Die Teichdichtung ist so gegen UV-Strahlung und mechanische Beschädigungen geschützt. Seit 2005 sind tausende von Anlagen mit dieser Technik entstanden.

Das Verfahren ist über die Jahre immer mehr verfeinert worden, bis zur Entwicklung eines eigenen Spezialmörtels.

Wasserlast, Druckausgleich und Rissbildung in der Mörtelschicht

Viele fragen sich zunächst, wie eine derart dünne Mörtelschicht eine so große Wasserlast tragen soll. Sie könnte das in der Tat nicht, das braucht sie aber auch gar nicht.

Wenn man ein Sieb ins Wasser legt, ist der Wasserdruck ober- und unterhalb des Siebes gleich. Der Wasserdruck geht durch die Löcher des Siebes. Dafür würde auch schon ein einziges Loch ausreichen.

Bei dicken Betonschichten wie im Unterwasserpark haben wir für diesen Druckausgleich sogar vorsichtshalber Ventilationslöcher eingebaut. Bei den dünnen Mörtelschichten ist das nicht erforderlich.

Bei derart großen Flächen werden an einzelnen Stellen nämlich immer Risse entstehen. Schon der Temperaturunterschied zwischen Einbauzeitpunkt und Winter wird so etwas verursachen. Selbst bei dickem Stahlbeton werden unter solchen Bedingungen Risse auftreten. Das ist gar nicht zu vermeiden, und natürlich auch nicht bei der Panzerung eines Teiches.

Da treten die Risse meist im Abstand von mehreren Quadratmetern auf. Die fallen einem dann nicht mehr großartig auf. Aber sie sind wichtig, denn durch diese Risse dringt Wasser zwischen Teichfolie und Verbundmatte.

Dadurch ist der Druckausgleich hergestellt, und dadurch funktioniert das System. Beim Füllen des Teiches dringt immer Wasser zwischen Panzerung und Folie, meistens nur eine Millimeter dünne Schicht.

Tragfähigkeit der dünnen Mörtelschicht

Auf diese Weise wirkt der Wasserdruck immer nur auf die Folie, nicht aber auf die Panzerung. Die Mörtelschicht trägt also nur sich selbst und kann daher sehr dünn sein. Auch Schwimmer wiegen letztlich nicht mehr als das Wasser.

Schichtdicken für Teichsohle, Terrassen und Hangflächen

Man muss aber auch an die Bauphase denken, in der man öfter mal in der leeren Grube herumläuft. Deshalb sollten die Teichsohle und die Terrassen etwa 3 bis 5 cm dick vermörtelt sein. Das reicht aus.

Auf den Hangflächen kann man nicht stehen. Dort reicht eine dünne Schicht von 5 bis 10 mm aus.

Sehr dünne Schichten trocknen beim Bau jedoch vielleicht zu schnell aus. Bei warmem Wetter sollte die Schicht daher besser 10 bis 15 mm dick sein, so wie beim Verputzen eines Hauses. Die Baustelle kann zur Sicherheit auch mit einer dünnen Folie gegen Austrocknung geschützt werden.

Austrocknungsschutz und Eigenschaften der Oberfläche

Die Panzerung des Teiches mit dieser dünnen Mörtelschicht ist das wirtschaftlichste Verfahren. Die Folie ist von oben praktisch unangreifbar. Mit minimalem Materialeinsatz schafft man eine robuste Oberfläche und erhält zugleich die Flexibilität der Foliendichtung.

Panzern der Teichfolie: Schichtdicken und Druckausgleich der Mörtelschicht

Beim Panzern der Teichfolie wird eine dünne Mörtelschicht auf die Verbundmatte über der Teichfolie aufgetragen. Das Video, Teil 5 der Serie Teiche dauerhaft bauen, erklärt, warum diese Schicht nicht dick sein muss und wie der Wasserdruck wirkt. Hier lesen Sie die Punkte nach.

Betonüberdeckung beim Unterwasserpark

NaturaGart begann 1999 mit dem Bau des Unterwasserparks. Die gesamte Teichfolie wurde damals mit einer Betonschicht überdeckt. Sie wirkt als Lastverteilung für die oft sechs bis sieben Meter hohen Steinkonstruktionen.

Übertragung auf kleinere Teichanlagen

2003 begann NaturaGart, das Verfahren auf kleinere Teichanlagen zu übertragen. Über der Folie entsteht dort eine dünne Mörtelschicht, die die Teichdichtung nach den Angaben im Video gegen UV-Strahlung und mechanische Beschädigungen schützt. Nach den Angaben von NaturaGart sind seit 2005 tausende Anlagen mit dieser Technik entstanden, bis hin zur Entwicklung eines eigenen Spezialmörtels, dem NaturaGart-Teichbau-Mörtel.

Wasserlast, Druckausgleich und Rissbildung

Viele fragen sich zunächst, wie eine so dünne Mörtelschicht eine so große Wasserlast tragen soll. Nach den Angaben im Video braucht sie das auch nicht. Legt man ein Sieb ins Wasser, ist der Wasserdruck oberhalb und unterhalb gleich, dafür reicht schon ein einziges Loch. Bei den dicken Betonschichten im Unterwasserpark wurden vorsichtshalber Ventilationslöcher eingebaut, bei den dünnen Mörtelschichten ist das nicht nötig: Bei großen Flächen entstehen an einzelnen Stellen immer Risse, schon der Temperaturunterschied zwischen Einbau und Winter verursacht sie. Das lässt sich nach den Angaben im Video nicht vermeiden, auch bei dickem Stahlbeton nicht. Bei der Panzerung treten die Risse meist im Abstand von mehreren Quadratmetern auf. Durch sie dringt Wasser zwischen Teichfolie und Verbundmatte, damit ist der Druckausgleich hergestellt. Beim Füllen des Teiches dringt immer Wasser zwischen Panzerung und Folie, meistens nur als millimeterdünne Schicht.

Tragfähigkeit der dünnen Mörtelschicht

Der Wasserdruck wirkt so nur auf die Folie, nicht auf die Panzerung. Die Mörtelschicht trägt nur sich selbst und kann deshalb sehr dünn sein. Auch Schwimmer wiegen nach den Angaben im Video nicht mehr als das Wasser.

Schichtdicken für Teichsohle, Terrassen und Hangflächen

In der Bauphase läuft man oft in der leeren Grube herum. Deshalb sollten die Teichsohle und die Terrassen etwa 3 bis 5 cm dick vermörtelt sein. Auf den Hangflächen, auf denen man nicht stehen kann, reicht nach den Angaben im Video eine dünne Schicht von 5 bis 10 mm. Sehr dünne Schichten trocknen beim Bau aber vielleicht zu schnell aus. Bei warmem Wetter sollte die Schicht daher besser 10 bis 15 mm dick sein, so wie beim Verputzen eines Hauses. Zur Sicherheit kann die Baustelle mit einer dünnen Folie gegen Austrocknung geschützt werden. Wie der Mörtel gemischt und aufgetragen wird, zeigen die Videos Schnellbautechnik und Einsatz von Teichbau-Mörtel, wie die Matte verlegt wird, das Video Einbau der Verbundmatte.

Austrocknungsschutz und Eigenschaften der Oberfläche

Nach den Angaben von NaturaGart ist die Panzerung mit einer dünnen Mörtelschicht das wirtschaftlichste Verfahren: Sie schafft mit minimalem Materialeinsatz eine robuste Oberfläche und erhält zugleich die Flexibilität der Foliendichtung. Bei Fragen zu Ihrem Teich helfen die Teichberater von NaturaGart.

Häufige Fragen zu Schichtdicken beim Panzern

Wie dick muss die Mörtelschicht beim Panzern sein?

Nach den Angaben von NaturaGart sollten Teichsohle und Terrassen etwa 3 bis 5 cm dick vermörtelt sein. Auf Hangflächen reichen 5 bis 10 mm, bei warmem Wetter besser 10 bis 15 mm, so wie beim Verputzen eines Hauses.


Warum reicht eine dünne Mörtelschicht gegen den Wasserdruck?

Durch feine Risse dringt beim Füllen Wasser zwischen Panzerung und Folie, es entsteht ein Druckausgleich. Der Wasserdruck wirkt dann nur auf die Folie, die Mörtelschicht trägt nur sich selbst.


Sind Risse in der Mörtelschicht ein Problem?

Nach den Angaben im Video lassen sich Risse bei großen Flächen nicht vermeiden, auch bei dickem Stahlbeton nicht. Bei der Panzerung treten sie meist im Abstand von mehreren Quadratmetern auf und stellen den Druckausgleich her.


Wie funktioniert der Druckausgleich?

Er funktioniert wie bei einem Sieb im Wasser: Der Wasserdruck ist oberhalb und unterhalb gleich, weil er durch die Löcher geht. Dafür würde schon ein einziges Loch ausreichen.


Warum muss die Schicht auf der Teichsohle dicker sein als am Hang?

Auf der Teichsohle und den Terrassen läuft man in der Bauphase in der leeren Grube herum. Auf Hangflächen kann man nicht stehen, dort reicht eine dünnere Schicht.


Wie schützt man den frischen Mörtel vor dem Austrocknen?

Sehr dünne Schichten trocknen beim Bau vielleicht zu schnell aus. Bei warmem Wetter sollte die Schicht daher etwas dicker sein, und die Baustelle kann mit einer dünnen Folie abgedeckt werden.


Seit wann gibt es das Panzern von Teichfolie?

NaturaGart begann 1999 mit dem Bau des Unterwasserparks mit einer Betonschicht über der Folie. 2003 wurde das Verfahren auf kleinere Teichanlagen übertragen, seit 2005 sind nach den Angaben von NaturaGart tausende Anlagen mit dieser Technik entstanden.


Videos von NaturaGart TV


NaturaGart TV ist die Videoredaktion von NaturaGart. Hier entstehen praxisnahe Filme rund um Gartenteiche, Schwimmteiche, Wasserpflanzen und naturnahe Gartengestaltung.

Die Videos zeigen, wie Teiche geplant, gebaut und gepflegt werden - basierend auf über 45 Jahren Erfahrung und mehr als 70.000 realisierten Teichen.

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