Porenweite von Filtermedien: Warum ein Filterschaum allein nicht reicht
Die Porenweite von Filtermedien wird in der Teichszene kaum diskutiert. Sie ist aber entscheidend, wenn das Wasser so klar sein soll wie im Teich-Aquarium im NaturaGart-Park. Denn die Poren bestimmen, welche Partikel ein Filter zurückhält und wie schnell er sich zusetzt.
Kaffeefilter und Teichfilter
Jeder kennt das Prinzip vom Kaffeekochen. Damit das Kaffeepulver zurückgehalten wird, muss das Filterpapier sehr feinporig sein, und der Kaffee läuft nur tropfenweise durch. Würde man auf diese Weise einen ganzen Teich filtern, dauerte es viele Monate. Filtermedien für Teiche haben deshalb größere Poren. In den meisten Teichfiltern kommen Filterschäume zum Einsatz. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass ein solcher Schaum nur ein Stützgerüst ist, dessen Porenwände in einem chemischen Prozess herausgelöst wurden.
Das Problem: Sediment hat viele Partikelgrößen
Das Sediment im Teich ist ein Gemisch unterschiedlichster Partikelgrößen. Pumpt man es auf einen sehr feinen Filterschaum, dringen zwar einige kleine Partikel ein, die großen aber verstopfen sehr schnell die Oberfläche, und es kommt kein Wasser mehr durch. Die meisten Filter haben deshalb eher mittelgroße Poren, damit sie nicht so schnell verstopfen. Dafür werden die feinen Partikel nicht zurückgehalten, und die Filterwirkung ist schlechter.
Die Lösung: Schäume mit unterschiedlicher Porenweite hintereinander
Einen hohen Wirkungsgrad erreicht man, wenn man Schäume mit unterschiedlichen Porenweiten hintereinanderschaltet. Das Wasser mit den verschieden großen Partikeln durchläuft dann die gesamte Kombination, und jeder Schaum nimmt die Partikelgröße heraus, für die er am besten geeignet ist:
- Die größten Partikel hält der Schaum mit den ganz großen Poren fest.
- Etwas kleinere Partikel landen im groben Schaum.
- Mittelgroße Partikel sammelt eine passende Porenweite ein.
- Ganz kleine Partikel fängt der feine Schaum.
Der Horizontalfilter im NaturaGart-Modulfilter
Dieses Konzept ist im NaturaGart-Modulfilter von NaturaGart umgesetzt. Der Horizontalfilter hat Schäume mit unterschiedlichen Porenweiten: ganz grob, grob, mittel und fein. Das Wasser fließt hindurch und wird nach und nach von der jeweiligen Partikelgröße gereinigt. Weiter unten folgen Organikmatten, die noch feinere Partikel entfernen. Das Ergebnis: Es bildet sich keine dünne Schmutzschicht an der Oberfläche, sondern der gesamte Schaum füllt sich mit Schlamm. Wie sich der Filterschaum je nach Jahreszeit zusammenstellen lässt, zeigt das Video zum modularen Filtersystem.
Porenweite in PPI
Die Porenweite wird in Poren pro Zoll angegeben, abgekürzt PPI:
- 10 PPI: sehr grobporig
- 20 PPI: noch grob
- 30 PPI: mittlerer Wert, wird häufiger eingesetzt
- 45 PPI: bereits sehr fein
Passende Filterschäume und Matten gibt es im Shop.
Reinigung und Grenzen feiner Schäume
Grobe Schäume lassen sich problemlos mit einem Wasserstrahl sauber spritzen. Je feiner sie werden, desto mehr muss man daran herumwringen, um den Schmutz wieder herauszubekommen. Die Grenze liegt bei etwa 45 Poren pro Zoll, darüber wird es immer schwieriger. Dort setzt man eher Organikmatten ein, die noch deutlich feiner sind, sich aber nicht mehr sauber bekommen lassen. Sie können kompostiert werden.
Passend für jeden Teichtyp
Es gibt ganz unterschiedliche Teichtypen: Naturteiche, Schwimmteiche und Fischteiche, manchmal nur mit ein paar Goldfischen, manchmal mit großen Fischen wie dem Hecht im Video. Die Filteranlage muss die Anforderungen aller Typen lösen können. Beim NaturaGart-Filter ordnen Sie die Filtermedien unterschiedlich an und kombinieren die Module so, wie es für Ihren Teich am besten passt. Im Teich-Aquarium im Park steht das Testgelände für die NaturaGart-Filter, dort wird die Sichtweite meist zwischen 5 und 10 Metern eingestellt.