Mörtel selbst mischen oder Sackware: Qualität, Einbau und Kosten beim Teichbau
Beim Panzerung der Teichfolie kommt eine dünne Mörtelschicht auf die Verbundmatte über der Teichfolie. Dafür kann man den Mörtel vor Ort mischen oder fertige Sackware verwenden. Das Video, Teil 7 der Serie Teiche dauerhaft bauen, vergleicht beides. Hier lesen Sie die wichtigsten Punkte nach.
Mörtel vor Ort oder Sackware
Nach den Angaben im Video werden Mörtelmischungen seit etwa 10.000 Jahren von Hand gefertigt, und die 43 Meter hohe Kuppel des Pantheon in Rom steht seit rund 2000 Jahren. Der Unterschied zu heute liegt in der Mischung.
Mischungsqualität: vor Ort und Sackware
Die Mischung vor Ort ist nur so gut wie derjenige, der sie macht. Er weiß oft nicht, welche Korngrößenverteilung der Sandhaufen hat. Bei Sackware wird die Korngrößenverteilung ermittelt, dazu kommt die passende Zementmenge und etliche Zuschlagstoffe. Der Mörtel ist dann nach den Angaben im Video immer gleich hart.
Fehlertoleranz, Zement und Wasser
Eine Mischung vor Ort ist vielleicht manchmal etwas weicher. Das System Mörtel hat sich aber seit 2000 Jahren wegen seiner Fehlertoleranz bewährt. Im NaturaGart-Park wurden nach den Angaben im Video alle Varianten ausprobiert: Sackware härtete sehr schnell und ließ sich gut verarbeiten, örtliche Mischungen machten etwas mehr Arbeit. Das Endergebnis lässt sich hinterher nicht mehr unterscheiden. Die Bestandteile müssen aber stimmen: Fehlt Zement, wird die Mischung nicht richtig hart. Zu viel Zement kann zu vorübergehenden Ausblühungen führen. Stimmt das Wasser-Zement-Verhältnis nicht, dauert das Abbinden länger.
Festigkeit von Teichbau-Mörtel im Vergleich
Je präziser die Mischung eingestellt ist, desto schneller und besser funktioniert sie, spezielle Zuschlagstoffe können das noch verbessern. Der NaturaGart-Teichbau-Mörtel ist nach den Angaben von NaturaGart nach 24 Stunden doppelt so fest wie normale Sackware für Zementmörtel und wesentlich fester als jede manuelle Mischung. Bei einigermaßen sorgfältiger Arbeit lässt sich das Endergebnis nach den Angaben im Video kaum unterscheiden.
Transport und Entmischung
Auf privaten Baustellen steht in der Regel ein Mörtelmischer zur Verfügung. Nach drei bis vier Minuten ist eine Mischung fertig und wird mit der Karre in die Baustelle gefahren. Bei langen Fahrstrecken wächst das Risiko, dass sich der Inhalt wieder entmischt: Der grobe Sand sackt nach unten, der Feinanteil bleibt oben, das Wasser schwimmt obenauf. Vor Ort muss daher etwas nachgemischt werden. Im professionellen Bereich gibt es gelegentlich noch Maschinen, die eine örtliche Mischung in die Baustelle transportieren. Der Mörtel quillt oder fließt dann aus dem Schlauch, das unterscheidet sich vom Verspritzen mit Druckluft, das in Schnellbautechnik gezeigt wird.
Maschinenverarbeitung und Verstopfungsrisiko
Bei Zementmörtel besteht ständig ein Verstopfungsrisiko, besonders wenn die Mischung einmal mit etwas zu wenig Wasser angerührt wird. Durch die zunehmende Verbreitung von Sackware entsprechen diese Maschinen nach den Angaben im Video nicht mehr dem Stand der Technik. Mehr zum Vergleich steht im Video Einsatz von Teichbau-Mörtel.
Manueller Einbau und Prüfung mit dem Schuh
Beim manuellen Einbau muss die erste Mischung sehr dünnflüssig sein. Nur so dringt der Mörtel zwischen die Fasern, und nur so lässt er sich zum Beispiel mit einem Besen verteilen. Ob das stimmt, lässt sich mit dem Schuh testen: Klebt der Mörtel unter dem Schuh, ist er nicht tief genug eingedrungen. Es darf kein Fußabdruck bleiben. Ein ideales Wasser-Zement-Verhältnis lässt sich so nicht einhalten, das korrigiert sich nach den Erfahrungen im Video aber beim Aufbringen der zweiten Schicht. Welche Schichtdicken gelten, steht im Video Schichtdicken und Druckverhältnisse.
Nachsickern und Fertigstellung der Teichsohle
Ein gewisser Wasserüberschuss fließt fast immer auf den Grund der Grube, bei manuellen Mischungen sickert deshalb über längere Zeit noch Wasser nach. Die Teichsohle lässt sich mit örtlichen Mischungen meist erst später fertigstellen. In fertiger Sackware sind solche Wasserverluste die Ausnahme, denn spezielle Quellstoffe speichern das Wasser in der Mischung.
Kosten: Profi-Betriebe und private Baustellen
Profi-Betriebe müssen ein optimales Ergebnis garantieren, und jede Arbeitsstunde kostet Geld. Deshalb benutzen sie normalerweise Sackware. Auf privaten Baustellen arbeitet man meist mit Familienangehörigen oder befreundeten Helfern. Wenn die Arbeitszeit nichts kostet, ist die Mischung vor Ort nach den Angaben im Video günstiger. Man muss etwas genauer arbeiten, dann ist das Ergebnis ebenfalls gut. Sobald die Arbeitszeit ein Kostenfaktor ist, sind fertige Mischungen sinnvoller. Nachbesserungen an trockenem Mörtel zeigt das Video Reparaturspachtel. Bei Fragen zu Ihrem Teich helfen die Teichberater von NaturaGart.