NaturaGart Online-Shop
Favoriten

Sicherheit für die Teich-Biologie

Referat: Norbert Jorek, Treff 2016, Teil 3

Dieses Video zeigt, warum Sedimente die größte Gefahr für die Teichbiologie sind und wie ein Filtergraben dabei hilft, Nährstoffe dauerhaft aus dem Wasser zu entfernen.

Einführung: Teichthemen und Filtergrabenkonzept

Teichthemen stehen seit etlichen Jahren bei den Natur- und Gartenmessen im Vordergrund. Der Park bietet im Umfeld der Messe ein einmaliges Präsentationsgelände. Das Interesse vieler Besucher gilt immer wieder der Stabilität in den Teichen. Das NaturaGart-Filtergrabenkonzept spielt dabei eine wichtige Rolle.

NaturaGart-Geschäftsführer Norbert Jorek erläutert in diesem Teil seines Referates, warum das so ist und wie man das baut.

Stabilität der Teichbiologie und Sedimentproblematik

Möglich stabile Lebensbedingungen schaffen. Was ist Stabilität und woran bemisst sich das? Sehen wir uns an, was ein solcher Naturteich unter Wasser macht.

Auf dem Teichgrund entstehen Sedimentschichten. Dort lebt relativ viel: Wasserflöhe, diverse Würmchen, die unten am Boden leben, und ein paar Kleinfische. Das alles bringt etwas Organik aus dem Schlamm nach oben. Diese Organik erkennt man daran, dass viele Bakterien darauf sitzen, die das Wasser grau färben.

Wenn Sie zusätzlich einen Schwimmteich oder einen Fischteich bauen wollen, rate ich Ihnen, das frühzeitig zu trennen. Sie müssen das Sediment aus den Teichen herausbekommen, wenn der Teich stabil sein soll. Das Sediment verursacht 90 % aller Probleme.

Ein vergleichsweise guter Teichgrund sieht so aus. Diese Sedimentgröße können Sie auch in Schwimmteichen noch gut ertragen. Irgendwann wird es aber deutlich mehr, und sobald Sie darin schwimmen, wird alles aufgewirbelt. Dann kommen die Nährstoffe wieder ins Wasser.

Auf dem Sediment wachsen kleine Algen, die oft Luftblasen haben und so Sediment nach oben ziehen. Im Frühjahr ist es ganz typisch, dass Teile dieses Sediments nach oben kommen und oben auf dem Teich schwimmen. Das sieht erbärmlich aus, und keiner will das haben. Wenn Sie das loswerden wollen, müssen Sie das Sediment am Teichgrund entfernen. Das ist das Entscheidende.

Konstruktionsprinzip: Filtergraben und Nährstoffentzug

Es gibt ein Konstruktionsprinzip, das NaturaGart seit vielen Jahren vertritt. Angenommen, Blütenstaub fällt in den Teich und wird abgebaut. Dabei werden Nährstoffe frei. Oft wird empfohlen, am Ufer Schilf zu pflanzen, das das Wasser reinige. Das funktioniert jedoch nicht, denn Pflanzen und Wasser liegen zu weit auseinander. Man kann die Pflanzen nicht zum Wasser bringen, also muss man das Wasser zu den Pflanzen bringen.

Dafür legt man einen Filtergraben an, durch den das Wasser fließt. Das ist wesentlich effizienter: Bei dichtem Pflanzenbewuchs hat das Wasser ständig Kontakt mit den Pflanzen, die Phosphat und Nitrat aufnehmen. Jeder Wassertropfen muss sich um die Halme herumschlängeln. Deshalb haben langgestreckte Filtergräben diese wichtige Funktion.

Fadenalgen, Pflanzenwachstum und Praxisbeispiel

Das Problem: Die Pflanzen wachsen im Frühjahr noch nicht. Sie beginnen erst bei etwa 10 bis 15 Grad zu wachsen. In diese Lücken wachsen dann Fadenalgen. Sie wachsen auf den Blättern des Vorjahres, die um diese Jahreszeit noch inaktiv sind, erfüllen aber den gleichen Zweck. Der Nährstoffüberschuss aus dem Winter wird durch den Filtergraben geleitet, und das Wasser windet sich an den Fadenalgen vorbei. Diese wachsen nur im Filtergraben, der Teich bleibt klar.

Das ist das ganze Geheimnis. Im Filtergraben wachsen Überwasserpflanzen. Das Wasser fließt oben in den Filtergraben. Die großen Blätter vorne gehören zum Riesenhechtkraut, das durch das Wasser gedüngt wird.

Die gelblichen Pflanzen daneben sind ebenfalls Riesenhechtkraut, stehen aber nicht im gleichen Düngerstrom und bekommen deshalb nicht so viel Nährstoff. Ein Filtergraben könnte also noch wesentlich mehr vertragen.

  • Verschiedene Videos im Internet zeigen, wie das im Detail funktioniert.
  • Dieser Überblick kann das Thema nur grob umreißen.

Sicherheit für die Teich-Biologie: Sedimente vermeiden und Wasser stabil halten

Ein Teich bleibt nur dann langfristig stabil, wenn sein ökologisches System im Gleichgewicht bleibt. Die größte Gefahr für diese Stabilität sind Sedimente. Sie entstehen, wenn Blütenstaub, Laub, Fischfutter und andere organische Stoffe ins Wasser fallen, auf den Grund sinken und dort vermodern.

Die Folge: Nährstoffe werden freigesetzt, das Wasser verfärbt sich milchgrau und die Wasserqualität verschlechtert sich. Wird das Sediment zusätzlich aufgewirbelt, gelangen noch mehr Nährstoffe ins Wasser und fördern Algenwachstum. Genau deshalb ist die Kontrolle und Entfernung von Sedimenten entscheidend für die Sicherheit der Teichbiologie.

Warum Sediment so problematisch ist

Sediment ist nicht nur ein optisches Problem. In ihm sammeln sich organische Stoffe und Bakterien, die das Wasser belasten. Vor allem in Schwimm- und Fischteichen führt das schnell zu Instabilität, weil das Sediment durch Nutzung immer wieder aufgewirbelt wird.

Je mehr Nährstoffe am Boden gespeichert werden, desto größer ist die Gefahr, dass das ökologische Gleichgewicht kippt.

Der Filtergraben als zentrale Lösung

Nach dem NaturaGart-Konzept wird das sedimenthaltige Wasser in einen separaten Filtergraben geleitet. Dort strömt es durch ein dichtes Dickicht aus Unterwasserpflanzen, die dem Wasser überschüssige Nährstoffe entziehen.

Das gereinigte Wasser wird anschließend in den Teich zurückgepumpt. So entsteht ein biologischer Reinigungsprozess, der direkt an der Ursache ansetzt und das System nachhaltig stabilisiert.

Biologische Reinigung nach dem Vorbild der Natur

Der Filtergraben funktioniert, weil das Wasser dort intensiv mit den Pflanzen in Kontakt kommt. Statt darauf zu hoffen, dass Uferpflanzen in einiger Entfernung Nährstoffe aufnehmen, wird das Wasser gezielt zu den Pflanzen geführt.

Gerade im Frühjahr können auch Fadenalgen im Filtergraben einen Teil der Reinigungsleistung übernehmen. Dadurch bleibt die Nährstoffbelastung aus dem Hauptteich herausgehalten und die Teichbiologie wird geschützt.

Wer Sediment frühzeitig aus dem System heraushält, schafft die Grundlage für einen klaren, stabilen und langfristig pflegeleichten Teich.

FAQ zur Sicherheit für die Teich-Biologie

Warum ist Sediment so gefährlich für einen Teich?

Im Sediment sammeln sich organische Stoffe und Nährstoffe. Werden diese wieder ins Wasser eingetragen, verschlechtert sich die Wasserqualität und Algenprobleme nehmen zu.


Was macht ein Filtergraben?

Ein Filtergraben leitet das belastete Wasser durch dicht wachsende Unterwasserpflanzen. Diese entziehen dem Wasser Nährstoffe und reinigen es biologisch.


Warum reicht Schilf am Ufer nicht aus?

Weil die Pflanzen oft keinen direkten Kontakt mit dem belasteten Wasser haben. Der Filtergraben ist effektiver, weil das Wasser gezielt durch den Pflanzenbereich geführt wird.


Hilft der Filtergraben auch im Frühjahr?

Ja. Im Frühjahr übernehmen oft Fadenalgen im Filtergraben einen Teil der Reinigungsfunktion, bis die eigentlichen Wasserpflanzen wieder voll aktiv sind.


Videos von NaturaGart TV


NaturaGart TV ist die Videoredaktion von NaturaGart. Hier entstehen praxisnahe Filme rund um Gartenteiche, Schwimmteiche, Wasserpflanzen und naturnahe Gartengestaltung.

Die Videos zeigen, wie Teiche geplant, gebaut und gepflegt werden - basierend auf über 45 Jahren Erfahrung und mehr als 70.000 realisierten Teichen.

→ Weitere Videos entdecken