Effektive Filtertechnik: Sauber filtern und Energie sparen
An vielen Teichen laufen Filter, die das Wasser nicht ausreichend reinigen und dabei sinnlos Energie und Geld vernichten. Beim NaturaGart-Treff 2015 ging es schwerpunktmäßig um Nachhaltigkeit. Norbert Jorek zeigt in diesem Teil seines Referats, wie man die Wirksamkeit von Filtern beurteilen und verbessern kann. Wie jeder Teichfilter grundsätzlich arbeitet, erklärt die Übersicht zu den Teichfiltern.
Warum feiner Filterschaum Energie verschwendet
Viele Filter enthalten nur eine Sorte Filterschaum. Ist dieser sehr fein, legen sich Schmutzpartikel aus dem Wasser auf die Oberfläche, und irgendwann ist sie zu. Die Pumpe erhöht dann zwar ihre Leistung, bekommt aber nur noch etwa 10 Prozent des Wassers durch. Man pumpt also mit viel zu viel Leistung auf eine Oberfläche, die das Wasser nicht mehr durchlässt.
Auch durchlässigere Filter haben ihre Grenzen
Etwas durchlässigere Filter fangen die großen Partikel ab und lassen die Masse passieren. Ist der Filter einigermaßen verstopft, setzen sich die kleinen Partikel beim nächsten Durchgang in den immer enger werdenden Lücken fest. Dann muss das Wasser nicht einmal, sondern etwa zehnmal durchgepumpt werden, bis der gleiche Effekt erreicht ist.
Die Lösung: Mehrstufige Filterung
Mehrere hintereinander geschaltete Schäume nehmen jeweils heraus, was sie können. Es geht immer genug Wasser durch, und die Filterleistung wird gut genutzt. Als Beispiel nennt Norbert Jorek die Störgrotten im NaturaGart-Park mit ihren kleinen Goldfischen: Dort ist das Wasser klar. Zwei Filter hängen dran, aber nur, um die Wartungsintervalle zu vergrößern. Wie diese Kombination aufgebaut ist, zeigt das Video zum modularen Filtersystem, welche Porenweiten dabei zusammenarbeiten, das Video zur Porenweite von Filtermedien. Den passenden Schaumeinsatz bietet zum Beispiel der Horizontalfilter HF-26 als Teil der NaturaGart-Teichfilter-Module.
Skimmer: Den Schmutz gar nicht erst in den Teich lassen
Noch sinnvoller ist es, zu verhindern, dass der Schmutz überhaupt in den Teich gelangt. Das macht die Pflege zusätzlich leichter. Der Dreck auf dem Teich wird vom Wind hin und her geblasen, der Skimmer saugt ihn ab. Die Zeitrafferaufnahmen im Video zeigen, aus welchen großen Entfernungen er den Schmutz zum Rand heranzieht, selbst wenn viele Algen auf dem Teich liegen. Alles, was auf diese Weise aus dem Teich geholt wird, ist als Problem gar nicht mehr im Teich. Mehr dazu im Video zum Skimmer.
Filtergraben mit Unterwasserpflanzen
Das Konzept sieht außerdem einen Filtergraben vor. Im Frühjahr, wenn die erste Algenblüte kommt, zieht er die jungen Algen hinein. Das sieht nicht immer schön aus, aber der Teich braucht eine solche Entsorgungsfläche, wenn er vernünftig funktionieren soll. Der Graben sieht nicht das ganze Jahr so aus: Der Start im Frühjahr ist an der Höhe der Bepflanzung zu erkennen, dann kommen viele Unterwasserpflanzen hinzu. Sie töten die Algen nicht, sondern nehmen dieselben Nährstoffe auf. Die Algen können dadurch nicht mehr, weil die Unterwasserpflanzen effektiver sind. Irgendwann ist der Graben so dicht bewachsen, dass die Nährstoffe im Teich nicht mehr verfügbar sind. Weitere Vorteile erklärt das Video zur Teichreinigung durch Filtergraben.