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Sicherer Teichausstieg: Stufenanlage & Handlauf statt Badeleiter

In gepanzerten NaturaGart-Teichen kann man ganz einfach eine Stufenanlage einbauen. Die bringt deutlich mehr Sicherheit als eine Badeleiter. Wir haben uns die Zeit genommen, dieses Thema einmal grundsätzlich aufzuarbeiten. Entstanden sind hilfreiche Ratschläge und Empfehlungen für künftige und bestehende Teiche.
Sicherer Teichausstieg: Stufenanlage & Handlauf statt Badeleiter

Jeder Teich braucht eine Treppe

Nur eingeschränkte Handlungsfähigkeit in Panik-Situationen

Badeleitern sind kritisch, wenn sie der einzige Ausstieg aus einem ansonsten riskant tiefen Teich sind. Wer über die Badeleiter den Teich verlassen will, braucht ausreichend Kraft in den Armen und eine gute Beweglichkeit in den Beinen. Beides kann man bei älteren Personen nicht mehr voraussetzen.

Fast perspektivlos werden solche Konstruktionen, wenn jemand ungewollt in kälteres Wasser fällt. Die Kleidung saugt sich schnell voll Wasser und erschwert den Ausstieg über eine Badeleiter durch ungewohnt viel Gewicht. Bei Kälte beträgt das Zeitfenster für sinnvolle Maßnahmen nur wenige Minuten.

NaturaGart empfiehlt für jeden Teich eine Stufenanlage

Aus der Perspektive eines Schwimmers sehen alle Ufer gleich aus. Das ändert sich sofort, wenn es in einer Bucht eine Stufenanlage im besten Falle mit Handlauf gibt. Man verliert keine Zeit mit Abwägungs- und Entscheidungsprozessen. Es ist wie die Ausschilderung eines Notausganges.

NaturaGart empfiehlt daher seit Jahrzehnten, in einer Bucht eine Stufenanlage zu bauen. Das kann man in jedem Teich problemlos realisieren.

Die leicht wellenförmig verlegte Folie wird mit der Verbundmatte verklebt und 2 - 5 cm hoch mit Teichbaumörtel überdeckt. Darauf kann man dann die eigentlichen Stufen aufbauen. Am einfachsten geht das mit aufgemauerten Steinen.

Bei den meisten Stufen gibt es keine besonderen Anforderungen an die Qualität des Mauerwerks. Wenn Sie die Stufen mit der üblichen Höhe von 17 cm bauen, steht die Stütze für den Handlauf auf der vierten Stufe in einer Tiefe von ca. 60 cm (siehe unten). Bei dieser Stufe lohnt sich ein geringfügig höherer Mehraufwand: In Beton lässt sich die Handlauf-Stütze einfacher und sicherer verschrauben.

Der Vorteil: Wenn man die Treppe so baut, haben die Oberflächen der Stufen einen großen Abstand zur tieferliegenden Folie. Man kann daher risikolos Löcher für die Handlauf-Stützen bohren.

Wenn die Treppe in die gepanzerte Sohlfläche des Teiches übergeht, gibt es kein Problem. Wenn nur der Bereich der Treppe vermörtelt wird, sollte man eine Vertiefung am Ende der Treppe als Schubschwelle vorsehen.

Sicherheitsstufe als Plan B

NaturaGart empfiehlt umlaufend eine Sicherheitsstufe in 50 - 60 cm Tiefe. In Notfall-Situationen kann man darauf knien und den Teich an jeder Stelle verlassen. Die Hangfläche davor sollte nicht zu schräg sein, damit man die Stufe besser erreichen kann.

Die Höhe der Stufen

Für die Stufenhöhe an Land gibt es die Empfehlung 17 - 18 cm.

Wer wenig Platz hat, kann aus meiner Sicht auch die Stufenhöhe vergrößern. Wenn sich der größte Teil des Körpers unter Wasser befindet, wiegt der Rest nicht mehr so viel.

Der Uferwall oder das Umfeld liegt normalerweise etwa 5 cm oberhalb des Wasserspiegels. Bei Steganlagen muss man das anpassen, da liegt die Oberfläche meist 15 cm höher als der Wasserspiegel - das hat also den Effekt wie eine weitere Stufe. Wenn man von 5 - 7 cm Uferwallhöhe ausgeht, liegt die Oberfläche der ersten Stufe etwa 10 cm unter dem Wasserspiegel. Bis zur Standard-Wassertiefe von 1,3 m verbleiben also noch 120 cm. Bei einer Stufenhöhe von 17 cm gibt es also 7 Stufenhöhen.

Ein Handlauf sollte sich immer 90 cm über der Stufenvorderkante befinden. Dann steht die letzte mögliche Stütze 3 (Stufenhöhen) × 17 cm (Stufenhöhe) + 10 cm (Wasserstand über der ersten Stufe) = ca. 60 cm unter dem Wasserspiegel. Das ist die vierte Stufe.

Beachten Sie bitte, dass es für diese Stufe "verschärfte" Bauempfehlungen gibt, um sicherzustellen, dass eine Verschraubung hält.

Die Breite der Stufen

Standardwerte für die Auftrittfläche liegen im Hausbereich zwischen 27 und 29 cm. Bei Teichtreppen kann man das anders sehen: Es ist bequemer, wenn die Stufe z. B. 30 cm breit ist, weil man wegen der welligen Oberfläche die Stufen selbst nicht deutlich sieht. Man wird sich eher rantasten müssen, hat dann aber den Vorteil, dass man sicher steht.

Andererseits kann man auch eine nur 20 cm breite Stufe anders bewerten als an Land - zumindest in den tieferen Bereichen: Man wiegt im Wasser nicht so viel wie an Land, und wenn man ausrutscht, fällt man nicht in ein Treppenhaus, sondern gut gepolstert ins Wasser.

Es gibt noch einen anderen Aspekt, der dabei berücksichtigt werden muss:

Wir empfehlen den Bau der Stufenanlage in einer Bucht. Dann bleibt die Teichsohle sicher begehbar und man stößt nicht mit den Zehen an Objekte, die man wegen der bewegten Oberfläche nicht sicher sehen kann.

Je breiter die Stufen sind, desto länger sollte dann diese Bucht sein. Die Maße können Sie aus den Zeichnungen entnehmen: Bei einer Stufenbreite von 20 cm reicht eine Buchttiefe von 140 cm aus, bei 30 cm breiten Stufen brauchen Sie über 2 m.

Treppenmaße bei 17 cm Stufenhöhe und 20 cm Stufenbreite.

Treppenmaße bei 17 cm Stufenhöhe und 30 cm Stufenbreite.

Der Einbau eines Handlaufes

Die Stufen können durch einen Biofilm rutschig sein. Ein Handlauf kann dann für sicheren Stand sorgen. Als Standard ist eine Höhe von 90 cm an der Vorderkante einer Stufe definiert.

NaturaGart hat die Konstruktion in mehrere Baugruppen unterteilt, die unterschiedlich miteinander kombiniert werden können. Es sind immer Edelstahlrohre mit 42,4 mm Durchmesser. Sie werden durch unterschiedliche Bauteile verklebt und verschraubt.

Die Handlauf-Befestigung an Land

Wer eine betonierte Fläche hat, kann dort die Stützen aufschrauben. Damit die Last gut verteilt wird, empfehlen wir 3 Stützen. Prüfen Sie den Abstand zum Wasser. Das Gelenk für den Handlauf sollte sich an der Vorderkante des Ufers befinden. Baulicher Standard ist eine Höhe von 90 - 95 cm, gemessen an der Vorderkante einer Stufe.

Alternativ kann man die Stützen am Ufer auch einbetonieren. Wenn das gut gebaut wird, reichen auch zwei Stützen hintereinander. Wenn man Vibrationen reduzieren und seitliche Lasten neutralisieren möchte, kann man an der Stelle auch 3 Stützen einbauen. Eine nachträgliche Änderung ist nicht mehr möglich.

Wenn die Uferkonstruktion einbetoniert werden kann, sind die Stützrohre um 50 cm verlängert und für einen Ankerstab vorgebohrt.

Die Befestigung im Teich

  • Der optimale bautechnische Standard erwartet in der vierten Stufe kein Mauerwerk, weil sich dessen Zusammensetzung und Belastbarkeit nicht exakt prognostizieren lässt. Besser ist im Bereich dieser Stufe Beton in der Qualitätsstufe C20/25, besser C25/30.
  • Die Befestigungszone sollte mindestens 15, besser 20 cm dick sein. Am besten betoniert man die gesamte Stufe, die oberste Schicht kann man wie die anderen einfärben.
  • Unter dem Bohrloch sollte zur Vermeidung eines Folienrisikos deutlich Beton stehen bleiben. Empfohlen werden mindestens 50 mm Abstand vom Bohrlochende zur Abdichtung. Bei den meisten Bohrmaschinen kann man einen Bohrtiefenanschlag einsetzen.
  • Bei einer 17-cm-Stufe und beispielsweise 65 mm Verankerung bleiben etwa 87 mm Beton unter dem Anker.

Besonders bei vorhandenen Anlagen wird man nicht immer optimale Ausgangsbedingungen vorfinden. In solchen Fällen kann man die Belastbarkeit der Verschraubung durch eine Doppelung der Stütze deutlich verbessern. Die Konstruktion an Land nimmt dann die Längs-Kräfte auf, die zweite Stütze auf der Stufe neutralisiert die Querkräfte.

Aussteifung zum Ufer

Bei reinen Folienteichen, bei einer dünnen Panzerung oder für Kunststoff-Pools hilft eine Tragkonstruktion zum Ufer. Das funktioniert nur über einen begrenzten Abstand, weshalb wir vorschlagen, die Stufen in einer Bucht anzulegen. Das Ufer sollte dann in einem Winkel von ca. 80° in diesem begrenzten Bereich ansteigen.

NaturaGart liefert ein rechtwinklig gebogenes Edelstahlrohr, das außerhalb des Wassers einbetoniert wird. Der waagerechte Schenkel ragt etwa 50 cm weit über die Wasserfläche. Am Ende des Rohres gibt es einen Bogen, der in eine Handlaufhalterung übergeht. In diese Halterung wird das Rohr eingeschoben.

Es befindet sich an dieser Stelle etwa 25 cm über dem Wasserspiegel. Die genaue Position kann geändert werden
- indem man den Edelstahlbogen in anderer Höhe einbetoniert
- und/oder die Verstellmöglichkeit an dem Handlaufhalter nutzt.

Im Bereich der vierten Stufe befindet sich das Handlaufrohr etwa 20 - 25 cm über dem Wasserspiegel. Die Neigung kann stufenlos angepasst werden.

Das empfehlen wir:

Bereich Situation Empfehlung
An Land Betonplatte 3-Punkt-Verschraubung
An Land Unbefestigter Erdboden 2-Punkt-Beton-Fundament, belastbarer: 3-Punkt-Fundament
Im Wasserbereich Stabile, belastbare Stufen 1-Punkt-Stütze
Im Wasserbereich Belastbarkeit unklar 2-Punkt-Stütze
Im Wasserbereich Folie, Kunststoff, 5 cm Panzerung Befestigung an Land

Handlauf

Der Handlauf sollte 2 - 10 cm über dem Wasserspiegel enden. Dann bleibt das Rohr auch bei weitgehender Dunkelheit und Wellengang noch sichtbar.

Das führt dazu, dass das Ende des Handlaufes nicht bis zum Ende der Treppe reichen kann. Das ist aber nicht richtig wichtig, denn wenn man in einer Wassertiefe von 1,3 m steht, ist das Ende des Handlaufes nur Armlänge entfernt.

Bauweise

Die meisten Verbindungen werden mit Spezialklebern verbunden. Die Klebetechnik ist inzwischen so perfektioniert worden, dass selbst Flugzeuge damit zusammengeklebt werden.

Wir empfehlen, die Komponenten zunächst nur mit Klebeband zu fixieren und erst dann endgültig zu verkleben, wenn die Endpositionen festgelegt worden sind.

Häufige Fragen zum sicheren Teichausstieg

Warum empfiehlt NaturaGart eine Treppe statt einer Badeleiter?

Eine Badeleiter ist als einziger Ausstieg riskant: Sie verlangt Kraft in den Armen und bewegliche Beine - bei älteren Personen nicht selbstverständlich. Nasse Kleidung erschwert den Ausstieg zusätzlich, und bei Kälte bleiben nur wenige Minuten. Eine Stufenanlage mit Handlauf wirkt dagegen wie ein ausgeschilderter Notausgang: Man kann den Teich ohne Abwägen an einer klar erkennbaren Stelle verlassen.


Wie hoch sollten die Stufen sein?

An Land liegt die Empfehlung bei 17-18 cm. Wer wenig Platz hat, kann die Stufen auch höher bauen - unter Wasser trägt der Auftrieb einen großen Teil des Gewichts. Bei 17 cm Stufenhöhe liegt die erste Stufe etwa 10 cm unter dem Wasserspiegel; bis zur Standard-Wassertiefe von 1,3 m ergeben sich rund 7 Stufen.


Wie breit sollten die Stufen sein?

Im Hausbereich gelten 27-29 cm. Im Teich kann eine Breite von etwa 30 cm angenehmer sein, weil man die wellige Oberfläche schlecht sieht und sicheren Stand braucht; in tieferen Bereichen genügen auch 20 cm. Wichtig: Je breiter die Stufen, desto länger die Bucht - bei 20 cm reicht eine Buchttiefe von 140 cm, bei 30 cm werden über 2 m nötig.


Was ist die Sicherheitsstufe?

Das ist eine umlaufende Stufe in 50-60 cm Tiefe. In einer Notsituation kann man an jeder Stelle des Teiches darauf knien und aussteigen - unabhängig von der Treppe. Die Hangfläche davor sollte nicht zu schräg sein, damit man die Stufe gut erreicht.


Wie hoch muss der Handlauf sein?

Der Handlauf verläuft 90 cm über der Vorderkante der Stufen. Sein Ende sollte 2-10 cm über dem Wasserspiegel liegen, damit es auch bei Dunkelheit und Wellengang sichtbar bleibt. In 1,3 m Wassertiefe ist das Ende nur eine Armlänge entfernt.


Was ist bei der Handlauf-Befestigung in der vierten Stufe zu beachten?

Für diese Stufe gelten verschärfte Bauempfehlungen, damit die Verschraubung sicher hält. Empfohlen wird dort Beton der Qualitätsstufe C20/25, besser C25/30. Die Befestigungszone sollte mindestens 15, besser 20 cm dick sein. Unter dem Bohrloch sollten mindestens 50 mm Beton stehen bleiben, um die Folie nicht zu gefährden - ein Bohrtiefenanschlag hilft dabei.


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