Übersicht

Warum Gewächshäuser und Wintergärten immer sehr ähnlich aussehen

Wenn man die Gewächshäuser verschiedener Hersteller betrachtet, dann sehen sie auf den ersten Blick fast gleich aus. Der Grund liegt meist in der Verwendung genormter Bauteile:
Eine Standard-Scheibengröße für Hobby-Gewächshäuser sind 2 englische Fuß = ca. 61 cm. Solche Norm-Scheiben sind billiger – und außerdem paßt viel Zubehör.
Das nächstgrößere Scheibenmaß kommt aus dem Profi-Gartenbau: 73 cm.
Bei 16mm-Stegdoppelplatten gibt es die Standardbreite 98 cm.
Abgedichtet wird oft mit Gummi-Profilen, die auch aus der Profi-Szene kommen.
Wenn man dann noch berücksichtigt, daß Stehwände senkrecht sind und das Dach im Idealfall einen Winkel von 22 Grad hat, dann sehen die Häuser zwangsläufig alle sehr ähnlich aus.
Sie sind es aber nicht. Es gibt beträchtliche Unterschiede in der Materialqualität und Verarbeitung.
Wintergarten an unserem Park-Café: Die Tragkonstruktion besteht aus unauffälligen Aluminium-Profilen. In den Wänden setzen wir ISO-Glas ein.
Der Wintergarten bei Schnee von innen: Verstärkte Alu-Profile tragen das Dach aus Hohlkammerplatten. Eine sehr leicht wirkende Konstruktion.

Hintergrund-Info: Die Fundamente

Das sind Stahl- oder Aluminium-Profile, auf die das eigentliche Gewächshaus aufgeschraubt wird. Vorteile:
– Sie gewinnen 10 bis 15 cm Höhe
– Sie sparen ein Betonfundament
– Sie können die Position des Gewächshauses auch später leicht verändern
– Das Gewächshaus steht gerade, die Scheiben können sich nicht verziehen und eventuell springen.

Die direkte Verbindung von Aluminium und Stahl kann zum Problem werden, wenn die Farbschicht beschädigt wird. Die ältesten Fundamente unserer KG-Musterhäuser mit Stahlfundamenten sind inzwischen allerdings fast 30 Jahre alt.
Beispiel für ein übliches Stahl-Fundament (hier: MG-2).

Die einfachste Konstruktion

Die Fundamente werden i.d.R. gegen Aufpreis geliefert, weil man das Haus (allerdings eher theoretisch) auch auf einem Betonsockel aufbauen könnte. Die Boden-Befestigung erfolgt durch „Erd-Anker“ aus Stahl.
Beispiel für das Alu-Fundament von NaturaGart SG1 oder SG2

Die hochwertige Konstruktion

Bei höherwertigen Häusern sind auch die Fundamente aus stabilem Aluminium. Sie sind im Preis enthalten, weil sich das Haus anders überhaupt nicht aufbauen läßt.
Aluminium-Winkel in den Ecken sind in die Erde verlängert und werden dort mit Beton eingegossen.

Hintergrund-Info: Die Rahmen-Konstruktion

Profile unterschiedlicher Stabilität: Klein-Gewächshaus (ganz links) und NaturaGart G-4 oder G-6. Auf der rechten Seite Spezial-Profile für NaturaGart SG1 oder SG2. Farbige Profile (hier braun) sind für viele Modelle lieferbar.
Hier sieht man deutlich den Unterschied in der Profilstärke.
Bei größeren Anlagen werden die Lasten von einer Stahlkonstruktion getragen. Darauf wird eine Außenhaut aus Aluminium und Glas befestigt.
Diese Fotos zeigen die Unterschiede in der Verarbeitung: Die undichte Billig-Ecke bei einem Mini-Gewächshaus…
Im Normalfall wird das Gewächshaus-Skelett aus Aluminium-Profilen gebaut. Den wichtigsten Unterschied sieht man sofort: Viele Kampfpreis-Gewächshäuser bestehen aus sehr dünnwandigen Profilen – das spart Material und senkt dadurch die Produktionskosten.
… und die bessere Verbindung bei NaturaGart G-4 und G-6.
Andere Eigenschaften erkennt man erst dann, wenn es zu spät ist: Es gibt bei Aluminium Dutzende verschiedener Legierungen. Manche haben eine geringere Festigkeit, sind aber schneller zu pressen und senken dadurch die Produktionskosten.

Hintergrund-Info: Die Montage

Beispiel einer Innen-Ecke bei Gewächshaus NaturaGart G-4. Zu erkennen sind die Führungen, in denen der Kopf der Schraubel liegt.
Die Montage der MG und SG-Typen ist einfacher als es sich die meisten vorstellen: Die meisten Profile haben einen Schraub-Kanal, in den der breite Kopf einer speziell geformten Schraube paßt.
Zeitbedarf: Ein Profi baut zwei kleinere Häuser pro Tag auf. Ein Anfänger braucht 1-2 Tage pro Haus.
Die gleiche Stelle bei einem NaturaGart SG2-Haus. Weil die Profile so stabil sind, braucht man nicht 7, sondern 3 Schrauben.
Die SG-Gewächshäuser sind einfacher aufzubauen. Weil die Profile stabiler sind, braucht man nicht so viele Querverstrebungen.
Die SG-Typen können auf Wunsch auch von spezialisierten Monteuren vor Ort aufgestellt werden.
Die größeren Sonderanfertigungen werden nur incl. Montage geliefert.
Bei den NaturaGart G-4 und G-6erfolgt die Verglasung mit Glasklammern oder mit einer farbigen Kunststoff-Leiste.
Für die Modelle SG1 und SG2 wird die Eindeckung mit den im Profi-Gartenbau üblichen Gummistreifen befestigt.

Hintergrund-Info: Das Eindeck-Material

Blankglas ist völlig durchsichtig und kann eigentlich nur zusammen mit einer Schattierung eingesetzt werden. Nörpelglas streut das Licht besser und ist für die Pflanzen sinnvoller.

Glas

ist für die Kalthaus-Nutzung die billigste Lösung. Das übliche Fensterglas ist über dem Kopf allerdings ein Sicherheitsrisiko und nicht mehr Stand der Technik. Dafür gibt es Einscheiben-Sicherheitsglas, daß (wie das Glas von Autoleuchten) in viele kleine Stücke zerspringt.
Komplexe Wintergarten-Eindeckung. Nach innen ist Verbund-Sicherheitsglas, nach außen Einscheiben-Sicherheitsglas.
Einscheiben-Glas kann allerdings keine nennenswerte Wärmedämmung leisten und ist daher für beheizte Gewächshäuser und Wintergärten uninteressant. Dafür wird dann, wie in den Hausfenstern, Isolierglas eingesetzt. Aufgrund des hohen Gewichtes kann es bei Wintergarten SG2 allerdings nur in der Stehwand eingebaut werden.

Erst bei den Wintergarten-Sonderbauten ist auch im Dach Isolierglas möglich. Die Innenscheibe besteht aus zwei 3mm-Scheiben, die mit einer Folie als sogenannntes Verbund-Sicherheitsglas verklebt sind. Dadurch können bei Scheibenbruch keine Splitter herausfallen. Die
obere Scheibe besteht aus gehärtetem Einscheiben-Sicherheitsglas. Die ganze Konstruktion ist dann 26 mm dick und wiegt 40 kg/m².

Alternativen

Glas wird in zunehmendem Maße durch Stegdoppelplatten verdrängt. Der Grund:
– kein Verletzungsrisiko bei Bruch,
– keine Hagelschäden,
– kein Vandalismus-Risiko,
– bessere Wärmespeicherung,
– bessere Lichtstreuung,
– z.T. bessere UV-Durchlässigkeit.
6mm Makrolon
8mm Makrolon
16mm Makrolon
16mm Plexiglas
16mm Breitkammer-Plexiglas

Steg-Doppelplatten

Sie sind leicht und eignen sich daher besonders für das Dach. Die Wärmedämmung liegt im Bereich von Isolierglas, die Lichtbeständigkeit ist viel besser als bei den alten Glasfaser- und PVC-Platten. Aber wichtig ist: Es werden sehr unterschiedliche Qualitäten angeboten.
Skeptisch sind wir beim Einsatz sehr dünner Platten. Es gibt Angebote bis 4 mm, solche Platten sind jedoch nicht sehr stabil. Auch die 6mm-Platten bei NaturaGart G-6 und können bei Sturm herausgesaugt werde.
Stabiler werden die Platten erst ab 8mm, das ist die Klasse von NaturaGart SG1.

Poly-Karbonat-Platten

sind am weitesten verbreitet und werden in den besseren Qualitäten z.B. unter der Bezeichnung Makrolon oder Lexan abgeboten. Die Außenseiten sind mit einer zusätzlichen UV-beständigen Schicht geschützt. Die Lichtdurchlässigkeit ist etwas schlechter als bei Glas, hält diesen Wert aber über sehr lange Zeit – 10 Jahre werden von den Herstellern meist garantiert. Die noch dickeren 16 mm starken Platten liefern wir meist als Dreifachplatte.
Verschiedene Hohlkammerplatten, von oben nach unten: 16mm-Breitkammer-Plexi, Plexiglas 16mm, 16mm-Makrolon-Dreifachplatte, 8mm Makrolon-Doppelplatte, 6mm Makrolon-Doppelplatte.

Plexiglas

Die Lichtdurchlässigkeit ist noch etwas höher, die Durchsichtigkeit ist auch deutlich besser, besonders bei den Dreifach-Platten. Andererseits sind die Plexiglas (Acryl-)Platten deutlich bruchanfälliger als die Polykarabonat-Platten.
Unser Online-Shop verwendet Cookies. Durch Nutzung der Webseiten zeigen Sie sich damit einverstanden. (mehr erfahren)