Mehr Infos zum Video Teiche im Außenbereich
Molche, Kröten, Frösche und Libellen leben an kleinen Teichen. Damit ihre Bestände überleben, brauchen sie ein Netz aus Teichen in der Landschaft. Das Video erklärt, warum dieses Netz Lücken hat, was das Baurecht damit zu tun hat und warum sich NaturaGart seit Jahren für eine Änderung einsetzt.
Warum kleine Teiche für die Natur wichtig sind
Viele Amphibien sind schlechte Wanderer. Ein Molch schafft im Video nur etwa 5 Millimeter pro Schritt. Diese Lebensweise hat Jahrmillionen funktioniert, solange es naturnahe Teiche gab und die Teiche durch Wälder und Hecken verbunden waren. Tausende Tier- und Pflanzenarten leben an solchen Teichen. Libellen fliegen weit, die meisten anderen Arten schaffen nur kurze Strecken. Sie brauchen als Zwischenstation einen weiteren Teich in der Nähe, denn nur durch Wanderung und Austausch können sie überleben. Mehr zu den Tieren am Teich steht unter Tiere und Pflanzen an Teichen und in der Kurzinfo: Amphibien am Gartenteich.
Wie die Kulturlandschaft ausgeräumt wurde
Die Kulturlandschaft war früher ein Netz solcher Lebensräume. Eine einseitige Agrarpolitik hat dann zugelassen, dass Hecken gerodet und kleine Teiche zugeschüttet wurden. Heute gilt die Zerstörung dieser kleinen Wasserlandschaften als Fehler. Die Politik nennt Vernetzung von Lebensräumen als Ziel. Die Hintergründe beschreibt der Blogbeitrag Blog: Mehr Natur im ländlichen Raum.
Bebauungsplan und Außenbereich
Der größte Teil der Grundstücke liegt im Geltungsbereich eines Bebauungsplans. Dort regelt der Plan, wie groß ein Haus werden darf und ob ein Teich gebaut werden darf. In der Regel ist das erlaubt. Außerhalb von Bebauungsplänen liegt der Außenbereich. Dafür gilt nur die Landesbauordnung. Sie verbot bis zur Änderung in Nordrhein-Westfalen den Bau von Teichen im Außenbereich grundsätzlich, und die Bauämter lehnten solche Anträge zuletzt zunehmend ab. NaturaGart hat das Problem in der Dokumentation Dokumentation: Teichanlagen im Außenbereich ausführlich geschildert und Lösungswege aufgezeigt.
Was sich in Nordrhein-Westfalen geändert hat
Das Video zeigt den Stand vor der Änderung der Landesbauordnung und kündigt die Aufhebung des Verbots als geplant an. Inzwischen wurde die Landesbauordnung geändert. Nach den Angaben von NaturaGart sind Teiche bis 100 Kubikmeter Inhalt auch im Außenbereich möglich, dort nicht weiter als 50 Meter vom Gebäude entfernt. Für Schwimmteiche gab es zunächst eine Einschränkung. Die Einzelheiten und ein Praxisbeispiel zeigen das Video Video: Braucht man eine Genehmigung für Teichbau? und der Blogbeitrag Blog: Bauantrag für einen Schwimmteich in NRW und anderen Bundesländern. Verbindlich sind die aktuelle Landesbauordnung und die Auskunft der zuständigen Bauaufsichtsbehörde.
Warum eine Teichfolie hilft
Weil der Grundwasserstand vielerorts tief abgesunken ist, bleibt oft nur die Teichfolie, um den Wasserstand hoch genug zu halten. Sie verhindert auch, dass Dünger und Pestizide in den Teich eingeschwemmt werden. Das gilt nicht nur für Naturteiche. Auch bei Schwimmteichen und Fischteichen sorgen die NaturaGart-Konzepte dafür, dass immer Platz für die Natur bleibt. Ausführlich beschreibt das die Dokumentation Folienteiche und Naturschutz.
NaturaGart und der Park
NaturaGart gibt es seit 1979. In dieser Zeit wurden einfache Bautechniken für Teiche entwickelt, Konzepte für mehr Natur im eigenen Garten, und mehr als 50.000 Teiche mit Kunden gebaut. Das ist ein dichtes Netz für die Natur, das aber weiter große Lücken hat. Im NaturaGart-Park zeigt das Unternehmen, wie man der Natur wirkungsvoll helfen kann. Nach NaturaGart-Angaben ist der Park ein bedeutendes Laichgebiet für Amphibien in der Umgebung. Wie NaturaGart Lebensräume schafft, zeigt die Seite NaturaGart schafft Lebensräume und das Video Video: Artenschutz, Biotopverbund und Natur im Garten.
Wer einen Teich plant, findet Hilfe in der Planungshilfe für Teiche und in der Beratung für Teiche.