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Das Sediment

So bewerten Sie Ihren Teich, Teil 3

Bei der Messe 2017 dreht sich alles um die Optimierung von Teichanlagen. In diesem Teil des Referats geht es um das Sediment am Boden der Teiche.

Einleitung: Teich- und Gartenmesse 2017 bei NaturaGart

Auf der Teich- und Gartenmesse 2017 bei NaturaGart dreht sich alles um die Optimierung von Teichanlagen. Dazu gehören auch Referate, zum Beispiel von Dr. Holger Kraus, dem zoologischen Leiter des NaturaGart-Parks. Dieser Teil befasst sich mit dem Sediment am Boden der Teiche.

Sedimente am Teichboden und ihre Nährstoffwirkung

Wenn Sie Pflanzen und Algen nicht in den Griff bekommen, sterben sie irgendwann ab und werden zu Sedimenten, zu Schlamm. Das ist der natürliche Weg des Teiches: Er will eigentlich ein Buchenwald werden und sammelt dafür Sedimente an. Je mehr Nährstoffe im Wasser sind, desto schneller und stärker geschieht das.

Viel Schlamm am Boden ist deshalb immer auch ein Problem des Nährstoffgehalts Ihres Wassers. Sie belasten den Teich einfach zu stark. Sie müssen die Quelle identifizieren und abstellen.

Die Algen helfen dem Teich zwar noch, weil sie die Nährstoffe binden. Die Sedimente selbst können aber nicht mehr viel helfen. Sie sammeln sich in irgendeiner Ecke an und liegen dort herum.

Im Schwimmteich kann es passieren, dass man im Frühjahr hineingeht und durch die Wasserbewegung alles aufwirbelt. Dann wird das Wasser trüb. Das ist ärgerlich, zusätzlich werden aber viele Nährstoffe gelöst, die vorher im Schlamm gebunden waren.

In diesem Moment beginnt der Zyklus von vorne: Das Wasser wird grün, weil die Nährstoffe wieder verfügbar sind. Irgendwann wird gefiltert, die Nährstoffe sind aber trotzdem noch da. Daraus entstehen wieder Fadenalgen und aus den Fadenalgen wieder Schlamm.

Frühzeitige Entfernung von Sedimenten

Deshalb wird jede Ansammlung von Sedimenten und Schlamm in einem Teich früher oder später zum Problem. Greifen Sie frühzeitig ein und entfernen Sie das Material. So bleibt Ihr Teich jung und die Verlandung, also das Werden zum Buchenwald, wird verhindert oder zumindest so weit hinausgezögert, dass Sie damit leben können.

Laubeintrag im Schwimmteich und Reinigungsintervalle

Der gezeigte Schwimmteich hat Glück: Durch die Windrichtung landet kaum Laub im Wasser, es fliegt im Herbst in eine andere Richtung und bleibt im Beet liegen. Ein paar Blätter gelangen trotzdem hinein.

Ob ein Schwimmteich noch zufriedenstellend ist oder schon zu schmutzig, müssen Sie selbst entscheiden. Mögliche Vorgehensweisen sind:

  • Sie holen das Laub gleich für eine Viertelstunde heraus.
  • Sie warten bis zum Frühjahr, bis das Laub zu Schlamm geworden ist.
  • Sie warten bis zum Frühsommer, bis der Schlamm zu Fadenalgen geworden ist.
  • Sie warten fünf Jahre, bis eine dicke Schlammschicht entstanden ist.

Das ist zunächst kein Problem. Wichtig ist nur: Ihre Wasserqualität hängt davon ab, wie penibel Sie mit solchen Dingen umgehen.

Der Sprecher lässt das Material entfernen und sagt von sich selbst, er sei eher faul. Deshalb setzt er auf regelmäßige, kurze Arbeiten, die das Problem grundsätzlich lösen, statt Schlamm anzusammeln und dann einmal eine große Aktion zu starten. Dieser Rat gilt auch für Sie.

Man kann das nebenbei erledigen, während die Grillkohle warm wird, etwa alle vier Wochen. Das ist besser, als nach fünf Jahren alle Freunde anrufen zu müssen, die mit Schubkarren den Schlamm in großen Mengen herausschaffen, und niemand weiß, wohin damit. Also lieber nach und nach dranbleiben.

Dünne Schlammschicht in nährstoffarmem Teich

Eine dünne Schlammschicht, die in einem fast nährstofffreien Teich entsteht, erkennen Sie daran, dass sie hell, sehr flockig und nur dünn am Boden liegt. Für den Teich ist sie kein Problem. Im Schwimmteich stört sie allerdings beim Schwimmen, weil sie aufgewirbelt wird und das Wasser trüb macht. Da sich kaum Nährstoffe lösen, ist das aber gering.

Dickere Schlammschicht und beginnende Gärung

Wird die Schicht dicker und das Wasser nährstoffreicher, beginnt der Schlamm unten zu gären. Dann lösen sich Schlammplacken ab und steigen nach oben. Ein Skimmer kann sie absaugen. Hier beginnt aber schon das Problem, denn es laufen Prozesse ab, die Sie nicht haben wollen.

Spätestens wenn auf den Schlammschichten wieder Pflanzen wachsen, ist es zu viel. Noch schlimmer ist die Stufe Tiefpechschwarz.

Faulschlamm: Gase, Geruch und Wasserqualität

Tiefpechschwarzer Schlamm stinkt. Er enthält Methan und Schwefelwasserstoff, es riecht nach faulen Eiern, und es steigen Gasblasen auf. Wird er durch Schwimmen oder durch wühlende Enten aufgewirbelt, entsteht ein ernstes Problem: Das Wasser wird schwarz, sehr nährstoffreich und riecht.

Solche Ansammlungen können schon mit kleinen Schlammmengen in einer kleinen Ecke entstehen, wo sich Material einfach anhäuft. Je dicker die Schicht wird, desto weniger Sauerstoff dringt ein. Irgendwann wird es unten sauerstofffrei und der Schlamm beginnt zu gären. Spätestens dann hätte man eingreifen und vorher schon gegensteuern sollen.

Videos von NaturaGart TV


NaturaGart TV ist die Videoredaktion von NaturaGart. Hier entstehen praxisnahe Filme rund um Gartenteiche, Schwimmteiche, Wasserpflanzen und naturnahe Gartengestaltung.

Die Videos zeigen, wie Teiche geplant, gebaut und gepflegt werden - basierend auf über 45 Jahren Erfahrung und mehr als 70.000 realisierten Teichen.

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