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Unterwasserpflanzen im Winter

Wenn sich die Algen breit machen

Im Winter ziehen sich die Unterwasserpflanzen zurück. Fadenalgen und füllen die Lücke, um in Früling wieder verdrängt zu werden.

Wachstum bei sinkenden Temperaturen

Mit sinkenden Temperaturen stellen die meisten Unterwasserpflanzen ihr Wachstum ein. Einige werden schon unter 15 Grad deutlich langsamer. Ihr weiteres Schicksal hängt dann entscheidend von der Vereisungsdauer und der Wassertiefe ab. Wenn die Pflanzen vom Eis erreicht werden, frieren die Blätter ein und werden durch die treibende Eisplatte früher oder später abgerissen.

Eisdecke und Blattschäden

Oberflächennahe Blätter kann man daher besser schon vor der Vereisung, zum Beispiel in 20 cm Tiefe, abschneiden und aus dem Wasser holen. Sie würden alles andere ohnehin nicht überleben.

Lichtverhältnisse unter Eis und Schnee

Eine schneefreie Eisplatte lässt immer noch viel Licht durch. Das ändert sich, je dicker die Schneeschicht wird. Auch unter einer 10 bis 20 Zentimeter dicken, lockeren Schneedecke bleibt noch genug Licht, um Zeitung zu lesen. Für die meisten Unterwasserpflanzen ist das aber zu wenig.

Das ist ein Vorteil für Fadenalgen, die als mehr oder weniger langer Rasen im Winter den Boden überwachsen. Die Zusammensetzung des Lichtes ändert sich mit zunehmender Schneedicke. Grüne Pflanzen können mit dem schwachen Licht dann kaum noch etwas anfangen. Für wenig Licht gibt es Spezialisten mit rötlich-braunen Farben. Die können dann den Boden und die vorhandenen Unterwasserpflanzen überwachsen.

Algen im Winter

Nach den ersten Frösten gibt es ein frisches Grün fast nur noch bei den Armleuchteralgen. Diese Pflanzen sind schon eher Moos als Algen, sie bilden sogar schon kleine Blüten. Wo die Aktivität nicht mehr ausreicht, bilden sich jetzt die ersten lockeren Fadenalgenbestände. Sie sehen eher wie eine strukturlose Wolke aus.

Im weiteren Verlauf verlieren die Pflanzen das leuchtende Grün. Sie werden mit winzigen, rotbraunen Kleinalgen überwachsen. Wenn der Lichtmangel zu lange dauert, sterben bis zum Frühjahr die meisten sichtbaren Pflanzenteile ab. Aus den Resten oder aus dem Boden treiben dann im Frühjahr die neuen Pflanzen wieder aus.

Trübes und braunes Wasser

Wenn Sie im Herbst ein Laubschutznetz über Ihren Teich spannen, dann sieht das Wasser so aus. Völlig klar, 6 Meter Sichtweite bis auf die andere Seite.

Wenn Ihr Teich so groß ist, dass Sie ihn nicht mit einem Netz abspannen können, dann werden Ihnen zum Beispiel Eichenblätter in das Wasser fallen. Wenn Sie dann noch die alten Seerosenblätter drin lassen, gehen sehr viele Huminstoffe in das Wasser über und der Teich sieht so aus.

Dann ist er braun, es kommt nur sehr wenig Licht unten am Boden an und dann haben die Unterwasserpflanzen natürlich ein Problem.

Das Tausendblatt steht im kälter werdenden Wasser zwar noch sehr lange, macht dann aber nicht mehr viel. Die feingliedrigen Blätter werden in den nächsten Wochen am stärksten leiden. Dort verfangen sich kleine Fadenalgen, die dann weiter wachsen. Sie können das Tausendblatt im Laufe der Zeit vollständig einhüllen.

Hornblatt ist weniger anfällig, aber auch dort bilden sich Fadenalgen, weil ein Nährstoffüberschuss bei der Kälte nicht mehr verbraucht wird.

Auch die Wasserschraube ist jetzt praktisch völlig inaktiv. Viele Blätter sind von feinem Mulm überzogen und bekommen schon deshalb sehr wenig Licht. Deutlich sind jüngere Blätter zu erkennen, die im Herbst gewachsen sind.

In tieferem Wasser können die Bestände auch eine wochenlange Vereisung fast ohne Änderung überstehen. Aber wenn es zu lange dauert, bricht der Bestand auch dort zusammen.

Kaltwasserpflanzen

Es gibt aber auch Pflanzen wie der Frühlingswasserstern, die mit kaltem Wasser keine Probleme haben. Die wachsen dann sogar besonders gut. Auch das Krause Laichkraut und Wasserhahnenfuß sind typische Kaltwasserpflanzen. Etliche machen sogar eine Sommerpause und verschwinden in der warmen Jahreszeit ganz.

Es fängt jetzt an kalt zu werden, die ersten Fröste sind drübergegangen, das Riesenhechtkraut zieht sich zusammen. Spannend ist, was mit den Unterwasserpflanzen passiert.

Filtergraben und Strömung

Denen bekommt es besser, wenn sie eine leichte Strömung organisieren. Dann werden auch einige Bereiche des Filtergrabens immer eisfrei bleiben und die Pflanzen kommen dann deutlich besser über den Winter.

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