Unterwasserpflanzen

5 wichtige Pflanzen für jeden Teich

| Von | Kategorie: Gartenteich Planung, Bau und Pflege
Rotstängeliges Tausendblatt

Rotstängeliges Tausendblatt

Hornblatt

Hornblatt

Wasserschraube

Wasserschraube

Wasserpest und Wasserschraube

Wasserpest und Wasserschraube

Wasserschraube

Wasserschraube

Unterwasserpflanzen stabilisieren den Gartenteich und halten ihn im Gleichgewicht. Sie verbrauchen überschüssige Nährstoffe, sorgen für Sauerstoff und bieten Tieren Schutz.

Pflanzen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Im Teich wie Garten. Sie ziehen die Blicke auf sich und viele Arten duften gut. Sie sind Gestaltungselemente und bieten Orientierungshilfen. Sie sorgen für Schatten und dienen als Windfang. Pflanzen bieten vielen Tieren eine Lebensgrundlage. Ohne sie würden beispielsweise die farbenfrohen Schmetterlinge nicht munter am Teichufer entlang flattern.

In der Natur haben alle Lebewesen ihren Platz und ihre Aufgabe. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass einige Pflanzenarten für bestimmte Funktionen besser geeignet sind als andere.

Wertvolle Helfer hinter den Kulissen

Unterwasserpflanzen, zum Beispiel, sind eher unscheinbar. Oftmals ragen weder ihre Blätter noch ihre Blüten aus dem Wasser heraus. Dafür leistet die Flora unter dem Wasserspiegel „hinter den Kulissen“ wertvolle Dienste. Unterwasserpflanzen ziehen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser. Sie unterbinden das Algenwachstum, da sie den unerwünschten Fadenalgen die Lebensgrundlage entziehen. Damit entsteht auch weniger Sediment aus abgestorbenen Algen.

Unterwasserpflanzen reichern das Wasser mit Sauerstoff an und bieten vielen Kleintieren einen geschützten Lebensraum. Sie stabilisieren das biologische Gleichgewicht im Gartenteich und erhöhen seine Lebensdauer. Darum sollten sie in keinem Teich fehlen. Vorausgesetzt, sie stehen in Einklang mit der dem Gewässer zugedachten Funktion. In Schwimmteichen sind Unterwasserpflanzen von den Schwimmern meist unerwünscht. Dort wird das Wasser in einem angegliederten, dicht bewachsenen Pflanzenbereich aufbereitet: dem Filtergraben. In dem natürlich auch viele Unterwasserpflanzen zu finden sind.

Es gibt viele unterschiedliche Unterwasserpflanzen. Einige schlagen im Teichgrund Wurzeln, andere treiben einfach umher. Typisch für viele Arten, sind lange, dicht mit kleinen Blättern besetzte und weit verzweigte Triebe. Die fallen im Sommer sofort ins Auge. Im Winter hingegen nicht. Denn auch die Unterwasserpflanzen sind dem Zyklus der Jahreszeiten unterworfen.

Wenn es kalt wird und das Leben im Teich langsamer abläuft, ziehen sie sich zurück und harren im Teichgrund oder in tiefen Gewässerregionen so lange aus, bis das Thermometer wieder auf Temperaturen ansteigt, die ein Wachstum ermöglichen. Unterwasserpflanzen brauchen im Frühling eine gewisse Zeit, bis sie wieder zur gewohnten Form finden. Deshalb kann es passieren, dass im Teich plötzlich schnell wachsende Fadenalgen auftauchen.

Das ist kein Grund zur Sorge, denn diese Störenfriede verschwinden wieder, wenn sich die Unterwasserpflanzen vollständig regeneriert haben und den Algen die Nahrungsgrundlage entziehen.

Unterwasserpflanzen: die Rahmenbedingungen müssen stimmen

Unterwasserpflanzen sind nützliche Helfer. Sie stellen keine großen Ansprüche, brauchen aber geeignete Lebensbedingungen, damit sie ihre Aufgabe optimal erfüllen können. In dieser Hinsicht gibt es bei den einzelnen Pflanzenarten Unterschiede. Das betrifft beispielsweise das Maß der Sonneneinstrahlung und die Wasserqualität.

Beliebte Unterwasserpflanzen im Überblick

Bei NaturaGart gibt es eine breit gefächerte Auswahl an Unterwasserpflanzen. Einige von ihnen sind in nahezu jedem Teich anzutreffen.

Tausendblatt (Myriophyllum spec.): Das Tausendblatt bevorzugt nährstoffärmere Gewässer an sonnigen und halbschattigen Standorten. Es wächst in Tiefen zwischen 10 cm und 150 cm. Es ist eine wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen unerwünschte Algen, da es sogar sehr kleine Nährstoff-Mengen aus dem Wasser zieht. Die fein gefiederten, weißen Blätter an den bis 2,5 m langen, mäßig verzweigten Sprossen bieten vielen Wassertieren Schutz und Sauerstoff. Die Blütenstände des Tausendblatts befinden sich an den Sprossenenden und ragen aus dem Wasser heraus.

Rotstängeliges Tausendblatt (Myriophyllum scabratum): Das Rotstängelige Tausendblatt liebt sonnige Standorte. Es wächst in Wassertiefen zwischen 30 cm und 150 cm. Die hellgrünen, feingliedrigen, quirlig angeordneten Blätter sind auffälliger und dekorativer als die der anderen Mitglieder der Tausendblatt-Familie.

Hornblatt (Ceratophyllum demersum): Das Hornblatt liebt sehr nährstoffreiche Gewässer im Halbschatten. Es bietet es sich für Fischteiche geradezu an. Das Hornblatt hat keine Wurzeln. Es treibt in Tiefen zwischen 30 cm und 200 cm im Wasser umher oder ist mit Rhizoiden im Boden verankert. Das Hornblatt produziert viel Sauerstoff und bietet zahlreichen Tierarten Unterschlupf. An den bis zu 100 cm langen, reich verzweigten Hornblatt-Sprossen wachsen dunkelgrüne, bis zu 25 cm lange Blätter, die in dichten Wirteln angeordnet sind. Die Blüten in den Blattachseln fallen kaum ins Auge. Das Hornblatt ist sehr widerstandsfähig. Allerdings spiegelt sich die Qualität des Wassers im Erscheinungsbild der Pflanze wider.

Wasserpest (Elodea canadensis, nuttalii und densa): Die Wasserpest wurzelt in Tiefen zwischen 30 cm und 200 cm auf dem Teichgrund. Sie ist in nährstoffreichen Gewässern sowohl in sonnigen als auch halbschattigen Lagen zu finden. Die Wasserpest hat 30 cm bis 60 cm lange, dicht beblätterte Sprossen. Die bis zu 13 mm langen und 6 mm breiten, dunkelgrünen Blätter sind in dichten Quirlen angeordnet. Die weißen, kleinen, sehr unauffälligen Blüten werden nur an sehr sonnigen Sommertagen über die Wasseroberfläche gehoben.

Wasserschraube (Vallisneria gigantea): Die Wasserschraube ist vielseitiger einsetzbar als zum Beispiel die sehr stark spezialisierten Laichkräuter, da ihre Ansprüche an die Wasserqualität sehr gering sind. Sie bindet viele Nährstoffe und ist in Tiefen zwischen 30 bis 150 cm zu finden. Ihre kleinen weißen Blüten schwimmen auf der Wasseroberfläche. Die Wasserschraube liebt sonnige bis halbschattige Standorte und ein ausgewogenes Nährstoffangebot.

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Algen im Teich

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