Großbrand neben NaturaGart

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Großbrand neben NaturaGart

NaturaGart Produkte zum Beitrag: Großbrand neben NaturaGart

| Von | Kategorie: NaturaGart Nachrichten

Anfang August brach auf einem Grundstück in Ibbenbüren ein Feuer aus. Dank der Wasserentnahme aus den Gartenteichen des angrenzenden NaturaGart Parks konnte der Brandherd schnell eingegrenzt werden. Es wird Monate dauern bis die Wasserqualität im Teich in diesen Gewässern wieder so gut ist, wie sie vor dem Feuerwehreinsatz war.

Strohballen lösen großen Brand aus

Am zweiten Augustwochenende war das Flammenmeer eines großen Feuers im Nachthimmel über der Gemeinde Ibbenbüren weithin zu sehen. Der Brand ging von 8000 Kubikmetern Strohballen aus, die auf einem Nachbargrundstück von NaturaGart eingelagert worden waren. Die Feuerwehr konnte den Brandherd schnell eingrenzen. Das dafür erforderliche Löschwasser – mehrere tausend Kubikmeter – lieferten die Gewässer des angrenzenden NaturaGart Parks. Die Wasserentnahme aus den Teichen endete erst, als eine mehrere hundert Meter lange Rohrleitung zum Dortmund-Ems-Kanal betriebsbereit war.

Die Löscharbeiten zogen sich zweieinhalb Tage hin. Eine große Zahl Feuerwehrleute war rund um die Uhr damit beschäftigt, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Denn: Strohballen werden sehr heiß. Wenn sie Feuer fangen, flackern ihre Glutnester immer wieder auf. Mit drei großen Muldenkippern wurde das schmorende Stroh auf Container verladen und zu einem nahe gelegenen Acker transportiert. Dort wurde die glimmende Glut endgültig zum Verlöschen gebracht.

Die Wasserqualität im Teich sichern

Das Feuer in Ibbenbüren ist Geschichte. Doch NaturaGart spürt seine Nachwirkungen weiterhin. Der durch die Wasserentnahme aus den Gartenteichen entstandene Verlust wurde zwar von der Feuerwehr durch nachgefülltes Wasser aus dem Dortmund-Ems Kanal mengenmäßig weitgehend ausgeglichen. Doch die durch den Brand verursachten (Kollateral-)Schäden wurden dadurch nur sehr bedingt behoben. Denn das Wasser in den Teichen des NaturaGart Parks ist erheblich nährstoffärmer als herkömmliches Wasser. Auch das streng kontrollierte deutsche Trinkwasser reicht da nicht heran. Die dort zulässigen Werte übersteigen den Nitrat- und Phosphatgehalt in den Gartenteichen des NaturaGart Parks um das Fünfzigfache. Denn im Park werden dem Teichwasser die überschüssigen Nährstoffe mit einem der Natur nachempfundenen Verfahren entzogen. Ohne dieses von NaturaGart entwickelte System der Wasseraufbereitung gäbe es weder die exzellente Wasserqualität in den Teichen des Parks noch die von Tauchern hoch geschätzten hervorragenden Sichtweiten in den Tiefen des Unterwasserparks.

Das mit dem NaturaGart System aufbereitete Teichwasser ist wertvoll. Denn die hervorragende Wasserqualität in den Teichen und die guten Sichtweiten unter dem Wasserspiegel zählen zu den Highlights der Parkanlage. Auch aufgrund dieser Besonderheit kommen rund 120.000 Besucher pro Jahr in den NaturaGart Park. Deshalb wurde die Wasserentnahme bei den Löscharbeiten – so schnell es ging – vom Unterwasserpark in die Wasserwildnis verlagert. Nur so konnte der Verlust an nährstoffarmem Teichwasser möglichst gering gehalten werden.

Doch auch in der Natur belassenen Wasserwildnis sind Brand bedingte Folgeschäden zu beklagen: der Wasserspiegel sank um 40 Zentimeter. Dieser Verlust wurde zwar mit Wasser aus dem Dortmund-Ems Kanal weitgehend ausgeglichen. Nur: der Phosphatanteil im Kanalwasser ist mehr als hundert Mal so hoch wie der des Natur-belassenen Gewässers im NaturaGart Park. Deshalb setzte in der Wasserwildnis kurz darauf ein umfangreiches Algenwachstum ein. Die Folge davon ist, dass die Wasserwildnis für längere Zeit als Reserve zum Ausgleich von Verdunstungsverlusten in den Teichen des NaturaGart Parks, im Aquarium und im Unterwasserpark ausfällt.

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2 Kommentare auf "Großbrand neben NaturaGart"

  1. Wolfgang F says:

    Sehr gut, dass mal jemand „teilöffentlich“ so dezidierte Worte bzgl. der Umwelt- und Grundwasser verseuchenden Land-WIRTSCHAFT gefunden hat.

  2. Martin H says:

    Respekt Herrn Jorek für den Bericht zum Feuer neben Naturagart und die in sachlicher Weise angebrachte Kritik zur Landwirtschaft.
    Ich hoffe Sie bekommen die Probleme mit der Wasseraufbereitung in annehmbarer Zeit in den Griff. Ich verfolge den Werdegang ihres Unternehmens seit Jahren und wünsche Ihnen weiter alles gute.
    Martin Höhne

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