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Teichsanierung 1: Teichfolie

Teichabdichtung mit NaturaGart Teichfolien

Die Teichfolie von NaturaGart ist extrem hochwertig. Langlebig mit hervorragenden technischen Eigenschaften und frei von diversen nachgewiesenen Schadstoffen: Cadmium, DOP, Pthalaten.

Einleitung: NaturaGart-Treffs und Referat von Norbert Jorek

Die Sanierung von Gartenteichen war das Schwerpunktthema des NaturaGart-Treffs im Herbst 2014. Auf dieser Natur- und Gartenmesse wurden Teichbau- und Filtertechnik gezeigt und in Vorträgen ausführlicher erläutert. Norbert Jorek berichtet im ersten Teil seines Referats über Hintergründe und Sanierung der Abdichtungsfolie.

Ursachen defekter Dichtungen: Materialqualität und Alterung der Folien

Ein Teich mit 1000 Quadratmetern Folie lässt sich nicht einfach alle paar Jahre neu bauen. Oft heißt es, die Folie sei 20 oder 30 Jahre alt und halte noch. Darin steckt womöglich noch eine der klassischen, alten Cadmiumfolien. Diese sind hier seit 2011 verboten, in anderen Staaten schon deutlich länger. Das Cadmium soll jährlich 40.000 Nieren geschädigt haben, weshalb es in verantwortungsvoll produzierten Folien schon seit Langem nicht mehr enthalten sein darf.

Seit ungefähr 30 Jahren enthalten die Folien des Anbieters kein Cadmium mehr. Man war damals der Erste, der cadmiumfreie Teichfolien anbot. Eine Cadmiumfolie kann wegen ihrer Giftigkeit deutlich länger halten, als man erwarten würde.

Inzwischen hat sich viel getan. Folien gelten als klassische Geiz-ist-geil-Produkte: Die Industrie setzt auf einen günstigen Folienpreis, um Teichbesitzer zu gewinnen und ihnen später Filter, Fischfutter und anderes Zubehör zu verkaufen. Günstige Folien lassen sich herstellen, indem man 50 bis 70 Prozent Füllstoffe einbaut; zusammengehalten wird das Ganze dann nur vom PVC als Kleber. Auch nach 30 bis 40 Jahren Erfahrung ist der Unterschied beim Anfassen kaum zu erkennen. Manche Folien sind so schlecht gefertigt, dass sie nicht einmal den nächsten Winter überstehen.

Billige Stabilisatoren sind ein weiteres Problem. Was früher Cadmium war, ist heute DOP. In seriösen Folien ist es nicht mehr enthalten, in günstiger Ware aus dem Ostblock aber teils noch. Undefinierte Regenerate aus alten PVC-Resten oder aus Fensterproduktion taugen für Folien nicht. Qualitätssicherung ist ein wichtiges Thema.

Die Folgen zeigen sich im Laufe der Zeit: Die Folien werden spröder und zerbrechen bei Kälte. Die kunststoffverarbeitende Industrie empfiehlt für eine Haltbarkeit von 10 Jahren eine Kältefestigkeit von minus 20 Grad. Dieser Wert gilt für die neue Folie und sinkt mit den Jahren Richtung null, bis er die Wintertemperaturen erreicht und die Folie kaputtgeht.

Die damalige Exportfolie für Schweden war bereits bis minus 45 Grad kältefest, weil es dort deutlich kälter wird als hier. Selbst bei gleicher Alterungsgeschwindigkeit hält eine minus-45-Grad-Folie 50 statt nur 10 Jahre. Eine minderwertige Folie lässt sich dagegen zwischen den Fingern zerbrechen, was man sich ersparen sollte.

Die Materialauswahl spielt eine große Rolle. Derzeit ist viel schlechtes Material auf dem Markt, das nur wenige Jahre hält. Deshalb ist die Sanierung wegen defekter Dichtungen ein sehr aktuelles Thema.

Vorbeugung: Abdecken der Folie und Uferschutz

Was Sie tun können, um Schäden zu vermeiden:

  • Folie abdecken: Liegt die Folie offen, zerlegt die Sonne die Wirkstoffe, sodass sie spröde wird. Auch im Winter ist eine Abdeckung sinnvoll.
  • Ufermatte auslegen: Scharfkantige Eisplatten, die über die Ufer schrappen, können die Folie aufschneiden. Eine Ufermatte nimmt das auf. Mit lehmhaltigem Sand gefüllt, bildet sie ein Wurzelwerk, das dichter und stabiler wird, wenn Eisplatten hineinschneiden.

Reparatur von Löchern: PVC, PE und EPDM

Ein Loch in einer PVC-Folie lässt sich in der Regel kleben. Bei sehr schlechtem PVC mit hohem Ruß- oder Kreideanteil geht das allerdings nicht mehr. In vielen Fällen lässt sich ein Loch aber zumachen.

Bei Polyethylenfolien (PE) hilft ein einfacher Test: Schneiden Sie eine Ecke ab und lassen Sie sie schwimmen. Geht sie unter, ist es PVC oder EPDM; schwimmt sie, ist es PE. PE lässt sich nicht kleben. Butylkautschukbänder helfen kaum, da sie sich im Winter selbst wieder abreißen. EPDM lässt sich zwar kleben, das ist aber nur sehr aufwendig.

Ermitteln Sie den Restwert Ihrer Folie. Wenn bald weitere Löcher folgen, lohnt sich das Kleben oft nicht. Legen Sie dazu ein Stück Folie bei etwa minus 17 Grad in die Kühltruhe, knicken Sie es und prüfen Sie, ob Risse entstehen. Zerbröselt die Folie, sollten Sie sie besser austauschen. Ansonsten hilft es, prophylaktisch eine Ufermatte aufzulegen; an steilen Stellen gibt es dafür Taschenmatten.

Wasserwechsel und Folienspannung bei der Sanierung

Bei einer Sanierung muss in der Regel das Wasser abgelassen werden, was für manche eine Überraschung ist. Je nach Einbau kann die Folie unter starker Spannung stehen, besonders wenn sie bei 30 Grad Außentemperatur eingebaut wurde. Durch Schrumpfung und Wirkstoffverlust kann sie sich über die modellierten Terrassen so spannen, dass eine Sanierung kaum noch möglich ist.

Senkrechte Hänge als Problemquelle und Böschungswinkel

Ein Grundproblem sind steile, senkrechte Hänge. Der Wasserdruck drückt die Folie an die Wand und in jede kleine Unebenheit am Rand. Beim Ablassen des Wassers rutscht die Folie herunter, bildet Beulen und lässt sich kaum wieder hochziehen. Beim erneuten Befüllen wird sie wieder hineingedrückt und reißt irgendwann oben ein.

Beim Bau lässt sich das vermeiden, indem man keine senkrechten Wände anlegt, sondern flachere Böschungen, etwa mit 80 Grad. Der Aufwand ist im Vergleich zu senkrechten 90 Grad deutlich geringer, laut Referent etwa um 1000 Prozent. Wer Geld und Zeit sparen will, sollte senkrechte Wände also vermeiden.

Abschluss und Überleitung zu Wasserqualität und Algen

Das war es zum Thema Dichtungsdefekte. Als Nächstes geht es um Wasserqualität und Algen im Teich.


Der NaturaGart-Teichtreff nutzt ein breites Spektrum, um das Thema Teichbau zu erläutern. An den Ständen findet man Teichberater und Teichbau-Modelle, im Park findet man fertige Teiche und Teiche in der Bauphase. Praktische Vorführungen einzelner Arbeitsschritte sind ebenso zu finden wie theoretische Informationen in Form von Vorträgen. Auf dem September-Teichtreff 2014 hat Norbert Jorek, Biologe und Geschäftsführer der NaturaGart GmbH, einen Vortrag über verschiedene Aspekte gehalten, die bei der Teichsanierung zu beachten sind. Im ersten Teil geht es um die "Bewertung und Reparatur der Teichfolie".

Weitere Videos aus der Reihe Teichsanierung

Videos von NaturaGart TV


NaturaGart TV ist die Videoredaktion von NaturaGart. Hier entstehen praxisnahe Filme rund um Gartenteiche, Schwimmteiche, Wasserpflanzen und naturnahe Gartengestaltung.

Die Videos zeigen, wie Teiche geplant, gebaut und gepflegt werden - basierend auf über 45 Jahren Erfahrung und mehr als 70.000 realisierten Teichen.

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