Versunkene Welt

Eigentlich wollten wir nur ein Tempelchen in einer Felsnische bauen - doch wenn man dann einmal anfängt, darüber nachzudenken ... An der Konstruktion des Tempels kann man das Wachstum einer Idee noch ablesen. Bei Baubeginn ging es nur um die Frage, wie man mit möglichst wenig Aufwand 5 m hohe Säulen baut. Wir entschieden uns damals für Betonrohre in der Hoffnung darauf, daß ein gnädiges Algenfell die Bausünde verdecken würde.

Das wird auch so sein - aber in einer Übergangsphase bleiben die Rohre leider noch als solche erkennbar. Das allerdings nimmt dem Tempel wenig von seinem Reiz als Tauchgebiet. Wir simulieren dort die Situaton ‘Großer, antiker Tempel ist teilweise von Steinlawine verschüttet worden’. Nur die vorderen etwa 10 Meter sind noch gut erhalten, der hintere Teil des Tempels geht in den Geröllhang der Felslawine über. Einzelne Steine haben das Dach durchschlagen und sind bis vor den Tempel gerollt.

Hier zeigen wir in Kürze ein 3 D Panorama
Der etwa 300 m² große Tempel liegt am Ende einer Schlucht.
Ein weit überlebensgroßer Pharao sitzt vor der Anlage.
Das Tauchen in der 5 m hohen Säulenhalle ist ein faszinierendes Erlebnis
Immer wieder fasziniert das Licht, das durch die Deckenlöcher bricht ...
... und schon fast unwirklich schöne Effekte zaubert.
Wir haben beim Anstau diese Stimmung durch gezielte Beleuchtung eingefangen.
Die Säulen verkleiden einen Terrassenhang.
Sie wurden mit Betonrohren gebaut ...
... bis die Zielhöhe von 5 Metern erreicht war.
Wir brauchten über 1 km Balken ...
... um das Dach einzuschalen ...
... und die Fläche zu betonieren.
In die Aufkantungen frästen wir alte Schriftsymbole...
... die nach dem Ausschalen als Relief sichbar wurden.
Hunderttausende von Besuchern zog die ungewöhnliche Baustelle in ihren Bann.
Der Pharao wurde als Hohlform in ein Sandbett modelliert.
Das Foto wird je nach Sichtweise zu einer beeindruckenden optischen Täuschung Das Foto wird je nach Sichtweise zu einer beeindruckenden optischen Täuschung.
Die Form wird anschließend mit Spezialbeton ausgegossen.
Spannender Augenblick: Der Pharao erhebt sich aus seiner Form.
Stehend wäre er etwa 6 m hoch - aus diesem Grunde entstand er aus zwei Teilen.
Der Pharao ist umgeben von einigen weiteren Skulpturen.
Besonders gut gelungen sind die 'Gehirnträger' des toten Pharao, denen wir hier ein Denkmal gesetzt haben.
Für die etwas langen Arme dieser Skulpturen hat wohl jemand Modell gestanden, der hier ein paar Steine zu viel geschleppt hat ...
Zwei Bären sind nicht ganz so filigran gelungen und müssen daher zur Strafe in der Ecke stehen.
Doch die Gesamtanlage verfehlt die Wirkung nicht. Tempel wirken am besten nachts.
Wenn das Wechselspiel von Licht und Schatten die Proportionen verändert ...
... und die Skulpturen zu plastischen Teilnehmern der Szene werden.
Es sind Lichteffekte, wie sie auch der Taucher erlebt, wenn er dem Pharao begegnet ...
... oder durch die Lichtbündel und Säulenschatten der Tempelhalle schwebt.
Wir haben diese Foto-Nächte genossen - bis das Wasser den Tempel verschlang.
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