Historische Einordnung
Anfang der 1970er Jahre war der Naturschutz in NRW rein konservativ ausgerichtet.
Mit einem Minimal-Budget wurden die letzten Moore um ein paar Quadratmeter erweitert.
In Politik, Verwaltungen und der Gesellschaft galt die Devise "Zaun drum und nie wieder betreten".
Ein gestaltender Naturschutz war nicht vorstellbar.
Dabei waren zu dem Zeitpunkt die Weichen für die Natur längst ganz anders gestellt.
Die ursprüngliche Naturlandschaft war längst verändert: Die Wälder hatte man abgeholzt, Moore waren abgetorft bis auf den kahlen Sand. Dadurch entstanden (ungewollt) riesige, karge Heidegebiete. Der Regen wäscht unter diesen Bedingungen Eisen- und Manganverbindungen aus dem Sand. Sie sammeln sich in geringer Tiefe und bilden eine wasserstauende Ortsteinschicht. Dadurch blieben die Heidegebiete im Frühjahr lange nass - die niedrige, lückige Vegetationsstruktur der ursprünglichen Moore war an anderer Stelle neu entstanden: für viele Tiere und Pflanzen nur ein geringer Unterschied.
Auch als die Heiden in Wiesen und Weiden umgewandelt wurden, änderte sich an dieser Struktur zunächst nur wenig.
Der Boden blieb lange nass und kalt, das Gras wuchs spät, die Lücken blieben.
Erst die Entwässerung dieser Feuchtwiesen änderte das dramatisch. Die Bestände typischer Wiesenvögel brachen flächendeckend ein.
Im Verständnis der Politiker und Verwaltungen waren diese Ersatzbiotope allerdings Agrarflächen und keine klassischen Bilderbuch-Naturgebiete.
Der Kampf der Naturschützer um die Wiesenvögel wurde daher lange nicht verstanden. Verhandlungsführer auf Seite des Naturschutzes war Norbert Jorek, damals noch Biologie-Student, später der Gründer von NaturaGart.
Um konstruktive Verhandlungen zu ermöglichen, verfügte der damalige Landwirtschaftsminister, dass Norbert Jorek bei allen Flurbereinigungsverfahren mit am Tisch saß, um die Interessen des Naturschutzes zu vertreten.
Das Ergebnis war eine bis dahin unvorstellbare Ausweitung der Naturschutzgebiete.
Auf der Tagung der Gesellschaft für Ökologie in Münster referierte Norbert Jorek 1978 über dieses Artenschutzprojekt.
Dabei waren zu dem Zeitpunkt die Weichen für die Natur längst ganz anders gestellt.
Die ursprüngliche Naturlandschaft war längst verändert: Die Wälder hatte man abgeholzt, Moore waren abgetorft bis auf den kahlen Sand. Dadurch entstanden (ungewollt) riesige, karge Heidegebiete. Der Regen wäscht unter diesen Bedingungen Eisen- und Manganverbindungen aus dem Sand. Sie sammeln sich in geringer Tiefe und bilden eine wasserstauende Ortsteinschicht. Dadurch blieben die Heidegebiete im Frühjahr lange nass - die niedrige, lückige Vegetationsstruktur der ursprünglichen Moore war an anderer Stelle neu entstanden: für viele Tiere und Pflanzen nur ein geringer Unterschied.
Auch als die Heiden in Wiesen und Weiden umgewandelt wurden, änderte sich an dieser Struktur zunächst nur wenig.
Der Boden blieb lange nass und kalt, das Gras wuchs spät, die Lücken blieben.
Erst die Entwässerung dieser Feuchtwiesen änderte das dramatisch. Die Bestände typischer Wiesenvögel brachen flächendeckend ein.
Im Verständnis der Politiker und Verwaltungen waren diese Ersatzbiotope allerdings Agrarflächen und keine klassischen Bilderbuch-Naturgebiete.
Der Kampf der Naturschützer um die Wiesenvögel wurde daher lange nicht verstanden. Verhandlungsführer auf Seite des Naturschutzes war Norbert Jorek, damals noch Biologie-Student, später der Gründer von NaturaGart.
Um konstruktive Verhandlungen zu ermöglichen, verfügte der damalige Landwirtschaftsminister, dass Norbert Jorek bei allen Flurbereinigungsverfahren mit am Tisch saß, um die Interessen des Naturschutzes zu vertreten.
Das Ergebnis war eine bis dahin unvorstellbare Ausweitung der Naturschutzgebiete.
Auf der Tagung der Gesellschaft für Ökologie in Münster referierte Norbert Jorek 1978 über dieses Artenschutzprojekt.