Historische Einordnung
Bis etwa 1972 gab es keine strategische Naturschutzplanung. Naturschutzgebiete wurden da eingerichtet, wo konkurrierende Nutzungen leicht untersagt werden konnten und wenn etwas Geld für den Kauf vorhanden war.
Im Zuständigkeitsbereich des Regierungsbezirks Münster gab es lediglich einen mehr ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten und einen Beamten im Innendienst. Neue Naturschutzgebiete konnte man sich dort lediglich in der Größenordnung von einigen hundert Quadratmetern vorstellen.
Zu dem Zeitpunkt begannen Flurbereinigungsbehörden mit massiven Entwässerungsmaßnahmen in Feuchtwiesengebieten. Auf Seiten der westfälischen Ornithologen koordinierte Norbert Jorek die Verhandlungen über diese Rückzugsgebiete für die inzwischen selten gewordenen Brachvögel, Rotschenkel und Uferschnepfen. Dabei wurden die Behörden erstmals mit deutlich größeren Gebietsforderungen konfrontiert.
Mit Veröffentlichungen wie dieser wurden Maßnahmenpläne vorgestellt und Entscheidungskriterien begründet. Ziel war eine strategische Neuausrichtung des staatlichen Naturschutzes und eine Orientierung am amerikanischen "wetland acquisition program".
Bis zu diesen Verhandlungen war der Naturschutz ausschließlich konservierend ausgerichtet. Die Eingriffsbereitschaft und Neuschaffung von Lebensräumen stieß zunächst auf massiven Widerstand und Skepsis. Letztlich begründete das aber auch den Erfolg des Projektes: Das "Machen" ist politisch und gesellschaftlich attraktiver als das "Verbieten".
Das Ergebnis war in den nächsten 25 Jahren die Ausweisung von 175 neuen Naturschutzgebieten mit einer Fläche von insgesamt über 33.000 Hektar (=330 km²).
Im Zuständigkeitsbereich des Regierungsbezirks Münster gab es lediglich einen mehr ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten und einen Beamten im Innendienst. Neue Naturschutzgebiete konnte man sich dort lediglich in der Größenordnung von einigen hundert Quadratmetern vorstellen.
Zu dem Zeitpunkt begannen Flurbereinigungsbehörden mit massiven Entwässerungsmaßnahmen in Feuchtwiesengebieten. Auf Seiten der westfälischen Ornithologen koordinierte Norbert Jorek die Verhandlungen über diese Rückzugsgebiete für die inzwischen selten gewordenen Brachvögel, Rotschenkel und Uferschnepfen. Dabei wurden die Behörden erstmals mit deutlich größeren Gebietsforderungen konfrontiert.
Mit Veröffentlichungen wie dieser wurden Maßnahmenpläne vorgestellt und Entscheidungskriterien begründet. Ziel war eine strategische Neuausrichtung des staatlichen Naturschutzes und eine Orientierung am amerikanischen "wetland acquisition program".
Bis zu diesen Verhandlungen war der Naturschutz ausschließlich konservierend ausgerichtet. Die Eingriffsbereitschaft und Neuschaffung von Lebensräumen stieß zunächst auf massiven Widerstand und Skepsis. Letztlich begründete das aber auch den Erfolg des Projektes: Das "Machen" ist politisch und gesellschaftlich attraktiver als das "Verbieten".
Das Ergebnis war in den nächsten 25 Jahren die Ausweisung von 175 neuen Naturschutzgebieten mit einer Fläche von insgesamt über 33.000 Hektar (=330 km²).