Gartenteich-Selbstbau

10 vermeidbare Fehler

| Von | Kategorie: Gartenteich Planung, Bau und Pflege
 Ein Schwimmteich nach dem Selbstbau-Prinzip ist tausendfach erprobt worden. Die Fehlerquellen sind bekannt und können vermieden werden.

Ein Schwimmteich nach dem Selbstbau-Prinzip ist tausendfach erprobt worden. Die Fehlerquellen sind bekannt und können vermieden werden.

Eine schattige und ruhige Ecke am Teich ist ein idealer Ort zum Entspannen. Aus Bausätzen lässt sich dieser Traum verwirklichen.

Eine schattige und ruhige Ecke am Teich ist ein idealer Ort zum Entspannen. Aus Bausätzen lässt sich dieser Traum verwirklichen.

Natur spielt eine wichtige Rolle. Sie schafft die Atmosphäre am Gartenteich und hilft dabei, das Wasser gesund und sauber zu halten.

Natur spielt eine wichtige Rolle. Sie schafft die Atmosphäre am Gartenteich und hilft dabei, das Wasser gesund und sauber zu halten.

Ein Fischteich ist eine Besonderheit. Wenn man die oft wertvollen Tiere sehen möchte, dann sollte man auch die richtige Teichtechnik einplanen.

Ein Fischteich ist eine Besonderheit. Wenn man die oft wertvollen Tiere sehen möchte, dann sollte man auch die richtige Teichtechnik einplanen.

Es ist gar nicht so schwer, einen Gartenteich selber zu bauen. Man muss den Ablauf dafür aber genau planen. Und natürlich wissen, worauf man zu achten hat. Nur so vermeidet man unangenehme Überraschungen. Denn: Bau- und Planungsfehler kommen in der Regel erst im Nachhinein ans Licht. Und können dann richtig teuer werden. Wenn man aber häufig auftretende Fehlerquellen bereits vor Baubeginn kennt, kann man sie umschiffen.

1. Falsche Planung

Ein Teich fasziniert. Auch, weil man bei seinem Bau eigene Ideen umsetzen kann. Die Kreativität muss aber in geeigneten Bahnen verlaufen, denn nicht jede Gestaltungsidee ist auch mit einer nachhaltigen Entwicklung des Gewässers vereinbar. Das ist aber erforderlich, wenn ein Gartenteich lange bestehen soll, hängt doch seine Entwicklung von Bedingungen ab, die die Natur vorgibt. In dieser Hinsicht gibt es aber an den einzelnen Teichstandorten große Unterschiede. Darum müssen vor dem Teichbau alle Faktoren, die Einfluss auf das jeweilige Gewässer und seine Entwicklung haben können, ermittelt und die Planung einbezogen werden.

2. Zu teuer gebaut

Der Bau eines Gartenteiches ist stets auch eine Kostenfrage. Man darf nicht am falschen Ende sparen, denn das geht stets zu Lasten der Qualität. Man sollte aber auch nicht unnötig Geld verschwenden, wenn es bessere und kostengünstigere Alternativen gibt. Wer den Teich selbst baut, kann dadurch viel Geld sparen, denn wenn man ein Unternehmen beauftragt, bilden die Arbeitsstunden den größten Posten auf der Abrechnung.

Vor dem Eigenbau des Gartenteichs muss man sich aber das erforderliche Fachwissen aneignen. Auch eine genaue Planung, die alle Aspekte des Baus, des Bauablaufs und der späteren Wartung des Teichs umfasst, ist unverzichtbar. Von Vorteil ist es, wenn man auf den Rat von erfahrenen Experten zählen kann, die den Teichbau begleiten und bei Problemen die erforderliche Hilfestellung geben.

3. Falsches Baumaterial

Billig ist nicht immer gut. Wer auf vermeintliche Schnäppchen setzt, zahlt am Ende in der Regel drauf. Das ist auch beim Gartenteich so. Bei der Auswahl der Baumaterialien sollte stets die Qualität und nicht der Preis im Vordergrund stehen. Bei widerstandsfähigen, langlebigen Baustoffen fällt der etwas höhere Anschaffungspreis – auf die Gesamtbaukosten bezogen – kaum ins Gewicht. Nachträgliche Reparaturen hingegen, denen Materialfehler zugrunde liegen, können breite Schneisen durch den Geldbeutel ziehen. Man sollte darum beispielsweise stets darauf achten, dass die Teichfolie aus hochwertigem Material besteht.

4. Falsche Ausrichtung und Dimension des Gartenteichs

Ein Gartenteich ist eine Freizeitoase, die Urlaubsstimmung vor der Wohnungstür verbreitet. Zumindest dann, wenn der Teich so angelegt wurde, dass er sich harmonisch in sein Umfeld einfügt. Bei der Ermittlung des geeigneten Standorts wie auch der Dimensionierung spielen unter anderem der Sonnenstand, der Schattenwurf und die Blickbeziehungen zwischen den Schlüsselelementen des Teichumfeldes eine wichtige Rolle. Die Bestimmung von Teichstandort und -größe sind wichtige Richtungsentscheidungen, weshalb NaturaGart die Teichplanungshilfe entwickelt hat. Sie hat sich als effektives Werkzeug für die Festlegung des Standorts wie für die Bestimmung der Größe von Gartenteichen erwiesen. Es handelt sich dabei um 3D Modelle, die den zukünftigen Teich in der vorgesehenen Umgebung zeigen. Die Modelle werden von den Teichplanern des Unternehmens anhand von Vorentwürfen erstellt, die auf genauen Angaben und Skizzen des Kunden beruhen. Die 3D Modelle können auf dem heimischen Monitor betrachtet werden. Sie zeigen den Gartenteich aus allen Richtungen und Perspektiven.

5. Mangelnde Sorgfalt bei der Ausführungsplanung

Ideen gibt es wie Sand am Meer. Die Probleme beginnen vielfach bei der Umsetzung, denn in der Regel sind es die Details, die am Ende das Gesamtbild prägen. Auch beim Gartenteich ist mangelhafte Bauausführung ein großes Ärgernis. Sie ist vielfach auch der Auslöser von im Nachhinein auftretenden Problemen, die während der Bauphase leicht zu vermeiden gewesen wären. Dazu zählen beispielsweise Stellen auf dem Teichgrund, an denen sich das Sediment ungestört ablagern kann.

Es sind in der Regel Gewässerzonen, die außerhalb der Reichweite der Ansaugpunkte des Filtersystems liegen und die auch der Sog des in den Teich zurückfließenden, gereinigten Wassers nicht erreicht. Diese Problemzonen wären nicht entstanden, wenn der Bauherr zuvor mit Teichexperten den idealen Standort für Teichfilter und Sedimentfallen ermittelt hätte. Man sollte beim Teichbau auch nicht die Kapillarsperre vergessen. Sie verhindert, dass die Wurzeln von ufernahen Pflanzen das Wassers aus dem Teich saugen. Wer die Kapillarsperre bereits beim Bau des Gartenteichs anlegt, erspart sich später viel Arbeit.

6. Teichtechnik falsch kalkuliert

Damit das Wasser im Gartenteich stets klar und algenfrei ist, muss es entsprechend gereinigt werden. Nur so werden die überschüssigen Nährstoffe entzogen und die Bildung von Sedimenten verhindert. Am einfachsten ist es, wenn das Teichwasser für die Reinigung das Unterwasserpflanzendickicht eines angrenzenden Filtergrabens durchläuft. Das reicht allerdings nicht immer aus. Insbesondere bei Fischteichen übersteigt die Nährstoffbildung oft die Aufnahmekapazität der Unterwasserpflanzen.

In diesen Fällen – wie auch dann, wenn es keinen Filtergraben gibt – ist es erforderlich, das Wasser (zusätzlich) auf mechanischem Wege zu reinigen. Dafür müssen aus dem reichhaltigen Angebot im Bereich der Filtertechnik die geeigneten Komponenten ausgewählt werden. Es ist wichtig, dass die Dimension und die Leistung wie auch das Zubehör der Filteranlage den Anforderungen des jeweiligen Teichs exakt entsprechen. Ist die Filteranlage zu klein, geht das zu Lasten der Qualität. Die Folge: das Wasser wird nicht optimal gereinigt.

Ist die Filteranlage zu groß oder falsch konzipiert, wird zwar mehr Energie verbraucht, doch der höhere Stromverbrauch schlägt sich nicht in einer besseren Wasserqualität nieder. Wichtig ist, dass die Pumpe genau auf die Menge des zu transportierenden Wassers und auf die vorhandene Förderhöhe abgestimmt wird, damit sie optimal arbeitet; der Querschnitt der Wasserleitungen muss so gewählt werden, dass er die größtmögliche Wassermenge durchlässt. Eine Faustregel in dieser Hinsicht gibt es nicht, da die Verhältnisse bei jedem Gartenteich anders sind.

7. Fischwachstum nicht berücksichtigt

Fischteiche haben es in sich. Sie erfordern einen hohen Wartungsaufwand. Fische sind sehr anspruchsvoll in Bezug auf die Wasserqualität und sorgen aufgrund des Futters und ihrer Stoffwechselaktivität dafür, dass die Bildung von überschüssigen Nährstoffen erheblich höher ist als bei den anderen Teichtypen. Dabei steigt die Nährstofflast im Wasser mit der Zahl und dem Gewicht der vorhandenen Fische an: je größer die Fische sind, umso mehr Futter brauchen sie und umso mehr Kot wird produziert. Was wiederum bedeutet, dass auch vermehrt Nährstoffe ins Wasser gelangen, die die Bildung von Sedimenten forcieren.

Es gibt allerdings noch einen weiteren Faktor, der häufig übersehen wird, und in vielen Fällen die eigentliche Ursache der Probleme im Fischteich ist: das Wachstum der Tiere. Wenn die Entwicklung der Fische bei der Teichplanung nicht einkalkuliert wurde, kann es passieren, dass das vorhandene Fischgewicht plötzlich die Aufnahmekapazität des Wasservolumens im Teich übersteigt. Das ist besonders bei Fischarten, die sich durch sehr steil ansteigende Wachstumskurven auszuzeichnen, von Bedeutung. Beispielsweise beim Koi.

8. Teichpflanzen unterschätzt

Am einfachsten und wirkungsvollsten ist es, wenn man sich bei der Wartung des Gartenteichs an der Natur orientiert und versucht, diesem Vorbild so weit wie möglich nahe zu kommen. Die Wasserreinigung auf biologischem Wege ist nicht nur sehr wirkungsvoll, sie ist auch extrem kostengünstig, denn die Aktivität der Unterwasserpflanzen schlägt sich nicht in der Stromrechnung nieder. Darum es sinnvoll, auch bei Fischteichen einen Filtergraben anzulegen, der die Hauptlast der Wasserreinigung trägt. Und – dem jeweils vorhandenen Bedarf entsprechend – zusätzliche mechanische Komponenten zum Filtern des Wasser hinzuzufügen.

9. Sedimentquellen übersehen

Überschüssige Nährstoffe im Wasser verursachen die Bildung von Sedimenten. Sie sind eine Gefahr für den Gartenteich und müssen beseitigt werden. Dafür muss das Wasser regelmäßig mechanisch gefiltert oder auf biologischem Wege gereinigt werden. In diesem Rahmen ermöglichen „Sedimentfallen“ genannte Sammelstellen auf dem Teichgrund das gezielte Absaugen der Sedimente.

Bei Gewässern, in denen die Schlammbildung bereits fortgeschritten ist, reicht das nicht. Dort muss der Boden des Teichs mit dem Schlammsauger gründlich gereinigt werden. Mit UV-Filteranlagen lässt sich die Algenbildung bereits im Ansatz unterbinden. Man sollte auch die Wirkung vorbeugender Maßnahmen nicht unterschätzen. Das Aufstellen von Laubschutznetzen – im Herbst zum richtigen Zeitpunkt – verhindert, dass die Masse der welken Blätter und trockenen Zweige überhaupt erst auf die Wasseroberfläche gelangen und auf den Boden des Gewässers sinken kann.

10. Ungeschützte Teichfolie

Die Folie ist das Herzstück des Gartenteichs. Sie dichtet das Gewässer zum Untergrund hin ab. Darum muss ihr Material qualitativ hochwertig sein. Doch auch die widerstandfähigste Teichfolie ist nicht gegen alle schädlichen Einwirkungen gewappnet. Das betrifft unter anderem Partikel mit Ecken und Spitzen im Untergrund wie auch nachwachsende Wurzeln, im Erdreich wühlende Tiere oder die scharfen Kanten auf der winterlichen Wasseroberfläche umher treibender Eisschollen. Auch die ultraviolette Einstrahlung der Sonne über Jahre hinweg bekommt Teichfolien sehr schlecht.

Darum sollte die Folie zum Untergrund hin durch eine zusätzliche Schicht aus so genannten Vliesen gegen Einwirkungen aus dem Erdreich geschützt werden. Außerdem ist es empfehlenswert, die Oberseite der Teichfolie durch das Auftragen einer Mörtelschicht zu panzern, um dadurch ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Durch das Anreichern des Mörtels mit geeigneten Farbstoffen kann man dabei sogar in einem Arbeitsgang eine natürlich wirkende Teichhaut herstellen.

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4 Kommentare auf "Gartenteich-Selbstbau"

  1. Kohmann says:

    Habe vor, meinen Teich neu zu gestalten. Die Anleitungen sind hervorragend. Vileicht könnten wir uns in Verbindung setzen

  2. Martin says:

    Hallo! Danke für den Beitrag, er ist sehr informativ, alle 10 Punkte sind super erklärt. Grüße!

  3. Yamabuki says:

    Ein interessanter und schön geschriebener Artikel !

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