EPDM-Teichfolien: Leckagen durch Insektenfraß
EPDM wird für die Abdichtung eines Teiches oft empfohlen. Allerdings gibt es auch von EPDM etliche unterschiedliche Varianten. Die angebotenen Folien unterscheiden sich entsprechend hinsichtlich Rezeptur, Dicke und Eigenschaften.
Fragen zur chemischen Umweltverträglichkeit, insbesondere der problematischen Benzothizole, behandele ich hier bewusst nicht. Das ist noch Gegenstand laufender Untersuchungen.
Aktuell gibt es Problemlagen, die die Funktionalität der EPDM-Abdichtung auch völlig unabhängig davon insgesamt in Frage stellen können: Bei EPDM-Teichfolien sind Schäden durch im Wasser lebende Insektenlarven dokumentiert. Die Folie wird dann undicht und der Teich verliert Wasser.
Als Verursacher solcher Schäden werden verschiedene Insektenlarven genannt. Besonders gut dokumentiert sind Schäden durch Köcherfliegenlarven. Sie gehören in Mitteleuropa zu den weit verbreiteten Bewohnern stehender und fließender Gewässer. [5] Viele Arten bauen dort schützende Köcher bzw. Gehäuse und verwenden dafür Materialien aus ihrer Umgebung, typischerweise Sandkörner oder Pflanzenteile.
Ein EPDM-Hersteller beschreibt inzwischen selbst einen möglichen Mechanismus: Ecolan weist darauf hin, dass Köcherfliegenlarven Material für ihren Köcher aus der Umgebung verwenden und unter bestimmten Bedingungen Stücke aus der Teichfolie herausbeißen können. Dadurch können Leckagen entstehen. [2]
Warum die Larven EPDM beschädigen und welche biologische Funktion dieses Verhalten hat, ist allerdings für die Gebrauchstauglichkeit der Folie letztlich zweitrangig. Sie wird dadurch undicht und das wiederum kann Schadensersatzforderungen auslösen.