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Ideale Teiche: richtige Pflege

Referat: Dr. Holger Kraus, Treff 2016, Teil 3

Die Wartung eines Gartenteichs ist nicht schwer. Man muss einfach nur das Richtige zur richtigen Zeit tun.

Einleitung: Hilfsmittel zur Teichpflege auf der Messe 2016

Auf der Natur- und Gartenmesse 2016 wurden viele Hilfsmittel für eine möglichst einfache Teichpflege gezeigt. Was ist sinnvoll, wofür braucht man das und worauf kommt es letztlich an? Im dritten Teil seines Vortrags spricht Dr. Holger Kraus, zoologischer Leiter des NaturaGart-Parks, über eine hohe Sicherheit für den Teich durch rechtzeitige Pflege.

Vorstellung des Referenten und Thema: Sicherheit durch rechtzeitige Pflege

Grundregel: Eingetragenes Material regelmäßig entfernen

Die einfache Regel ist: Pflege bedeutet, dass das, was in den Teich gelangt, auch wieder herausgeholt wird. Fällt Laub hinein, muss man es irgendwann herausholen. Man hat die Wahl: Man kann es im Herbst, etwa beim letzten Grillen, nebenbei mit dem Kescher herausholen, solange es gerade hineingefallen ist. Oder man wartet fünf Jahre, bis es drei Kubikmeter geworden sind, und bittet alle Bekannten um Hilfe, den Teich wieder auszuräumen.

Empfehlenswert ist die kleine Nummer, regelmäßig durchgeführt. Sonst gerät der Teich in die Verlandungsphase, und die Arbeit am Ende ist deutlich größer.

Vorbeugung mit Laubschutznetzen

Der schönere Tipp ist, dass das, was gar nicht erst hineinfällt, auch nicht mit großer Mühe wieder herausgeholt werden muss. Über Laubschutznetze kann man sich informieren. Deckt man den Teich für die vier Wochen einfach ab, hat man das Problem nicht. Aufbauen und Wiederwegräumen kostet etwa jeweils eine Stunde. Das Laub wird vollständig aufgefangen, sodass im Teich kein Laub, kein Mulm und damit auch keine zusätzlichen Nährstoffe entstehen. Der Teich bleibt stabil, und der Arbeitsaufwand bleibt relativ gering.

Abkeschern und Schlammsauger bei Mulm und Fadenalgen

Abkeschern und Laubschutz wurden bereits genannt. Falls es doch einmal schiefgeht, etwa weil die Grillsaison zu früh endete oder man nicht mehr zum Abkeschern kam, gibt es den Sani-See oder einen beliebigen anderen gut funktionierenden Schlammsauger. Wird der Mulm irgendwann zu viel oder ist zu viel Fadenalge drin, lässt sich mit einem solchen Gerät ohne großen Aufwand arbeiten: Das Gerät wird aus der Garage geholt und ist in fünf Minuten einsatzbereit. Das geht schneller als Rasenmähen. Auch nach einer etwas vernachlässigten Phase lässt sich der Dreck damit wieder absaugen.

Jahreszyklus: Herbst-, Winter- und Frühjahrsarbeiten

Pflege bedeutet, immer wieder Kleinigkeiten zu erledigen, etwa abgestorbene Pflanzen im Herbst zurückzuschneiden. Den Teich bereitet man im Herbst und Winter auf die wirklich kalten Monate vor. Dabei sollte möglichst viel absterbendes Material entfernt werden. Es muss nicht alles auf links gedreht werden, aber man schneidet zurück, was man erreichen kann. Außerdem kümmert man sich ein wenig um den Schlamm.

Im Winter muss je nach Strenge des Winters die Technik zurückgebaut werden, weil sie nicht durchlaufen kann. Viel mehr ist dann nicht mehr zu tun. Sind Fische im Teich, muss dafür gesorgt werden, dass sie den Winter überleben, etwa durch etwas Wasserbewegung und Sauerstoff.

Im Frühling bleiben nur noch kleine Restarbeiten: Wie das restliche Laub nach der Schneeschmelze im Garten entfernt wird, räumt man auch am Teich ein wenig auf. Die Hauptsache passiert jedoch im Herbst. Alles, was im Herbst entfernt wurde, kann im Winter nicht mehr zu einer hohen Nährstoffkurve führen. So hat man vorgearbeitet, der Prozess kann gar nicht erst angestoßen werden und man hat den besten Start ins Frühjahr.

Im Frühjahr entfernt man dann nur noch, was optisch missfällt und was vielleicht etwas vernachlässigt wurde. So ist der Jahreszyklus relativ schnell durchlaufen, und im Sommer muss man fast gar nichts tun. Ist der Teich im Gleichgewicht und sicher im Gleichgewicht, muss nur noch etwas nachkorrigiert werden.

Technik: Regelmäßige Kontrolle von Pumpen und Geräten

An jedem Teich ist ein wenig Technik verbaut. Die wenigsten Teiche sind bloße Mulden mit Wasser, es sei denn, es handelt sich um einen ganz kleinen, reinen Naturteich. Diese Technik hat Geld gekostet und verbraucht meist auch Strom, weil sie laufen muss. Oft wird sie vernachlässigt. Die Pumpe sollte man mindestens einmal im Jahr ansehen, und das gilt für alle Geräte und technischen Details im Teich.

Man muss das nicht mit großem Zeitaufwand tun, aber man sollte wissen, wie das System normalerweise läuft. Ändert sich etwa die Menge des Wassers, das beim Bachlauf herunterkommt, stimmt mit der Pumpe möglicherweise etwas nicht. Sonst verbraucht die Pumpe unter Umständen weit mehr Strom als auf dem Etikett angegeben, etwa weil sie verstopft oder stark verkalkt ist.

Deshalb sollten alle technischen Komponenten mindestens einmal im Jahr angesehen, überprüft und gereinigt werden. Selbst wenn optisch noch nichts auffällt: Das Fördervolumen einer Pumpe kann im Jahresverlauf um 10 bis 20 Prozent zurückgehen, weil sich Schmutzpartikel und Biofilme ansammeln. Einmal im Jahr sauber zu machen bedeutet, dass dieselbe Strommenge deutlich mehr Leistung bringt.

UVC-Wasserklärer: Reinigung des Glaszylinders

Besonders wichtig ist das bei einem UVC-Wasserklärer. Das Licht muss durch mindestens eine, meist zwei Glaswände ins Wasser gelangen. Wachsen auf der Innenwand Algen oder liegen Schmutz, Eisen- oder Kalkablagerungen darauf, erreicht dieses teuer erzeugte Licht die Algen nicht, die damit eigentlich bekämpft werden sollen. Das Gerät verbraucht jeden Tag und jede Nacht Strom, daher muss nur dafür gesorgt werden, dass es seinen Dienst tut, indem der Glaszylinder sauber gehalten wird.

In den Teichpflege- und Teichbiologie-Seminaren wird eine solche Lampe demontiert und der verschmutzte Zylinder gezeigt. Viele sind davon überrascht, und nicht selten sind die Zylinder so verschmutzt oder die Pumpen so verkalkt, dass nur noch wenig funktioniert. Eine Grundreinigung und vielleicht eine Entkalkung helfen. Videos dazu gibt es auf der Homepage. Das ist kein Hexenwerk und erfordert keine besondere technische Erfahrung.

Grundreinigung und Entkalkung der Technik

Ist die Technik in Ordnung, bleibt der Teich lange in der stabilen Phase, weil der Filter so arbeitet, wie er geplant wurde. Man kann dann darauf vertrauen, dass alles auch über die nächsten zwei und vier Wochen funktioniert, weil es einmal durchgecheckt wurde. Ein Nachbar, der den Teich nicht so gut kennt, bemerkt beispielsweise nicht, ob der Wasserfall noch genauso laut läuft, wenn man im Urlaub ist. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass der Teich technisch und im Pflegezustand immer im guten, stabilen Bereich läuft.

Hinweis auf das NaturaGart-System und Stabilität des Teichs

Das richtige System hilft, dass der Teich lange zufriedenstellend läuft. Das NaturaGart-System wird vorgeschlagen; Informationen gibt es auf der Messe. Herr Jorek hat am Morgen bereits einen Vortrag gehalten. Stabilität ist allerdings keine Erwartung, dass der Teich für immer so bleibt, wie er am ersten Tag war. Das wäre eine Illusion. Der Teich verändert sich, und die Natur spielt dabei mit. Das sollte man wissen, um nicht zu viel zu erwarten und um gleich richtig reagieren zu können.

Man sollte etwas mehr über den eigenen Teich wissen: warum er so gebaut ist, wie er gebaut ist, wie viel Wasser darin ist und ungefähr, wie die Wasserchemie im Verlauf des Jahres aussieht. Es sollte ein wenig Pflege investiert werden, nicht viele kleine Maßnahmen, aber mit genauem Wissen darüber, was man tut. Das ist besser, als fünf Jahre zu warten und den Teich dann auf links zu drehen und quasi von null zu starten. Dann kommt man wieder in die Einfahrphase, und dorthin möchte niemand.

Die wichtigste Maßnahme ist die Sedimentkontrolle: Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht so viel Material in den Teich gelangt. Ist es doch hineingekommen, wird es wieder herausgeholt. Außerdem sollte die technische Wartung nicht vernachlässigt werden:

  • Ist die Pumpe sauber?
  • Sind die Vorfilter sauber?
  • Werden die Filtermaterialien in den passenden Intervallen gewechselt?
  • Funktioniert der UVC-Wasserklärer?

Fazit: Sedimentkontrolle und technische Wartung

Wenn all das beachtet wird, bleibt dieser Teich, egal mit welchem System er gebaut wurde, viel länger in einem zufriedenstellenden Zustand.

Videos von NaturaGart TV


NaturaGart TV ist die Videoredaktion von NaturaGart. Hier entstehen praxisnahe Filme rund um Gartenteiche, Schwimmteiche, Wasserpflanzen und naturnahe Gartengestaltung.

Die Videos zeigen, wie Teiche geplant, gebaut und gepflegt werden - basierend auf über 45 Jahren Erfahrung und mehr als 70.000 realisierten Teichen.

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