NaturaGart: über 30 Jahre Erfahrung mit PE-Folie
PE-Folien werden als Schlauch geblasen und dann aufgetrennt. Dadurch entstehen bei 1 mm dicker Folie meist etwa 6 m breite Bahnen, bei dünneren Folien auch noch deutlich breiter.
Wenn diese Breite ausreicht, hat das natürlich entscheidende Kostenvorteile. Im Gegensatz zur 2 m breiten PVC-Rollenware müssen PE-Folien dann nicht verschweißt werden. Dünne PE-Folien sind daher bis heute billige Einsteiger-Produkte für den Teichbau.
Oft wird die Folie angepriesen mit den Eigenschaften:
- "weichmacherfrei" (erzeugt die Erwartung, dass sie dauerhaft weich bleibt, weil nichts fehlen kann, was man nicht verlieren kann).
- "100% UV-stabil" (ohne zu sagen, dass das nur für die ersten meist 3.000 Sonnenstunden gilt, also nur 2-3 Jahre).
- "wurzelfest" (ohne zu erläutern, dass das meistens nur ein kurzer Keimtest von Lupinensamen ist)
NaturaGart hat PE/EVA-Folien für große Bauprojekte eingesetzt. Im NaturaGart-Unterwasserpark und bei Pflanzenkläranlagen waren vor allem die großen lieferbaren Bahnbreiten ein Vorteil.
Diese Breiten-Vorteile gelten aber nur für sehr begrenzte Einsatzbereiche. Für "normale" Teiche spielt die Reparaturfähigkeit eine viel wichtigere Rolle. Auf dieser NaturaGart-Baustelle ist das anders: Da liegt die Folie im Unterwasserpark unter Tausenden Tonnen Beton und Fels für die Einbauten. Unter den Bedingungen ist egal, ob man sie theoretisch reparieren könnte - praktisch ist sie unerreichbar. Da braucht man dann Selbstreparatur-Strategien innerhalb des gesamten Abdichtungskonzeptes.
Aber nicht alle Probleme kann man lösen: Für den normalen Versand auf einer Palette ist die relativ steife PE-Folie aus unserer Sicht weniger geeignet, weil stark gefaltete oder geknickte Bereiche beim Transport und bei der Verarbeitung vergleichsweise leicht beschädigt werden können.