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Teichpflanzen: Rahmenbedingungen für gutes Wachstum

Wasserreinigende Pflanzen im Filtergraben: Was Nährstoffe, Sediment und Kohlendioxid damit zu tun haben

Warum wachsen Pflanzen im Filtergraben mal dicht und mal lückig? Das Video erklärt, welche Rolle Schlamm, Nährstoffverhältnis und Kohlendioxid spielen, woran man den Stand an den Wasserschrauben erkennt und wann eine Wasseranalyse hilft.

Nährstoffe im Teichwasser und Algenwachstum

Im Laufe der Jahre werden immer mehr Staub und Blätter in viele Teiche geweht. Sie sinken zu Boden und werden dort abgebaut. Die Nährstoffe gelangen ins Wasser und sind dann optimaler Dünger für die Vermehrung der Algen.

Es ist daher das Ziel, den Nährstoffgehalt im Wasser gering zu halten. Klares Wasser gibt es nur, wenn wenig freie Nährstoffe vorhanden sind. Gelegentlich passiert aber auch das Gegenteil: Alle Nährstoffe werden systematisch entfernt. Dann ist das Wasser zwar einigermaßen klar, die Pflanzen wachsen aber nicht.

Ziel des Filtergrabens: Pflanzenwachstum und Nährstoffaufnahme

Das Ziel des NaturaGart-Systems ist ein starkes Pflanzenwachstum im Filtergraben. Dann bauen die Pflanzen die Nährstoffe ein. Ein üppiger Pflanzenwuchs kann dann sofort reagieren, wenn es zu einer saisonal starken Belastung mit Nährstoffen kommt. Der Nährstoffschub trifft dann auf ein funktionsbereites Abwehrsystem.

Das Ziel ist also ein sauberer Teich. Voraussetzung dafür ist aber, dass sich der Filtergraben innerhalb weniger Monate, spätestens Jahre, zu einem Pflanzendickicht entwickelt.

Sedimentschicht und Schlammablagerung im Filtergraben

Im Teich bildet sich eine dünne Sedimentschicht. Man kann sie zu den Absaugstellen am Boden fegen. Dort wird das Sediment aus dem Teich in den Filtergraben transportiert. Es sollte dort eine mindestens 5 bis 15 cm dicke Schlammschicht entstehen. Diese Schicht wird innerhalb eines Jahres auf wenige Millimeter abgebaut.

Besonders in der Anfangszeit ist diese Schicht oft zu dünn. Das Pflanzenwachstum ist dann zu lückig. Auf der mittleren Terrasse des Filtergrabens liegt dann nur wenig Sediment. Die Wasserschrauben produzieren zwar weitere Ableger, deren Wachstum ist jedoch sehr schwach. Sie werden dann nur wenige Zentimeter hoch.

Lückiges Wachstum bei zu dünner Schlammschicht

In tieferen Bereichen mit Meerschlamm wachsen diese Pflanzen dann bereits deutlich dichter. Auch in diesem Beispiel ist die Schlammschicht noch zu dünn. Das Wachstum der Hechtkräuter ist extrem schwach. Da sollte man mit etwas Wachstumsdünger nachhelfen.

Im Laufe der Zeit wird das Wachstum zunächst in den tieferen Bereichen etwas stärker, denn dort sammelt sich mehr Sediment aus dem Teich. Typischerweise ist also die Tiefenzone zuerst bewachsen. Irgendwann ziehen dann auch die Bestände auf höher liegenden Terrassen nach. Im Endstadium ist dann das gesamte Volumen des Filtergrabens bewachsen.

Wasserschrauben als Messwert für die Vegetationsentwicklung

Die Länge der Wasserschrauben ist ein guter Messwert für den Stand der Vegetationsentwicklung. In nährstoffarmen Teichen starten sie oft kaum sichtbar mit 2 bis 5 cm, bilden dann aber reichlich Ausläufer. Die Lage ist dann unterirdisch oft besser, als sie im Wasser erscheint. Oft sind dann sowohl das Wasser als auch der Sand so nährstoffarm, dass sie in dieser Situation verharren.

Wenn mehr Sediment im Filtergraben abgelagert wird, nimmt das Wachstum der Pflanzen zu. Wasserschrauben können dann zwei Meter lang werden. Dann liegen sie oft flach auf dem Wasser und nehmen anderen Pflanzen das Licht weg.

Unterschiedliche Pflanzenzusammensetzung im Filtergraben

Das Ziel ist daher eine unterschiedliche Zusammensetzung der Filtergrabenvegetation. Unterwasserpflanzen helfen mit einer großen Blattoberfläche. Damit entnehmen sie Nährstoffe aus dem Wasser, entweder selbst oder mit Hilfe der Fadenalgen, die besonders im Frühjahr darauf wachsen. Oft gibt es schon nach wenigen Monaten einen dichten Bestand.

Wichtig sind auch Sumpfpflanzen, die aus dem Wasser herausragen. Wenn sie wachsen, verbrauchen sie den Schlamm.

Wasseranalyse und Nährstoffverhältnis bei schlechtem Pflanzenwachstum

Wenn die Pflanzen im Filtergraben schlecht wachsen, hilft eine Wasseranalyse bei der Suche nach den Ursachen. Mehr Dünger hilft dann auch nicht unbedingt. Für jede Einheit Phosphor brauchen die meisten Pflanzen einen Mix aus einem Teil Phosphor, 16 Teilen Stickstoff und über 100 Teilen Kohlenstoff.

In der Startphase vieler Teiche sieht das Mengenverhältnis eher so aus:

  • Phosphor und Stickstoff sind im Überfluss vorhanden
  • Kohlenstoff fehlt

Noch mehr Phosphor oder noch mehr Stickstoffdünger vergrößern dann eher das Problem, wenn den Pflanzen der Kohlenstoff fehlt. Den bekommen sie als CO2 aus dem Schlamm, der im Filtergraben abgelagert und abgebaut wurde.

Kohlendioxid aus abgelagertem Schlamm

Letztlich hängt es von den Startbedingungen und den Eigenschaften des Füllwassers ab, wie schnell solche Entwicklungen ablaufen und wie schnell sich welche Pflanzen durchsetzen. Das kann mehrere Jahre dauern, besonders wenn die Schlammansammlung im Filtergraben unterbunden wird. Ein Teich ist kein steriler Operationssaal. Er braucht das Sediment, damit dort CO2 entsteht.

Das brauchen nicht nur die Pflanzen, sondern das ist auch wichtig für ein Gleichgewicht von Kohlensäure und Kalk. Besonders in der Startphase wird oft zu wenig Sediment angelandet. Dann wird daraus zu wenig CO2 freigesetzt und die Unterwasserpflanzen wachsen nur langsam und bleiben klein. Bis zum Erreichen eines CO2-Wertes der Luft hilft dann eine Durchmischung mit Luft, am einfachsten in Wasserfällen oder auch mit einem Belüfter.

Durchmischung mit Luft bei Kohlendioxidmangel

Zusammenspiel von Teich und Filtergraben

Jeder Teich erreicht irgendwann einen optimalen Zustand. Je mehr man diese Entwicklung stört, desto länger wird es dauern. Das Ziel ist eine robuste Teichanlage mit klarem Wasser im Teich. Der Filtergraben stabilisiert den Zustand mit optimaler Vegetation und dem Sediment als Quelle für das meistens stark unterschätzte Kohlendioxid. Die Kombination von Teich- und Filtergraben entspricht am besten den Abläufen in der Natur. Das NaturaGart-System schafft dafür die optimalen Rahmenbedingungen.

Teichpflanzen im Filtergraben: Was sie zum Wachsen brauchen

Im Laufe der Jahre wehen Staub und Laub in den Teich, sinken zu Boden und werden dort abgebaut. Die Nährstoffe landen im Wasser und sind ein idealer Dünger für Algen. Klares Wasser gibt es nur, wenn wenig freie Nährstoffe vorhanden sind. Deshalb ist das Ziel des Filtergraben ein kräftiger Pflanzenwuchs: Die Pflanzen bauen die Nährstoffe ein. Steigt die Belastung saisonal an, trifft der Nährstoffschub auf ein funktionsbereites Abwehrsystem.

Zu wenig Nährstoffe: klares Wasser, aber kein Wachstum

Gelegentlich passiert das Gegenteil: Werden alle Nährstoffe systematisch entfernt, ist das Wasser zwar einigermaßen klar, aber die Pflanzen wachsen nicht. Der Filtergraben soll sich innerhalb weniger Monate, spätestens Jahre, zu einem Pflanzendickicht entwickeln. Erst dann ist er für Belastungsspitzen gerüstet.

Sediment als Motor: 5 bis 15 cm Schlamm im Filtergraben

Im Teich bildet sich eine dünne Sedimentschicht, die man zu den Absaugstellen am Boden fegen kann. Von dort gelangt das Sediment in den Filtergraben. Dort sollte eine mindestens 5 bis 15 cm dicke Schlammschicht entstehen, die innerhalb eines Jahres auf wenige Millimeter abgebaut wird. Besonders am Anfang ist diese Schicht oft zu dünn. Dann wachsen die Pflanzen lückig: Auf der mittleren Terrasse liegt wenig Sediment, die Wasserschrauben bilden zwar Ableger, bleiben aber nur wenige Zentimeter hoch. In tieferen Bereichen mit mehr Schlamm wachsen sie deutlich dichter. Beim Hechtkraut im Beispiel ist die Schlammschicht ebenfalls noch zu dünn, dort kann etwas Wachstumsdünger helfen (Dünger für Teichpflanzen).

Typischerweise ist zuerst die Tiefenzone bewachsen, denn dort sammelt sich mehr Sediment aus dem Teich. Irgendwann ziehen die Bestände auf den höher liegenden Terrassen nach, und im Endstadium ist das gesamte Volumen des Filtergrabens bewachsen.

Wasserschrauben als Messlatte für die Entwicklung

Die Länge der Wasserschrauben zeigt, wo der Filtergraben steht. In nährstoffarmen Teichen starten sie oft kaum sichtbar mit 2 bis 5 cm, bilden dann aber reichlich Ausläufer. Unter Wasser ist die Lage dann oft besser, als sie aussieht. Manchmal sind Wasser und Sand so nährstoffarm, dass es dabei bleibt. Wird mehr Sediment abgelagert, nimmt das Wachstum zu, und die Wasserschrauben können zwei Meter lang werden. Dann liegen sie oft flach auf dem Wasser und nehmen anderen Pflanzen das Licht.

Mischung statt Monokultur: Unterwasser- und Sumpfpflanzen

Deshalb ist eine unterschiedliche Zusammensetzung der Vegetation das Ziel. Unterwasserpflanzen mit großer Blattoberfläche entnehmen dem Wasser Nährstoffe, entweder selbst oder mit Hilfe der Fadenalgen, die besonders im Frühjahr darauf wachsen. Oft steht schon nach wenigen Monaten ein dichter Bestand. Sumpfpflanzen, die aus dem Wasser herausragen, verbrauchen dagegen den Schlamm. Eine Auswahl wasserreinigender Teichpflanzen zeigt die Kategorie Pflanzen zur Wasserreinigung.

Wenn nichts wächst: Wasseranalyse statt mehr Dünger

Wachsen die Pflanzen im Filtergraben schlecht, hilft eine Wasseranalyse bei der Suche nach der Ursache. Mehr Dünger hilft dann nicht unbedingt. Für jede Einheit Phosphor brauchen die meisten Pflanzen 16 Teile Stickstoff und über 100 Teile Kohlenstoff. In der Startphase vieler Teiche sind Phosphor und Stickstoff im Überfluss vorhanden, und es fehlt der Kohlenstoff. Noch mehr Phosphor oder Stickstoff vergrößert das Problem dann eher. Den Kohlenstoff bekommen die Pflanzen als CO2 aus dem Schlamm, der im Filtergraben abgelagert und abgebaut wird.

Kohlendioxid: Warum ein Teich Sediment braucht

Wie schnell sich welche Pflanzen durchsetzen, hängt von den Startbedingungen und vom Füllwasser ab. Das kann mehrere Jahre dauern, besonders wenn im Filtergraben keine Schlammansammlung zugelassen wird. Ein Teich ist kein steriler Operationssaal: Er braucht das Sediment, damit daraus CO2 entsteht. Das ist nicht nur für die Pflanzen wichtig, sondern auch für das Gleichgewicht von Kohlensäure und Kalk. Gerade am Anfang wird oft zu wenig Sediment angelandet. Dann wird zu wenig CO2 frei, und die Unterwasserpflanzen wachsen langsam und bleiben klein. Bis das Wasser den CO2-Wert der Luft erreicht, hilft eine Durchmischung mit Luft, am einfachsten in Wasserfällen oder mit einem Belüfter.

Teich und Filtergraben als Team

Jeder Teich erreicht irgendwann einen stabilen Zustand. Je mehr man diese Entwicklung stört, desto länger dauert es. Das Ziel ist eine robuste Teichanlage mit klarem Wasser. Der Filtergraben stabilisiert sie mit passender Vegetation und mit dem Sediment als Quelle für das meist unterschätzte Kohlendioxid. Die Kombination aus Teich und Filtergraben entspricht den Abläufen in der Natur. Wie das im Gesamtsystem zusammenspielt, zeigt die Anleitung für klares Wasser.

FAQ zu Teichpflanzen: Rahmenbedingungen für gutes Wachstum

Warum wachsen die Pflanzen im Filtergraben lückig?

Meistens ist die Schlammschicht noch zu dünn, besonders in der Anfangszeit. Im Filtergraben sollte eine mindestens 5 bis 15 cm dicke Schlammschicht entstehen. In tieferen Bereichen sammelt sich mehr Sediment, deshalb wächst dort zuerst ein dichter Bestand, und die höher liegenden Terrassen ziehen später nach.


Wie schnell sollte der Filtergraben zuwachsen?

Er soll sich innerhalb weniger Monate, spätestens Jahre, zu einem Pflanzendickicht entwickeln. Wie schnell das geht, hängt von den Startbedingungen und vom Füllwasser ab. Es kann mehrere Jahre dauern, besonders wenn im Filtergraben keine Schlammansammlung zugelassen wird.


Woran erkenne ich den Entwicklungsstand der Pflanzen?

Die Länge der Wasserschrauben ist ein guter Messwert. In nährstoffarmen Teichen starten sie mit 2 bis 5 cm und bilden viele Ausläufer. Mit mehr Sediment im Filtergraben wachsen sie stärker und können zwei Meter lang werden.


Hilft mehr Dünger, wenn die Pflanzen schlecht wachsen?

Nicht unbedingt. Eine Wasseranalyse zeigt, woran es liegt. Fehlt den Pflanzen Kohlenstoff, vergrößern noch mehr Phosphor oder Stickstoff das Problem eher. Nur wenn die Schlammschicht in der Anfangszeit noch zu dünn ist, kann etwas Wachstumsdünger helfen.


Warum braucht ein Teich Sediment?

Aus dem abgelagerten Schlamm entsteht Kohlendioxid. Das brauchen die Pflanzen, und es ist wichtig für das Gleichgewicht von Kohlensäure und Kalk. Ist der Teich zu steril, wird zu wenig CO2 frei, und die Unterwasserpflanzen wachsen langsam und bleiben klein.


Was hilft bei Kohlendioxidmangel?

Bis das Wasser den CO2-Wert der Luft erreicht, hilft eine Durchmischung mit Luft, am einfachsten in Wasserfällen oder mit einem Belüfter. Auf Dauer sorgt das Sediment im Filtergraben für die CO2-Zufuhr.


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