Teichschlamm entfernen

Fehlerhafte Sedimentkontrolle verursacht 90% aller Teichprobleme.
In Naturteichen wächst die Schlammschicht am Boden immer mehr an. Irgendwann muss man eine Generalreinigung starten.

Der viel bessere Weg für Schwimm- und Fischteiche: Das Sediment wird durch Fische und Schwimmer immer wieder aufgewirbelt und kann automatisch abgesaugt werden. Das ist im Endeffekt deutlich weniger Arbeit – und man hat immer klares Wasser.

Teichschlamm entfernen

Es beginnt immer mit einer ganz dünnen Sedimentschicht

Es beginnt immer mit einer ganz dünnen Sedimentschicht

Eine bräunliche Schicht. Das sind Bakterien, die Blätter, Blütenstaub und andere organische Reste abgebaut haben. Dickere Schichten werden nicht mehr von sauerstoffhaltigem Wasser durchströmt. Diese tieferen Schichten fangen an zu faulen und verderben das Wasser, wenn sie aufgewühlt werden. Fest gebundene Nährstoffe werden dann wieder frei und düngen die Algen.

Mit zunehmender Dicke wird das Sediment zu einem Teppich

Mit zunehmender Dicke wird das Sediment zu einem Teppich

Die dünne Schicht enthält Dünger und der wiederum lässt kleine Fadenalgen wachsen. Diese kleinen Algen „vernähen“ die Sedimentflocken miteinander. Aus den Flocken entsteht ein dünner Teppich. Die Algen produzieren mehr Sauerstoff als das Wasser aufnehmen kann. Der überschüssige Sauerstoff sammelt sich in kleinen Gasblasen, die einzelnen Sedimentpartikeln Auftrieb geben.

Die Sedimentschicht wird im Laufe der Zeit immer dicker

Die Sedimentschicht wird im Laufe der Zeit immer dicker

Am Boden des Teiches entsteht eine Schicht, vergleichbar mit Kompost. Die obersten 2-3 Millimeter enthalten viele Kleintiere, die z.B. die Blattreste zersetzen. Dort wachsen auch kleine Algen, die einzelne Reste nach oben ziehen. Der wichtigste Unterschied zu gutem Kompost: Tiefere Schichten fangen an zu faulen, dort beginnt es zu gären. Dadurch entstehen Gasblasen innerhalb der Sedimentschicht.

Das Sediment treibt an die Oberfläche des Teiches

Das Sediment treibt an die Oberfläche des Teiches

Durch die Gasblasen bekommt das Sediment so viel Auftrieb, dass einzelne Stücke abreißen und zur Oberfläche treiben. Das ist ganz typisch im April, kann sich aber auch noch mehrfach wiederholen. Die Schwimmschicht ist sehr unappetitlich und für Schwimm- und Fischteiche völlig indiskutabel. Ein Skimmer wird helfen – doch das Problem muss man da lösen, wo es entsteht – am Grund des Teiches.

Sedimentfalle: Bevor der Schlamm zum Problem wird

Sedimentfalle: Bevor der Schlamm zum Problem wird

Am Boden wird das Wasser abgesaugt. Dadurch entsteht eine schwache Strömung, die Schwebeteilchen in einen Hohlraum unter einem Lochblech zieht. Damit sich der Schlamm dort nicht festsetzt, wird er von Wasserstrahlen aus einem eingebaute Sprührohr gelegentlich aufgewirbelt. In diesem Hohlraum endet eine dickere Leitung, durch die das Wasser mit dem Sediment zum Filtergraben gesaugt wird.

ZielSaugTechnik: Vom Ufer aus bequem die Absaugung regeln

ZielSaugTechnik: Vom Ufer aus bequem die Absaugung regeln

Meist gibt es mehrere Sedimentfallen und mehrere Saug-Leitungen. Sie enden am Ufer in einem Schacht. Durch die Verbindung mit dem Filtergraben ist der Wasserstand dort einige Zentimeter niedriger. Für den Wassertransport reicht das völlig aus. Mit Schiebern lässt sich der Durchfluss jeder Saugleitung regulieren. Dadurch kann man vom Ufer aus die Leistung der Pumpe auf die Ansaugstellen verteilen.

Das NaturaGart-System vermeidet sinnlose Risiken

Das NaturaGart-System vermeidet sinnlose Risiken

Oft werden Bodenabsaugungen eingebaut, für die an der tiefsten Stelle ein Loch in die Folie geschnitten wird. Alle Saugleitungen liegen dann unterhalb der Teichfolie und sind unerreichbar. Jeder Schaden an diesen Leitungen führt deshalb zum Totalverlust des Teiches. Das NaturaGart-System saugt in gleicher Weise an der tiefsten Stelle ab. Alle Leitungen liegen aber oberhalb der Folie. Das Verfahren ist deshalb viel sicherer.

Die Sedimentfallen schlucken den flockigen Mulm

Die Sedimentfallen schlucken den flockigen Mulm

7 Tage pro Woche, 24 Stunden pro Tag: Wann immer Sedimentflocken durch Fische oder Schwimmer aufgewirbelt werden, fließen sie mit der Strömung zur Sedimentfalle. Wo nicht genug bewegt wird, kann man den Mulm mit einem Besen zur Sedimentfalle schieben. In den meisten Teichen reicht das völlig aus, um den Boden sauber zu halten. Sonst hilft ein Schlammsauger.

Schlammsauger helfen in schwierigen Situationen

Schlammsauger helfen in schwierigen Situationen

Sedimentfallen haben die beste Wirkung, wenn der Mulm aufgewirbelt wird. Das funktioniert gut mit Fischen oder der regelmäßigen Nutzung durch Schwimmer. Ohne Aufwirbeln wird die Schicht dicker werden und immer mehr verdichten. An der Stelle muss man eingreifen, um spätere Probleme zu vermeiden. Dieses Video zeigt, wie die Teichreinigung mit Sedimentfallen und Schlammsaugern funktioniert.

 

Schlagworte: , ,

NaturaGart Produkte zum Beitrag: Teichschlamm entfernen