Die aktuellen Werte hängen von der Qualität der Taucher ab. Die Sicht kann daher besonders an Wochenenden schlechter werden. Darüber hinaus bringt Sonnenlicht in 7 m Tiefe sofort 1-2 m mehr Sichtweite.

Neue Sichtweiteninformationen gibt es jeweils bei Veränderungen. Solange sich nichts ändert, gilt die zuletzt gemeldete Sichtweite.

Sichtweiten

Jeder der derzeit vier großen Trommelfilter reinigt 150 m³ pro Stunde.

Sicht-Bewertung

"Schlechte Sicht!" schimpft der Unterwasserfotograf, "maximal ein Meter". Und zeigt die Fotos: Der Stör schwimmt auf ihn zu, ist etwa 1 m entfernt, nach 1,5 m Körperlänge ist noch nicht Ende der Sicht. Macht mindestens drei Meter. Kein Einzelfall.

Die Sichtweite unter Wasser wird meist 50-70% kürzer bewertet als sie tatsächlich ist. Ein vier Meter entfernter Gegenstand wird unter Wasser schon aufgrund des anderen Lichtverhaltens nur auf 3 m Abstand geschätzt.

Hinzu kommen weitere Einschränkungen: Bei Nebel oder trübem Wasser fokussiert unser Auge automatisch auf 1-2 m und meldet diese Entfernung zurück. Autofahrten bei Nebel sind auch deshalb so anstrengend, weil man immer gegen diese Automatik ankämpfen muß.

Und dann gibt es auch noch ganz einfache andere Gründe: Da tauchen Leute mit beschlagenen Masken auf und beschweren sich über schlechte Sicht. Viele verzichten auf optische Gläser in ihren Masken und sehen schon deshalb viel weniger.
Der internationale Standard für das Meßverfahren ist eine weiße Scheibe, die an einer Stange ins Wasser gehalten wird. Bei zunehmender Tiefe verschwimmt die Kontur.

Darüber hinaus gibt es im Tauchpark auch unter Wasser einige gute Orientierungspunkte:

Tempelwächter
Abstand der Katzenskulpturen
  • in einer Reihe: 3 m
  • zur gegenüberliegenden Reihe: 5 m
Tempel:
Säulen-Abstände: 3m

Wrack: Breite 3,5 m
Steuerhaus bis Bug 10 m


Mehr über die aufwändige Filtertechnik des Unterwasserparks findest Du → hier.

Schwankungen

Die Sichtweite hängt von der Nährstoffversorgung des Sees ab. Da Tausende von Fischen im Gewässer leben, müssen wir füttern - und importieren dadurch Nährstoffe. Hinzu kommt einge- wehter Staub etc. Anfallendes Sediment wird durch Service-Taucher regelmäßig abgesaugt. Hinzu kommen die installierten Filteranlagen, die derzeit täglich ca. 9.000 m³ Wasser reinigen.
Dennoch wird nie zu vermeiden sein, daß sich die Sichtweite ändert. Dies geschieht oft temperaturabhängig über 1-2 Wochen, kann allerdings auch innerhalb eines Tages um mehrere Meter schwanken.
Entscheidend ist dabei vor allem die Qualität der Taucher. 100 gute Taucher haben kaum Auswirkungen auf die Sichtweite. Wenige Schlecht-Tarierer können jedoch viel aufwirbeln.
Anfänger dürfen daher nur mit erfahrenen Tauchern ins Wasser - aber auch Hochzertifizierte robben manchmal durch den See, als hätten sie 50 kg Blei in der Weste...

Sichtweite in den Höhlen
ist i.d.R. 20 - 60% besser als im Freiwasser. Die wichtigsten Gründe sind:
Weniger Licht = weniger Algen
Das Dämmerlicht in den Höhlen unterdrückt das Algenwachstum. Weniger Sediment
Da die Höhlen oben weitgehend geschlossen sind, wird deutlich weniger Sediment eingetragen.
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