Pumpenauswahl für Teich und Wasserfall: Worauf es ankommt
Welche Pumpe zu einem Teich passt, hängt nicht allein von der Teichgröße ab. Förderhöhe, Wassermenge, Teichform, Filtergraben und Leitung müssen zusammenpassen. Das Video erklärt im NaturaGart-Park, wie man das in praktische Entscheidungen umsetzt. Hier lesen Sie die wichtigsten Punkte nach.
Förderhöhe und Wasserfall-Optik
Eine große Förderhöhe bedeutet höhere Investitionskosten für die Pumpe und höhere Unterhaltungskosten, weil mehr Strom gebraucht wird, um das Wasser hochzutransportieren. Hohe Wasserfälle eignen sich für Parklandschaften, in denen Besucher vorbeigehen und das Rauschen genießen. Für einen Terrassensitzplatz, an dem man sich in Ruhe unterhalten möchte, sind sie nach den Erfahrungen im NaturaGart-Park ungeeignet. Für den eigenen Garten sind deutlich kleinere Wasserfälle angenehmer. Anregungen dazu finden Sie unter Quelle und Bachlauf.
Wassermenge und Wasserbild
Die Pumpe transportiert eine bestimmte Wassermenge, und diese erzeugt an den Wasserfällen ein bestimmtes Wasserbild. Damit die Anlage harmonisch wirkt, muss die Wassermenge zur Wasserfallkonstruktion passen: Fließt zu wenig Wasser, wirkt der Wasserfall dünn, ist unnötig viel Wasser unterwegs, kostet das Strom.
Beispiel: Fischteich mit 25 Kubikmetern
Bei einem Fischteich mit 25 Kubikmetern Wasser reicht es bei gut eingestellten Teichen meist aus, den Teichinhalt etwa viermal pro Tag über den Filter zu schicken. Die Filteranlage muss dann für 100 Kubikmeter pro Tag ausgelegt sein. Das sind etwa 4 Kubikmeter pro Stunde und entspricht einer Pumpenleistung von etwa 70 Litern pro Minute. Der NaturaGart-Standard-Filter ist nach der Artikelbeschreibung für diese Durchflussmenge von 70 Litern pro Minute ausgelegt.
Teichform und Strömungsverhalten
Auch die Form des Teiches spielt eine Rolle. In den meisten Teichen wird in der Mitte angesaugt, das Wasser durch einen Filter gepumpt und gereinigt in den Teich zurückgeleitet. Dabei entsteht ein strömungstoter Bereich, der kaum gefiltert wird. Der Filter arbeitet dann unwirtschaftlich: Manches Wasser läuft zehnmal pro Tag über den Filter, anderes gar nicht. In größeren Teichen lässt sich die Wassermenge deshalb besser auf zwei Filter verteilen.
Filtergraben und Filterkapazität
Die NaturaGart-Standardfilter sind für 100 Kubikmeter Wasser pro Tag ausgelegt. Wer einen größeren Teich hat, kann mehrere dieser Module einbauen und auf mehrere Stellen am Teich verteilen. Auch die Größe des Filtergrabens ist entscheidend: Damit sich Sedimentpartikel absetzen können, braucht es Zeit, deshalb muss der Graben größer sein oder es darf nicht zu viel Wasser fließen. Außerdem entscheidet die Filterkapazität: Jeder Filter ist nur für eine bestimmte Wassermenge geeignet, weil das Wasser Zeit braucht, um die Filtermedien zu durchströmen.
Diese Einflussfaktoren gehören zusammen
- Art der Nutzung: Schwimmteich, Fischteich oder Naturteich
- Menge der Fische und die benötigte Wassermenge
- Größe des Filtergrabens
- Kapazität des Filters und der Widerstand beim Durchströmen der Filtermedien
- Förderhöhe und die gewünschte Optik an den Wasserfällen
- Länge und Durchmesser der Leitung, siehe Leitungen und Verteilung und das Video Wassertechnik: Die richtige Leitung
Kosten und Planung
Oft passt das alles nicht zusammen: Pumpe, Leitung und Filter sind nicht aufeinander abgestimmt, und das kostet unnötig Strom. Mit der richtigen Pumpe und der richtigen Leitung lässt sich bei der Investition und im späteren Betrieb viel Geld sparen. Wichtig ist, dass die Planung vor dem Bau beginnt, denn sie entscheidet darüber, wie teuer die Teichanlage später im Betrieb wird. Mehr dazu unter Energieverbrauch und Wartung und im Video Teichpumpe: Leistung. Die Teichberater von NaturaGart rechnen die Anlage für Ihren Teich gern aus. Passende Teichpumpen finden Sie im Shop.