Betonierte Flächen leiden immer unter Maßänderungen wenn sich die Temperaturen schwanken. Auch durch den Wasserverlust bei den Abbindeprozessen des Betons kommt es zu Schrumpfungen und Spannungen, die dann als Risse sichtbar werden. Aus diesem Grund werden größere Betonflächen im Abstand von meist 6 m eingeschnitten, damit Risse auf den tiefer liegenden Bereich beschränkt bleiben. Diese "6m-Regel" gilt auch für Pools, denn diese unvermeidlichen Risse führen auch bei massiven Betonbecken zu Wasserverlusten. Betonbecken sind daher meistens nicht dauerhaft dicht, sondern brauchen eine zusätzliche Abdichtung.
Eine mögliche Kunstharz-Beschichtung muss entweder dauerhaft flexibel bleiben oder so vom Untergrund entkoppelt werden, dass Rissbildungen nicht darauf übertragen werden. Im Regelfall verwendet man daher Folien.
Für Standard-Beckengrößen gibt es relativ dünne Folien, die dreidimensional vorgefertigt sind. Sie werden am Rand eingeklemmt und durch den Wasserdruck an die Wand gepresst. Die Haltbarkeit einer solchen Folie hängt auch von der Dicke ab, denn sie steht unter einem intensiven UV-Beschuss durch das Sonnenlicht. Je dicker der unveränderte "Kern" der Folie ist, desto länger wird sie halten. Die für solche Abdichtungen üblichen Foliendicken liegen zwischen 0,3 und 0,8 mm.
Für die Abdichtung mit einer dickeren Folie gibt es zwei Möglichkeiten. Die teuerste Version: Die Folie wird vor Ort an die meist senkrechte Wand geklebt. Die einzelnen Bahnen werden miteinander thermisch verschweißt. Sie können auch mit einem Kleber verbunden werden, wobei man an der senkrechten Wand allerdings nicht gut einen dauerhaften Druck organisieren kann.
In jedem Falle ist es für den Handwerker nicht leicht zu entscheiden, mit welchen Maßänderungen die Folie auf Temperaturänderungen reagieren wird. Was bei 30°C faltenfrei verlegt wurde, wird sich bei Frost stark zusammenziehen und Spannungen im Material verursachen. Der Folienschweißer wird also eine von seiner Erfahrung abhängige "Dehnungs-Reserve" einbauen müssen. Aus diesem Grunde gilt eine Foliendichtung auch dann noch als "faltenfrei verlegt", wenn Falten bis 2 cm Größe entstehen. Das gilt nicht als Baufehler, sondern muss vom Bauherrn akzeptiert werden.
Die Dichtigkeit solcher Konstruktionen hängt in jedem Fall entscheidend von den handwerklichen Fähigkeiten ab. Wer es gern preisgünstiger hätte und lieber auf Industrienähte vertraut, kann auch eine z.B. rechteckige Folie einhängen, die in den Ecken Falten bilden wird. Die kann man fixieren und das Endergebnis wird im besten Fall optisch kaum unterscheidbar sein. Funktional kann eine so verlegte Folie Spannungen allerdings besser ausgleichen.
In jedem Falle machen senkrechte Wände den Einbau einer Folie immer etwas schwieriger, weil schon die Schwerkraft und das Gewicht der Folie dafür sorgen, dass es immer wieder zu ungewollten Lageänderungen kommt.
Oft werden aus Unkenntnis noch weitere Problemstellen eingebaut: In den Teich ragende Terrassenflächen bilden sogenannte Außenecken, die man fast immer aufschneiden und mit einem zusätzlichen Folienstück verkleben muss. Das kann man in sehr vielen Fällen konstruktiv anders lösen. Dadurch entsteht zwar fast immer die gleiche Optik und Nutzbarkeit - man vermeidet allerdings einen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand.