Laubschutz für Teiche: das Video zum Nachlesen
Warum Laub im Teich zum Problem wird
Eine 80-jährige Buche hat etwa 800.000 Blätter. Ein ganzer Wald hat aber Millionen. Im Winter würde ein belaubter Baum unter der Last des Schnees zusammenbrechen. Aus diesem Grunde ziehen die Bäume im Herbst möglichst viele Nährstoffe aus den Blättern zurück und werfen sie ab. Ungeheure Blattmassen treibt der Wind dann vor sich her.
Wenn sie auf der Wasserfläche eines Teiches landen, saugen sie sich voll und sinken ab. Im Winter ist das Wasser kalt. Das Laub verrottet nur langsam. Wenn es im Frühling wärmer wird, zersetzen sich die Blätter und treiben durch Faulgase an die Oberfläche. Die noch im Laub vorhandenen Nährstoffe werden frei und düngen die Algen. Wer solche Algenprobleme vermeiden will, der muss im Herbst den Eintrag von Laub vermeiden.
Engmaschig und nicht flach gespannt
Gegen die Blätter hilft am besten ein engmaschiges Netz. Grobmaschige Netze helfen daher nur gegen ganz große Blätter. Viele Blätter sind kleiner oder rollen sich beim Trocknen ein und fallen dann durch das Netz.
Ein flach über den Teich gespanntes Netz nützt nicht viel. Das Laub sammelt sich in der tiefsten Stelle und das Netz hängt im Wasser.
Eine Schwimmstütze hält das Netz hoch
Wir haben an diesem NaturaGart-Laubschutzsystem jahrelang herumexperimentiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass nur ein Verfahren wirklich funktioniert. Innerhalb des Teiches muss eine Stützinsel schwimmen, die das Netz hochhält. Unter diesen Bedingungen sammeln sich die Blätter nicht auf dem Netz, sondern der Wind bläst sie weg.
Im NaturaGart-Park werden im Herbst auch größere Teiche mit diesen Netzen überdeckt. Die verpackte Landschaft des Parks würde andernorts wahrscheinlich schon fast als Kunstwerk gelten.
Vier Schwimmstützen für unterschiedliche Teichgrößen
Der Aufbau dieser Schwimmstützen ist überhaupt nicht kompliziert. Wir haben vier verschiedene Typen:
- eine Mini-Schwimmstütze für die ganz kleinen Teiche,
- eine Standardstütze für Teiche bis 7 Meter Durchmesser,
- am stabilsten ist die Midi-Stütze, die wir für Teiche einsetzen, die etwa 10 Meter Durchmesser haben,
- und bis 12 Meter empfehlen wir dann die Maxi-Stütze.
Dieses alles kann man kombinieren. Unterschiedlich lange Teiche werden mehrere Stützen brauchen. Im ersten Jahr wird man noch etwas überlegen müssen, wie man was am besten positioniert. Dann ist der Aufbau jedoch mit wenigen Handgriffen erledigt.
Stützen und Netz am Ufer befestigen
Die Schwimmstützen werden am Ufer mit Heringen befestigt. Für das Netz reichen kleinere Haken. Schonender für das Netz sind allerdings Zugentlastungen. Weil das Netz in jedem Jahr gleich aufgebaut wird, kann man auch feste Ösen, zum Beispiel an Steinen, anbringen.
Der richtige Zeitpunkt
Bei uns im Flachland galt früher der 20. Oktober als statistischer Laubfalltermin. Jetzt ist das Anfang November, oft erst um den 10. November. Ende Oktober fangen wir an, hier im Park die Schwimmstützen aufzubauen. Das Netz ziehen wir dann drüber, wenn der erste Frost kommt und die Blätter fallen. Etwa 14 Tage später ist der ganze Spuk vorbei. In der Zeit kann man etwa 90 Prozent der Blattmasse auffangen.
Vor dem ersten Schnee wieder abbauen
Bevor der erste Schnee fällt, wird das Netz wieder abgebaut. Wenn man einzelne Pflanzbereiche vor der Winterkälte schützen will, kann man einzelne Schwimmer auch während des Winters stehen lassen. Das funktioniert aber nur kleinflächig, nicht mit tonnenschweren Schneelasten auf der gesamten Teichfläche.
Viele Teiche leiden monatelang, wenn zu viele Blätter in den Teich gelangen. Das NaturaGart-Laubschutzsystem schafft die Voraussetzungen für attraktive, algenfreie Teiche.