Der pflegeleichte Teich

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Der pflegeleichte Teich

NaturaGart Produkte zum Beitrag: Der pflegeleichte Teich

Die natürlichen Regenerationskräfte des Gartenteiches nutzen

| Von | Kategorie: Teichpflege

Naturoasen im Nahbereich dienen der Erholung, erfordern aber auch einen gewissen Pflegeaufwand. Im Garten muss beispielsweise der Rasen gemäht und das Unkraut gejätet werden, damit sich das grüne Paradies wie gewünscht entwickelt. Auf den Teich wirken zusätzlich Faktoren ein, die nicht nur sein Erscheinungsbild verändern, sondern auch das Gleichgewicht seines ökologischen Systems gefährden können. Darum sollte man das Auftreten äußerer Einflüsse bereits in die Planung einbeziehen. Das zeigte das Referat „Der pflegeleichte Teich“ von Norbert Jorek beim NaturaGart Frühjahrs-Treff 2015.

Es hilft, die Natur beim Bau von Teichen mit einzubeziehen, anstatt gegen sie anzukämpfen. So wird hoher Kostenaufwand bei der Teichpflege vermieden. Nährstoffüberschüsse fördern beispielsweise das Gedeihen bestimmter Vegetationsformen, die zur Faulschlammbildung beitragen und das Wachstum nützlicher Unterwasserpflanzen behindern. Die Grundlagen für einen pflegeleichten Gartenteich sollten deshalb bereits bei der Teichplanung berücksichtigt werden.

Nutzen und Aufwand sind Eckpunkte der Teichplanung

Ein neu gebauter Teich durchläuft eine Entwicklung, die bei allen Gewässern im Großen und Ganz gleich abläuft. Er weist anfangs stets eine kleine Algenblüte auf, die ein wenig das Wasser trübt. Die folgenden Jahre durchläuft das Gewässer dann eine Klarwasserphase, was zeigt, dass sich der Teich in einem stabilen Zustand befindet. Dann setzt häufig die Verlandungsphase ein. Das lässt sich beispielsweise daran ablesen, dass die Röhrichtbestände sich stärker als gewünscht auszudehnen beginnen. Die Ursache dafür ist, dass der Nährstoffanteil im Wasser mit der Zeit zunimmt. Dabei vermehren sich die überschüssigen Nährstoffe nicht Jahr für Jahr im gleichen Maße, sondern entwickeln sich progressiv mit einer steil ansteigenden Wachstumskurve. Darum ist es sehr schwierig, bei einem Teich der einmal aus dem Ruder gelaufen ist, den Nährstoff-Level auf ein gesundes Maß zurückzuschrauben. Besser ist es, von Anfang darauf zu achten, dass der Teich stabil bleibt und sich gesund entwickelt, so dass er sich stets so zeigt, wie es man sich vorgestellt hat.

Das ist einfacher, als man denkt, denn im Prinzip ist der Pflegeaufwand für einen Teich sehr gering. Fachleute kalkulieren mit zwei Minuten pro Quadratmeter und Jahr. Rasenmähen ist im Vergleich dazu erheblich aufwendiger, obwohl auch hier bereits bei der Planung durch den geschickten Einsatz von Schatten das Wachstum des Grases und damit auch der zukünftige Wartungsaufwand gering gehalten werden kann. Das entscheidende Kriterium für den Pflegeaufwand eines Teichs ist seine Nutzung. Das bezieht sich nicht nur auf die Arbeitszeit, die für die Wartung benötigt wird, sondern auch auf die Länge der Zeiträume, in denen beim Gewässer nicht nach dem Rechten geschaut werden muss.

Der Umfang und der erforderliche Aufwand für die Wartung lassen sich bereits bei der Planung des Teiches weitgehend vorherbestimmen. Naturteiche sind beispielsweise recht anspruchslos, da in ihnen Unterwasserpflanzen die Nährstoffe aus dem Wasser ziehen. Schwimmteiche sind schon anspruchsvoller, wobei der Aufwand für einen Teich, in dem ab und an geplanscht wird, um einiges geringer ist, als dort, wo Schwimmer regelmäßig ihre Bahnen ziehen. Noch komplizierter sind Fischteiche. Vor allem Gewässer, in denen große Fische gehalten werden, die viel Futter benötigen. Der Filtereinsatz dort ist sehr hoch. Außerdem ist vielfach eine tägliche Kontrolle erforderlich, um jede Fehlentwicklung bereits im Ansatz erkennen zu können. Darum sollte jeder, der einen Teich bauen will, bei der Planung nicht nur überlegen, wie das Gewässer einmal aussehen und wozu es genutzt werden soll.

Besser ist es, sich zuerst zu fragen: wie viel Zeit habe ich, um mich um den Teich zu kümmern? Und: wie viel Aufwand will ich mir dabei zumuten? Um dann, wenn diese wichtige Frage geklärt ist, zu überlegen, welche Form und Nutzung die geplante Feuchtoase haben soll.

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